Im Moment geht es mir alles andere als gut, aber daran bin ich selber Schuld. Wie heißt es doch so schön, "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort". Ja, bei mir war es heute Abend keine kleine Sünde, sondern schon eine mega große Sünde. Nächste Woche Freitag, am 01. Februar, haben wir ja "25 jähriges", dann sind wir 25 Jahre zusammen. Mein Freund hat nächste Woche Spätschicht, dann haben wir abends ja eh nicht mehr allzu viel von uns. Deswegen hat er mich heute mit einem Kuchen überrascht, den er selber "gebacken" hat, also mit einer Fertigmischung. Von Dr. Oetker die "Zitronen-Wolke", so ein richtig großer Kuchen. Nach dem ganzen seelischen Stress, den ich in der letzten Zeit auf der Arbeit hatte (und heute Abend im Rahmen des Trainings, dazu später mehr), solle ich mir was gönnen. Er wollte erst noch "normal" kochen, meinte dann aber, ich solle erstmal "was" vom Kuchen essen. Nun gut, ich fand absolut kein Ende, der Kuchen war super lecker, bis auf ein kleines Stückchen habe ich ihn alleine gegessen. Ja, und jetzt ist es mir mega schlecht (was auch kein Wunder ist) und ich habe ganz heftige Bauchschmerzen, habe den halben Abend auf dem Klo verbracht. Meinem Trainer werde ich davon aber lieber nichts erzählen, zumal er mich vorhin noch auf das Thema Ernährung angesprochen hat. Ansonsten könnte ich mir von ihm wahrscheinlich ein paar Kommentare bezüglich der Disziplin anhören, was mir dann zu peinlich werden wird. Ja, an die Kalorien denke ich jetzt lieber mal nicht. Gut, dass wir die "Kontrolle" bereits letzte Woche durchgeführt haben, wer weiß, wie ansonsten meine Werte ausgefallen wären.

Heute Mittag auf der Arbeit habe ich mich zunächst gefreut. Ich habe diese schwere Aufgabe zurück bekommen, mit der ich mich an den letzten beiden Tagen sehr intensiv beschäftigt habe. Sie war richtig und die Sache unterschrieben. Ja, in dem Moment war ich wirklich happy. Ich hatte schon befürchtet, dass ich es mit irgendwelchen Korrekturen zurück bekommen würde. Ja, aber dass ich das jetzt endlich richtig fertig habe, dass ich diese Sache jetzt vom Tisch habe, darüber habe ich mich dann echt gefreut.

Heute Nachmittag war ich dann zur KG. Im Moment haben sich beide mächtig auf meinen Nacken "eingeschossen", womit ich echte Probleme habe (deswegen auch mein Frust heute Abend). Die ganzen Jahre über, von Kindheit an und auch in den letzten Jahren, haben sich alle Physiotherapeuten immer nur auf Übungen für den geraden Rücken, sowie ein paar Arm- und Beinübungen konzentriert. Kein einziger hat bisher gezielte Übungen für den Nacken gemacht. Es war immer völlig in Ordnung, wenn ich bei Übungen für den Bauch (oder mit den Beinen) die Hände hinter dem Kopf verschränkt habe, den Nacken damit stabilisiert habe. Ja, aber jetzt ist es plötzlich anders und damit habe ich ganz große Probleme. Mein Nacken ist extrem schwach und wenn ich auf dem Rücken liege kann ich den Kopf ohne Unterstützung der Arme kaum anheben, wenn überhaupt dann nur mit großem Kraftaufwand (dann ist sofort das ganz große Zittern im Nacken angesagt). Ja, und jetzt kommen diese Nacken-Übungen sowohl bei der KG als auch beim Training plötzlich intensiv vor. Das macht mir schwer zu schaffen, damit habe ich echte Probleme. Ich würde inzwischen lieber so einige andere Übungen machen, die ich inzwischen wesentlich besser im Griff habe (z. B. mit den Hanteln oder auch das Hochdrücken aus dem Vier-Füßler-Stand, von mir aus auch Liegestütze), als Übungen, ohne dabei den Nacken mit den Händen zu stabilisieren.

Bei der KG haben wir ein paar Übungen auf dem Rücken liegend (auf der Liege) durchgeführt. In erster Linie kleine Spannungsübungen, jedes Mal den Kopf dabei leicht anheben, die Beine dabei aufstellen, mal mit dem Arm bzw. der Hand vor das gegengleiche Bein drücken, mal mit beiden Armen seitlich an den Beinen vorbei (kleine Crunches sozusagen) usw. Zum Schluss hin wieder die "typischen" Kraftübungen für die Beine, bei denen sie mal von außen, mal von innen gegen die Beine drückt (und ich gegen ihren Druck ankämpfen muss).

Als ich danach dann zum Trainingsraum gelaufen bin, da bin ich extrem kalt geworden, so dass wir mit einem kleinen "Aufwärmprogramm" gestartet haben. Ich wollte ihn dann ja eigentlich auf mein Problem mit den Armen ansprechen, wusste aber nicht so richtig, wie ich damit beginnen sollte. Meine Therapeutin hat mir diesbezüglich auch ein schlechtes Gewissen eingeredet. Nach dem Motto, dass das Training überhaupt zu intensiv für mich ist, dass die Übungen zu intensiv sind (dass wir dabei, so wie bei der KG, auch so langsam voran gehen sollten), also dass mein Trainer "Schuld" an den Schmerzen in den Armen sind. Ja, ich wusste dann nicht, wie ich das Gespräch beginnen sollte. Grundsätzlich finde ich das Training halt super, es macht mir Spaß, bringt mir sehr viel und ich möchte es auf jeden Fall auch so beibehalten (ich würde es wirklich jederzeit der KG vorziehen). Und die Probleme mit den Armen bin ich meiner Meinung nach zum Teil auch selber Schuld. Wie heißt es doch so schön, "Wer nicht hören will, muss fühlen". Er hat von Anfang an gesagt, dass ich die Arme nur leicht in den Nacken nehmen soll, damit nur leicht den Kopf berühren soll. Wenn ich das dann jedes Mal "ignoriere" und die Arme, so wie sonst auch immer, intensiv in den Nacken nehme, mich also praktisch damit hochdrücke (und nicht mit der "fehlenden" Kraft der Bauchmuskeln), das ist dann auch meine eigene Schuld.

Grundsätzlich kommen wir beide ja immer sehr gut ins Gespräch. Irgendwie kamen wir dann auch auf das Thema Arme zu sprechen, so dass ich die Gelegenheit genutzt habe und ihn auf die Probleme (auf die Schmerzen) sowie auf mein Gespräch mit der Therapeutin anzusprechen. Natürlich ist er dann sofort darauf eingegangen und meinte auch, dass ich ihn bei solchen Problemen immer sofort ansprechen soll, damit er das Programm dementsprechend anpassen bzw. auch ändern kann. Das bedeutet für mich jedoch, dass so einige Übungen (z. B. die Crunches, aber auch andere) zunächst wieder deutlich schwerer werden. Ja, und das nervt mich unwahrscheinlich. Übungen, die ich im Laufe der Zeit besser im Griff hatte, fallen mir jetzt wieder wesentlich schwerer. Außerdem achtet er jetzt verstärkt auf die Armhaltung, also dass der Winkel nicht zu intensiv wird, wenn ich die Arme hin und wieder hinter dem Kopf habe. Ja, "Macht der Gewohnheit", wenn man manche Sachen ändern soll, die man im Prinzip sein Leben lang so gemacht hat, das fällt zumindest mir dann unwahrscheinlich schwer. Vorhin haben wir z. B. eine Übung für die Beine auf dem Rücken liegend gemacht. Wenn ich dabei den Kopf mit den Armen hochdrücke, kann ich den Rücken relativ einfach flach auf dem Boden halten. Vorhin jedoch, die Arme neben dem Körper, der Kopf "schwach" im Nacken, da war ich dabei mächtig im Hohlkreuz, habe es nicht geschafft, den Rücken flach runter zu drücken (mit der falschen Armhaltung hängen so einige Übungen zusammen, die mir demnächst erstmal mächtig schwer fallen werden).

Am besten haben heute mal wieder die Sit-Ups geklappt. Also hinsetzen und langsam mit geradem Rücken so weit wie möglich zurück und wieder hoch zum sitzen (dabei hilft er mir immer etwas, beim Hochkommen). Das hat heute mit am besten geklappt, dabei war ich heute auch im unteren Rücken mal wieder komplett schmerzfrei. Ansonsten musste ich heute bei allen Übungen mit dem "blöden" Nacken bzw. auch den schwachen Bauchmuskeln kämpfen.

Nach dem Training war ich dann mächtig genervt, es ging mir zwar gut, ich war (bzw. bin) völlig schmerzfrei, aber alleine der Gedanke mit den Änderungen beim Training (bezüglich Nacken und Arme), das nervt mich unwahrscheinlich. Damit habe ich nunmal ganz große Probleme. Dann lieber Hantelübungen, Liegestütze oder Kniebeugen, bevor ich eine Übung auf dem Rücken liegend durchführe. Ja, so können sich die Schwerpunkte halt "verschieben" was die Schwierigkeit betrifft.

Heute Abend kam mir der Kuchen dann gerade recht. So genervt, wie ich war, gab es für mich kein halten mehr. Ja, aber wie gesagt, wenn ich die Arme von Anfang an so gehalten hätte, so locker am Kopf, wie er es von Anfang an immer betont hat, dann hätte ich die zeitweisen Schmerzen in den Ellenbogen jetzt wahrscheinlich gar nicht.