szmmctag
Suche blog.de

  • Mo. 31. August 2015 (Friedrichstadt)

    Abgesehen vom Wetter war der heutige Tag echt schön. Heute morgen hat es bereits leicht geregnet.

    Unsere neue Zimmernachbarin war mit ihren Hunden beim Frühstück. Die meisten waren davon allerdings etwas genervt. Die Anderen wollten halt auch ruhig und gemütlich Frühstücken, hatten zum Teil auch die Tageszeitung dabei (hier wird überwiegend die "MOPO", die "Hamburger Morgenpost" gelesen). Die "Dackelmutti" redete die ganze Zeit über lautstark mit ihren Hunden, wie mit einem schwerhörigen Mann. Die beiden Hunde blieben auch nicht ruhig unter ihrem Tisch liegen, sondern liefen immer mal wieder los, quer durch den Raum, unter allen Tischen durch (und die Hundemutter hinterher, um sie zurück zu holen). Das brachte viel Unruhe in den Frühstücksraum, hat mit der Zeit auch etwas genervt.

    Wir sind nach dem Frühstück losgefahren. Gestern im Tierpark habe ich einen Prospekt über eine kleine Modellbau-Anlage gesehen. Wenn wir schon nicht nach Hamburg reinfahren (was wir ganz bestimmt nicht vorhaben), dann wollten wir uns wenigstens diese kleine Variante ansehen.

    Unterwegs wurde der Regen immer heftiger. Die meisten Autos fuhren auf den 100er-Strecken (außerhalb geschlossener Ortschaften) schließlich nur noch mit 70/80 km/h. Die Scheibenwischer kamen zeitweise kaum noch mit.

    Ein paar mutigen Einheimischen war dieses Tempo natürlich zu langsam und sie überholten immer wieder, Auto für Auto. Da man bei diesem regnerischen, nebligen Wetter nicht so weit sehen konnte, also auch den Gegenverkehr nicht so richtig einschätzen konnte, habe ich schon die ganze Zeit über mit einem Unfall gerechnet.

    Der ist dann auch passiert, zum Glück aber in der Gegenrichtung. Ein Auto musste den Überholvorgang wegen Gegenverkehr schnell abbrechen und wieder auf die rechte Spur ziehen. Ein Auto musste deswegen bremsen, zog nach rechts und landete dann prompt in der Leitplanke. Personen ist zum Glück nichts weiter passiert, aber sofort bildete sich ein langer Stau (Polizei kam sehr schnell) und man konnte diese Stelle nur noch langsam, fast im Schritt-Tempo passieren. Da sieht man mal wieder, wie wichtig angepasste Geschwindigkeit ist.

    In Friedrichstadt waren wir dann etwas "zu früh", die Modellbau-Anlage hat erst 45 Minuten später geöffnet (wir waren gegen 10.15 Uhr dort, sie haben erst um 11 Uhr geöffnet). Wir wollten dort nicht 45 Minuten warten, schnappten uns Schirm und Cappy und liefen los Richtung Stadt (was wir Dank vieler Schilder auch schnell gefunden haben). Es regnete in Strömen und schon nach wenigen Minuten waren wir trotz Regenjacke usw. durch und durch nass. Aber egal, wir sind ja schließlich nicht aus Zucker.

    Es waren etwa 10-15 Minuten bis zu Innenstadt. Eine kleine, "schnuckelige" (schöne) Innenstadt, zum einen rund um den Marktplatz, aber auch eine Fußgängerzone entlang. Die Geschäfte hatten alle bereits seit 10 Uhr geöffnet. Friedrichstadt wird wegen seiner schönen kleinen Häuser und "Grachten" (vieler kleiner Flüsse im Stadtgebiet) auch "Klein Holland" genannt, wie ich im Stadtführer gelesen habe. Schon alleine wegen dem heftigen Regen gingen wir in viele Geschäfte, guckten uns viele Sachen an. Hauptsache mal im Trockenen zu sein.

    Unter anderem waren wir auch in einem Antiquitätengeschäft. Wir lieben Antiquitäten, so wie schöne alte Sekretäre, Lampen, Teller, Bilder, Küchenrequisiten, Uhren usw., haben uns dort alles in Ruhe angeguckt. Leider sind solche Sachen ja immer sehr teuer. Mein Freund hat dort trotzdem eine schöne alte Kaffeemühle geholt (für 80 Euro), die er in unserer Küche an die Wand hängen wird. Bei schönem Wetter hätte dieser Bummel ganz bestimmt mehr Spaß gemacht, aber da wir immer nasser wurden, machten wir uns gegen 11 Uhr dann wieder auf den Weg zur Modellbau-Halle (www.modellbahn-zauber.de).

    Das war dann wirklich sehr schön. Viel Liebe zum Detail. Schade war nur, dass man nicht alles so richtig erkennen konnte. Die Fläche war etwa 1,5 Meter breit. Von vorne bis hinten viele kleine Situationen. Die Züge waren fast schon Nebensache. Man konnte aber nur mittig, also von einer Seite daran vorbei gehen. Unter anderem mit einer Kirmes, Dorffest, Zoo (mit vielen Tieren), Unfällen (Rettungswagen usw.), Baustellen, Autokino und vielem mehr. Umso länger man sich einen Bereich ansah, umso mehr originelle Kleinigkeiten entdeckte man. Alles mit Licht, zum Teil mit Sound-Effekten und zum Teil auch mit Bewegung (Autos fuhren, Püppchen und Tiere bewegten sich usw.). Zum Beispiel auf dem Dorffest, dort gab es viele Buden, wo es z. B. unterschiedliche Blumen gab. Ein Mann fiel der Länge nach hin, ließ einen vollen Korb fallen. Ein Hund hob sein Beinchen an einem Strohballen. Eine Frau kramte in einer Handtasche. Hemden und Hosen wurden angeboten, die in Kabinen anprobiert werden konnten usw. Beim Feuerwehreinsatz, natürlich mit Blaulicht, loderten die roten Flammen. Jede halbe Stunde kam für ein paar Minuten der Nachtmodus. Alle Lichter gingen an, alle kleine Häuser, auch in einer schönen kleinen Altstadt (mit Kirche, Stadttor usw.) wurde alles schön beleuchtet. Dann ging ein Feuerwerk (viele kleine Lampen) über der Stadt los. Das war alles total genial gemacht. Wir waren etwa eine Stunde dort drin und ich glaube nicht, dass wir alles komplett gesehen haben. Wir haben uns immer wieder gegenseitig auf viele schöne kleine Sachen aufmerksam gemacht. Ja, aber wie gesagt, den hinteren Bereich konnte man nur schwer erkennen. Die kleinen Situationen, die in 1,5 Meter Entfernung aufgestellt waren, die konnten wir nicht mehr bis ins Detail erkennen (auch mein Freund mit Brille nicht). Aber trotzdem, alles in allem war es sehr schön, hat es sich voll und ganz gelohnt.

    Auf dem Rückweg hörte der Regen dann tatsächlich auf und die Sonne kam etwas raus. Das war dann allerdings ein total fieses Licht. Durch den nassen Boden hat es total geblendet und an Sonnenbrillen hatten wir morgens bei dem Regen natürlich auch nicht gedacht. Die Luftfeuchtigkeit wurde dann ganz extrem, total schwül warm.

    Wir sind dann erst noch Einkaufen gefahren. Mein Freund nimmt immer so wenige Sachen wie möglich mit in den Urlaub (im Gegensatz zu mir), hatte auch nur die eine Hose mitgenommen, die jetzt total nass war. Er wollte sich dann eine neue Jeans holen (was er auch gemacht hat, schon die dritte Hose, die er anprobiert hat, passte sehr gut). Während er in der Kabine die Hosen anprobiert hat, fiel mein Blick auf einen Ständer mit Jacken. Herbstjacken, also etwas dicker und Wasser- bzw. Regenfest (morgen ist ja schließlich der meteorologische Herbstbeginn). Zuerst sah ich zu bunte Jacken, dann in hellem Beige und dann in Braun. Die gefiel mir total gut, mit Kapuze und auch mit guter Einteilung der Taschen (einschließlich Reißverschluss). Die größte Größe in XL habe ich dann anprobiert (schließlich habe ich im Herbst Pullis darunter an) und sie passte auch sehr gut. Runter gezeichnet von 100 auf 70 Euro. Da konnte ich absolut nicht widerstehen. Eine schöne Erinnerung an den Urlaub, woran ich lange was haben werde. Ich habe sie mir noch in Blau angesehen (das hätte mir optisch auch gut gefallen), aber diese hatten sie nur bis Größe 42, viel zu klein für mich (die kriege ich gar nicht zu). Aber über diese braune Jacke (mal was anderes, sonst trage ich viele dunkle Jacken, auch in Schwarz) gefällt mir wirklich sehr gut.

    Danach folgten noch ein paar weitere, kleine Einkäufe. Auch noch Strümpfe, ein Wandkalender, ein schönes Bild mit LED-Beleuchtung (flackernde Kerzen) und ein paar Süßigkeiten. Ich kann im Moment einfach nicht widerstehen. Das wird zu Hause wirklich hart werden, diese ganzen Kalorien wieder runter zu kriegen. Aber wenn ich dann wieder aufpasse und regelmäßig Sport mache, dann kann ich es nach und nach schaffen. Und bis zur nächsten Kontrolle Ende Oktober habe ich ja schließlich noch 2 Monate Zeit. In dieser Zeit kann ich noch einiges schaffen. Selbst wenn ich das angepeilte Ziel (63 kg) dann nicht ganz schaffen sollte, ich will es zumindest so gut es geht versuchen, so nah wie möglich daran zu kommen.

    Am meisten werde ich zu Hause unsere abendlichen Strand- bzw. Meerspaziergänge vermissen. Jeden Abend nach dem Abendessen laufen wir los, etwa 30-60 Minuten lang eine große Runde "Auf und Ab". Das ist total schön. Heute waren bei Ebbe noch mehr Personen auf dem Watt unterwegs als gestern. Der Himmel zog sich da schon bedrohlich zu (gegen 20 Uhr). Für abends waren heftige Unwetter angesagt.

    So war es dann auch. Etwa ab 21.15 Uhr ging es los. Ein Blitz nach dem Anderen, es wurde immer wieder Taghell. Dazu ein heftiger Regen und hin und wieder ein sehr lauter Donner. Das hielt über eine Stunde, bis gegen 22.30 Uhr an, dann zog das Unwetter langsam wieder weiter.

    Eigentlich wollte ich heute Abend noch Sport machen, aber erstens war ich zu müde und zweitens (egal wie sich das jetzt anhört) hatte ich etwas Angst bei dem Gewitter, bei den heftigen Blitzen. Zu Hause macht mir das gar nichts aus, da vertraue ich unserem Blitzableiter voll und ganz. Aber hier, in dieser fremden Umgebung, hatte ich irgendwie so richtig Angst und habe mich, bis es vorbei war, ins Bett verkrochen. Das hängt vielleicht auch mit meiner Kindheit zusammen. Als Kind durfte ich bei Gewitter niemals duschen oder telefonieren. Wenn dann der Blitz einschlägt könnte man dabei sterben. Beim Duschen wäre es, als wenn man in der Wanne liegt und ein Fön (also Strom) dort reinfällt und beim Telefonieren (als Kind ja noch über Kabel und nicht über Funk) könnte der Stromschlag ebenfalls über die Telefonleitung kommen. Wenn ich als Kind duschen war oder telefoniert habe und es dann plötzlich gedonnert hat, also ein Gewitter kam, musste ich sofort aufhören, sofort raus aus der Dusche bzw. sofort das Telefon auflegen. Mein Freund hat mir zwar schon so oft gesagt, dass das Blödsinn ist, dass er davon noch nie was gehört hat, aber ganz kriege ich diese Unsicherheit nicht aus meinem Kopf raus.

    Nach meinem Sport gehe ich immer Duschen. Wenn ich eine halbe Stunde Kniebeugen, Ausfallschritte, Liegestütze usw. gemacht habe, dann muss ich immer erstmal Duschen gehen. Da ich heute nicht wusste, wie lange das Unwetter dauert, wollte ich erst danach mit dem Sport (also auch dem Duschen) beginnen. Aber hier im Hotel will ich (nach 30 Minuten Sport) nicht mehr nach 23 Uhr duschen (um die anderen Hotelgäste nicht zu stören, im Gegensatz zu unserer Wohnung zu Hause ist es hier sehr hellhörig).

    Nun gut, nächste Tage (Morgen/Übermorgen) will ich das "Urlaubstraining" dann doch nochmals durchziehen. Grundsätzlich finde ich es auch gut, dass ich diesen neuen kleineren Trainingsplan bekommen habe. Wenn ich zu Hause nach dem Fahrradfahren keine Lust mehr zu dem vollen Programm habe, dann kann ich zumindest noch auf diesen kleineren Plan zurückgreifen.

    Bezüglich des Trainings muss ich gerade an letztes Jahr denken, also an meinen Geburtstag, der jetzt ja immer näher rückt. Letztes Jahr hat er mir ein kleines Radio geschenkt, an dem ich einen MP3-Player anschließen konnte. Darüber hatte ich mich sehr gefreut. Das ist der einzigste Nachteil am Training in unserem Wohnzimmer. Wir wohnen ja an einer Hauptstraße. Wenn die Fenster zu sind, dann hört man nichts von draußen, die sind total dicht. Aber er achtet immer darauf, dass ich die Balkontüre beim Training auf mache, dass etwas Luft rein kommt. Ja, aber dadurch ist es durch die vielen Autos natürlich auch etwas lauter. Wir führen dabei zwar immer sehr interessante Gespräche, aber Radio, also Musik kann man dabei vergessen. Letztens habe ich mein Radio dabei mal an gemacht. Vor dem Training, also mit geschlossener Balkontüre, hatte ich eine gute Lautstärke eingestellt. Aber was soll ich sagen, während des Trainings, also mit geöffneter Balkontüre, konnte man gar nichts mehr vom Radio hören und ich habe es schließlich auch aus gemacht. Ja, das finde ich wirklich schade, ist aber bis jetzt auch der einzigste Nachteil beim Training in unserem Wohnzimmer. Aber dafür führen wir dabei halt auch immer wieder sehr interessante Gespräche (irgendwelche Themen ergeben sich bei uns immer wieder).

    So, morgen ist ja der 1. September. Das heißt, morgen kann ich schon sagen, dass ich in diesem Monat, oder besser gesagt, dass ich schon nächste Woche Geburtstag habe. Dann werde ich 46 Jahre. Meine Geburtstage sind für mich auch immer mit einer gewissen Aufregung verbunden, weil ich dadurch halt immer im Mittelpunkt stehe, was ich ja nicht so mag. Aber trotzdem ist es halt ein besonderer Tag.

    Außerdem ist es wieder unser "kleiner Jahrestag", wie wir es immer nennen. Am 01. September 1987 war mein erster Ausbildungstag, an dem ich halt auch meinen Freund kennengelernt habe (am 1. Februar 1988 sind wir dann zusammen gekommen, das feiern wir jedes Jahr als unseren "Jahrestag"). Ja, 28 Jahre kennen wir uns schon. Vor 28 Jahren fing es mit den ersten kleinen Gesprächen in der Pause an (wir haben uns ja auf der Arbeit kennengelernt), es folgten (ab Oktober) die ersten Verabredungen an den Wochenenden (zusammen was Essen/Trinken gehen, zusammen ins Kino gehen usw.), bis wir dann schließlich zusammen gekommen sind. Aber dieser 1. September ist mir dennoch bis heute wichtig, dass wir uns auf der Arbeit "über den Weg gelaufen sind", das erste Gespräch, das erste Kennenlernen, dass wir uns sofort so gut verstanden haben, von Anfang an so sympathisch waren, auf einer Wellenlänge waren.

  • So. 30. August 2015 (St. Peter-Ording u. Tierpark Westküstenpark)

    Auch heute war wieder ein schöner Tag. Wettermäßig war er eher "durchwachsen", überwiegend stark bewölkt, aber immerhin trocken (und nur leicht windig).

    Heute waren wir zunächst in St. Peter-Ording. Diese Stadt ist auf jeden Fall bekannter als Büsum, aber wir sind froh, dass wir uns für Büsum entschieden haben. In St. Peter-Ording gibt es nur ein paar Geschäfte (überwiegend für Lebensmittel), die wir uns heute Vormittag angeguckt haben. Gar kein Vergleich zu Büsum, wo es sehr viele Geschäfte gibt. In St. Peter-Ording steht der Strand und der Wassersport total im Vordergrund, wofür wir uns halt gar nicht interessieren. In den Geschäften fühlten wir uns total fehl am Platze. Wir bekamen dort mehrere Gespräche von den anderen Besuchern/Urlaubern mit, die sich über den Wassersport unterhalten haben, welche Erfolge sie beim Surfen bereits gemacht haben, wie hoch die Wellen bei dem Wind waren usw. Mein Freund bezeichnete ein paar von diesen Gesprächen auch als "Schicki-Micki" und war auch schon am Drängen, dass er wieder fahren wollte. Also dort hätten wir uns urlaubsmäßig ganz bestimmt nicht wohl gefühlt.

    Dann wollten wir eigentlich etwas an den Strand, aber das konnte man vergessen. Zunächst haben wir es zu Fuß versucht, liefen vom Parkplatz aus Richtung Südstrand. Der Strand dominiert dort das ganze Stadtbild, ist größer als alles andere. Zum Strand laufen konnte man vergessen, das wären wahre Kilometermärsche gewesen. Auch wenn wir das Laufen an sich ja lieben, wir wollten ja nur mal kurz am Strand gucken, uns ein Bild davon machen, wie es dort aussieht, wie hoch dort die Wellen sind, wie die Surfer auf den Wellen aussehen. Wir dachten, es sähe dort ähnlich aus wie in Neuharlingersiel, halt nur ein bisschen größer. Da wir nicht bis zum Südstrand kamen, das wäre wirklich ein Kilometermarsch geworden, sind wir dann wieder zum Auto gegangen und haben den Hauptstrand gesucht.

    Ich habe vorher Bilder von dort gesehen, dass es ein Restaurant gibt, das "auf Stelzen" auf das Meer bzw. auf eine lange Brücke, weit ins Meer hinaus gebaut worden ist. Es hätte mich gereizt, darin mal was zu trinken, beim Trinken oberhalb vom Meer zu sitzen. Ja, aber wie gesagt, aus Strand bzw. Sand machen wir uns gar nichts. Wir hatten mehr den Strand von Neuharlingersiel vor Augen, wo man am Rand des Wassers sehr gut spazierengehen kann (und den Wellen lauschen kann).

    Wir wussten natürlich auch nicht, dass dort die Weltmeisterschaft im "Kitesurfen" ausgetragen wird (mit dem "Lenkdrachen", was wir hier letzte Tage ebenfalls etwas beobachtet haben). Natürlich hätte mich das sehr interessiert, aber der Trubel drum herum war uns viel zu groß. Wir fanden keinen Parkplatz, überall standen schon Ordner, um die Autos einzuweisen und natürlich mussten die Parkplätze auch bezahlt werden. Ja, und diese Parkplätze waren natürlich auch außerhalb, also ganz am Rand des Strandes (der Strand ist "unendliche" Meter lang, das Meer kann man vom Rand aus nur "erahnen"). So eine lange Strecke wollten wir ganz bestimmt nicht durch den Sand Richtung Meer (Richtung Restaurant) laufen. Wir gaben es dann schließlich auf (uns war dort alles viel zu groß und zu voll) und drehten um.

    Wir fuhren dann zum "Westküstenpark", einem Tierpark, der zu St. Peter-Ording gehört. Dank des unbeständigen Wetters (und wohl auch Dank des "World Cup" der Kitesurfers) war im Tierpark nur sehr wenig los. Wir waren etwas über 2 Stunden dort drin. Es war ganz schön, "riss" einen aber nicht "vom Hocker". Am schönsten fand ich das "Robbarium", also die Seehunde, die ich auch am längsten beobachtet habe. Einfach nur total süß. Ansonsten gab es dort noch Esel, Ziegen, Storche, Fische (also ein kleines Aquarium), Hühner, Meerschweinchen, Enten (sehr große, viel größere als bei uns zu Hause) usw. Also ein schöner kleiner Tierpark, aber halt nichts Besonderes. Dagegen haben wir im Laufe der Jahre schon so einige, viel schönere und größere Zoos und Tierparks gesehen.

    Danach sind wir wieder zurück gefahren. Zuerst ein kleiner Einkauf (bei dem ich mir etwas Süßes geholt habe, Schoko-Plätzchen und Schoko-Waffeln, ich konnte absolut nicht widerstehen), danach haben wir es uns im Zimmer bequem gemacht. So schön das viele und lange Laufen immer ist, trotzdem schlaucht es und dann sind wir halt froh, wenn wir die Beine mal wieder hochlegen können.

    Nach dem Essen, 18 Uhr, ich esse hier, auch wegen der blöden Allergien meistens das Gleiche (Schnitzel mit Pommes, da kann ich meistens nicht viel Falsch machen), sind wir noch etwas spazieren gegangen. Eine große Runde am Meer entlang, wo wieder Ebbe war. Hier ist ja kein Sandstrand an sich (nur in einem kleinen Bereich), sondern eher ein Deich (mit Wiese) entlang des Meeres. Dort haben wir einen schönen Spaziergang gemacht. Zu der Zeit waren sehr viele Menschen auf dem Watt unterwegs. Ich finde das schon sehr witzig, mal ist dort das Wasser, die ganzen Wellen und mal (bei Ebbe) kann man dort "auf dem Meeresgrund" spazieren gehen. Auf dem Rückweg habe ich die Karten (Ansichtskarten) dann noch in den Briefkasten geworfen, die ich heute Abend beim Essen geschrieben habe (als wir auf das Essen gewartet haben).

    Beim Essen hat sich noch so eine lustige Situation ergeben. Mein Freund hat ein großes Glas Bier getrunken (0,5 l). Das Glas scheint kaputt gewesen zu sein, irgendwie ein kleiner Riss im unteren Bereich. Auch ohne Trinken leerte sich das Glas ganz langsam, der Bierdeckel darunter "siffte" total ein und auf der weißen Tischdecke darunter bildete sich ein dunkler, gleichmäßiger Kreis, der langsam gleichmäßig immer größer wurde. Ich habe es zuerst gesehen und fing direkt an zu lachen, meinte schon, ob wir in "Verstehen Sie Spaß" wären. Mein Freund zeigte es dann dem Kellner und von ihm konnten wir uns diesbezüglich ein paar sehr gute Sprüche anhören, bis wir schließlich total am lachen waren. So was haben wir wirklich noch nicht erlebt. Mit diesem Kellner hatte ich übrigens telefoniert und unsere Buchung durchgesprochen. Er ist "in Natura" genauso nett und locker, total sympathisch, wie ich ihn auch schon am Telefon "kennengelernt" habe.

    Heute Abend haben wir eine neue Zimmernachbarin bekommen. Eine ältere Frau (Mitte 70) mit ihren beiden Hunden (Dackeln). Einer ist etwas zurückhaltend, aber der andere kam direkt auf uns zu. Während wir uns mit ihr unterhalten haben (dass sie auf dem Hinweg in einem langen Stau stand), haben wir uns intensiv mit den Hunden beschäftigt, haben den einen Dackel schön gestreichelt, mit ihm etwas auf dem Flur (vor unseren Zimmern) gespielt. Das war total schön (wir lieben halt Tiere, insbesondere Hunde und Katzen). Morgen früh beim Frühstücken werden wir uns wohl wiedersehen.

    Vielleicht ist mein Freund dann mal etwas besser drauf. Mit einem "Morgenmuffel" im Urlaub ist es nicht immer ganz so leicht. Zu Hause können wir uns morgens immer gut aus dem Weg gehen (auch wegen unterschiedlicher Arbeitszeiten), aber im Urlaub ist das halt nicht möglich. Ich brauche morgens zwar immer Anlaufzeit bis ich aufstehe, stelle meinen Wecker dafür immer früher (mindestens eine halbe Stunde, bevor ich aufstehen muss), aber dann bin ich wirklich fit (und auch sofort gut drauf). Meinen Freund sollte man morgens die ersten 1 - 2 Stunden am besten gar nicht ansprechen, weil er sonst anfängt zu "knöttern". Ihm ist dann alles egal und er meckert über absolut alles. Mittags bzw. Nachmittags und Abends ist er immer total gut drauf, total locker, hat viele gute Sprüche drauf, was haben wir beide schon gelacht. Aber morgens ist mit ihm "nicht gut Kirschen essen", wodurch immer mal wieder kleine Reibereien entstehen. Das lässt sich nie vermeiden, ist in unseren Urlauben immer normal (spätestens mittags sind diese Reibereien dann eh wieder vergessen, "Schnee von gestern" bzw. "Schnee von morgens" sozusagen). Das Frühstücken verläuft bei uns immer schweigend, bloß nichts sagen, er will dabei immer in Ruhe was lesen. Mal sehen, wie es morgen dann läuft, wenn uns die Dackel-Mutter schon beim Frühstück begrüßt.

    Morgen soll das Wetter ganz schlecht sein, überwiegend nur Wolken, Regen und auch Gewitterneigung. Wir haben zwar den nächsten Ausflug geplant (wieder eine Stadt angucken), mal sehen, wie das läuft, falls es dann wirklich so regnen sollte.

    Sport habe ich heute Abend nicht mehr gemacht, ich war total kaputt, wollte nur noch liegen und die Beine hochlegen. Außerdem habe ich mir bei unserem abendlichen Spaziergang am Strand noch einen Eisbecher Spaghetti-Eis gegönnt. Das war super, super lecker, mit dick Sahne, einer Waffel und reichlich Erdbeer-Soße. Das lag dann allerdings auch sehr schwer im Magen. Damit und mit den "schweren Beinen" (etwas Muskelkater in den Waden) konnte ich mich absolut nicht mehr zum Sport aufraffen. Langsam aber sicher muss ich mich allerdings wieder bremsen. Die restlichen Schoko-Plätzchen und Waffeln, die ich mir geholt habe (je eine Packung, wovon ich heute Nachmittag erst ein paar gegessen habe), die werde ich wohl noch essen, aber danach ist dann "Schluss mit lustig" (zu Hause im Tiefkühlschrank "wartet" ja auch noch ein Käsekuchen auf mich bzw. auf uns). Irgendwie muss ich diese Kalorien ja schließlich wieder runter kriegen. Zu Hause ist dann erstmal wieder "Diät" und regelmäßiger Sport angesagt (also auch regelmäßiges Fahrradfahren, die Kalorien wieder verbrennen). Außerdem freue ich mich schon darauf, wenn mein Freund wieder kocht (was ich mit den Allergien vertrage), wenn er mal wieder Gemüse usw. macht. Mal wieder was anderes zu essen, ja darauf freue ich mich wirklich schon.

  • Technik, die begeistert..... :-(

    Nur noch mal eben als Hinweis.....

    Ich bin hier ja über Funk im Internet. Mit dem Aldi-Stift.

    Gestern Nacht, nach meinem Tagebucheintrag, wollte ich noch eine Runde durch die Nachrichten surfen, das Wetter usw. Plötzlich hatte ich keinen Zugriff mehr aufs Internet.

    Den Aldistift hatte ich zu Hause noch mit 30 Euro aufgeladen (2 x 15 Euro Guthabenbon). Plötzlich wurde mir angezeigt, dass auf meinem Stift noch 0,00 Euro Guthaben wäre. Das kann schon gar nicht sein, da man damit für 24 Stunden immer 1,99 Euro bezahlt, also eine krumme Summe. Ein paar Cent müssten immer noch drauf sein.

    Nun gut, ich habe es mehrmals versucht, auch jetzt gerade noch, aber diese 30 Euro sind weg, werden nicht mehr angezeigt.

    Zum Glück hatte ich vorsichtshalber noch den Internetstift von Lidl mitgenommen, den ich letztes Jahr neu gekauft hatte. Da sind noch 20 Euro drauf.

    Also falls mal kein Eintrag kommt, dann komme ich mal wieder nichts ins Internet. Dann speichere ich meine Einträge hier auf der Festplatte ab und setze sie Donnerstag Abend (zu Hause) hier rein. So ist das halt mit der Technik...... Darauf habe ich leider keinen Einfluss.

  • Sa. 29. August 2015 (Stadt Heide u. Museen)

    Auch heute war wieder ein sehr schöner Tag.

    Heute morgen (direkt nach dem Frühstück) waren wir zunächst in Heide, wo Samstags immer ein großer Wochenmarkt ist. Dort haben wir ein paar Sachen gekauft. Es war echt total interessant, was dort alles angeboten worden ist. Über Ledersachen, Obst, Gemüse, Fisch, Blumen, Käse, Schmuck, Pflegeprodukte fürs Auto, Taschen usw. auch Hühner, viele verschiedene Sorten, die dort in kleinen Käfigen waren (auf ihre neuen Besitzer "gewartet" haben). Sie taten mir irgendwie so richtig leid. Zum Teil 4, 5 und mehr Hühner in einem kleinen Käfig, die sich ständig gegenseitig hin und her drängten. Mein Freund fand es total interessant und faszinierend, wann sieht man auf einem Markt schon mal lebende Hühner, die dort verkauft werden, aber mir taten sie einfach nur Leid. Ich ging schnell weiter, habe mir dann lieber den nächsten Stand in Ruhe angesehen.

    Anschließend waren wir dort auch in der Innenstadt, in mehreren Geschäften, haben auch dort ein paar Sachen geholt. Unter anderem einen neuen Rucksack ("Arbeitsrucksack") für meinen Freund, ein neues Schlüsselmäppchen (aus Leder) sowie einen neuen Radiowecker, da auf seinen zu Hause kein Verlass mehr ist. Außerdem hat er sich eine neue Salbe geholt, die gegen einen "Tennisarm" helfen soll (so eine Art "Pferdebalm"). Seit unserem Umzug im letzten Jahr, als er alle Umzugskartons getragen hat, hat er immer mal wieder Schmerzen im rechten Arm. Anfangs war es so heftig, dass er vom Arzt Spritzen und eine Bandage bekam. Inzwischen geht es zwar besser, aber zeitweise merkt er es immer noch. Er probiert dann gerne mal solche Salben aus, die ihm zum Teil auch schon etwas geholfen haben.

    Das Wetter war bzw. wurde im Laufe des Tages besser, als wir gedacht haben. Also besser, als es angekündigt war. Morgens war es noch sehr frisch und wolkig, so dass wir beide unsere Jacken dabei hatten. Aber bis mittags setzte sich dann die Sonne durch und es wurde immer wärmer und angenehmer.

    Für mich war dieser Tag sozusagen fast schon "kostenlos", da ich heute alles von dem Geld bezahlt habe, das mir mein Trainer für die Trainingsstunde kurz vor unserem Urlaub geschenkt hat. Zuerst habe ich mir eine neue Handtasche geholt. Auch wenn ich schon einige habe, sie gefiel mir halt einfach so gut, ist auch ziemlich geräumig, da passt einiges rein. Dann habe ich mir eine neue Salbe für meine Lippe geholt. Kurz vor dem Urlaub bekam ich mal wieder eine Herpesblase an der Lippe. Ich habe sie zwar täglich eingerieben, sie ist auch schon kleiner, hält sich aber dennoch hartnäckig (war inzwischen schon ziemlich verkrustet und tat weh). Die neue Creme ist gut, ich habe sie heute Abend direkt benutzt. Dann habe ich noch einen 2er-Pack schöne neue Handtücher mit blau-weißen Streifen geholt. Schön dick, kuschelig und saugfähig, das Richtige nach dem Duschen. Außerdem habe ich mir noch 2 weitere "Münzen" mit dieser "Präge-Maschine" gedruckt. Davon gibt es hier mehrere (an verschiedenen Standorten) mit jeweils anderen Motiven.

    Nachmittags waren wir dann noch in zwei Museen. Zuerst im "Museum am Meer". Das war sehr interessant. Es handelte halt von allem rund um das Meer. Wie die Fischer in dieser Region leben (von der Jahrhundertwende 1800/1900 bis heute), wie die Fischerei an sich abläuft (mit Berichten über die verschiedenen Fische/Krabben sowie die verschiedenen Schiffen/Kutter), wie sie sich auf dem Meer orientieren (also von den Leuchttürmen usw.), wie Rettungsmaßnahmen bei Problemen aussehen (also von der SAR usw.) und wie ihre Freizeit zum Teil aussieht, mit welchen Hobbys sie sich, auch an Bord, die Zeit vertreiben. Außerdem wie die Verarbeitung (bis zum Verkauf) der Krabbenfischerei abläuft. Alles in allem war es sehr interessant.

    Danach waren wir im Aquarium, das ebenfalls sehr interessant war. Dort gab es "alles", die verschiedensten Fische, viele Arten (und Größen) von Schildkröten, Rochen, Piranhas, Haie, Krebse, Seepferdchen, Quallen usw. (sowie Schlangen, Frösche usw.). Sehr interessant waren auch die Versteinerungen, da es manche Fischarten usw. ja schon vor rund 200 Mio. Jahren auf der Erde gab. Sie lebten schon lange vor den Dinosauriern. Manche Fische sind im "Verstecken" super gut, nehmen ihre Umwelt (Steine, Sand) so auf, so dass man sie kaum noch als Fisch erkennen kann. In einigen Becken ging dadurch die große Suche los, bis wir sie dann endlich gefunden haben. Wie heißt es doch so schön, "Platt wie ne Flunder". In einem Becken lagen auf dem Boden mehrere Fische, die man aber erst nach mehrmaligem Hinsehen erkannt hat (auch erst, als sie sich bewegt haben). Ein Fisch sah wirklich wie ein Stein aus. Hätte er sich dann nicht bewegt, seine Augen und Flossen bewegt, dann hätte ich ihn wahrscheinlich nie entdeckt. Ja, auch dieses Museum (also das Aquarium) war total interessant, vor jedem Becken blieben wir mehrere Minuten stehen, haben uns die Beschreibung und Erläuterungen zu den einzelnen Fischen/Tieren in Ruhr durchgelesen und dann die Fische "gesucht" bzw. auch etwas beobachtet.

    Parkplatz-mäßig war es hier heute übrigens kein Problem (wegen der Veranstaltung), da unser Parkplatz (vom Hotel) ja ziemlich versteckt im Hinterhof zwischen den Wohngebäuden liegt. Aber die Stadt an sich war dennoch viel voller als sonst.

    Mein Freund ist übrigens bezüglich Lotto, also der Bingokarten so enttäuscht, die wir am letzten Wochenende in Greetsiel gekauft haben. Wir dachten immer, man könne diese Lottoscheine an jeder Lotto-Annahmestelle eintauschen (also auch bezüglich des Gewinnes). Das stimmt zwar schon, aber nur innerhalb des Bundeslandes (wo man sie gekauft hat). Da Greetsiel ja in Niedersachsen liegt, könnte man diese Bingo-Scheine auch nur im Bereich Niedersachsen prüfen und eintauschen lassen. Wir haben es hier in Schleswig-Holstein versucht, aber sie haben ein etwas anderes System, bei den Karten aus Niedersachsen wird gar nichts angezeigt. Sonntags ist ja immer die Ziehung der Zahlen (was mein Freund Sonntag Nachmittags meistens auf NDR guckt) und ab Dienstags werden die Gewinne dann ausgezahlt. Er hat gestern, also am Freitag, direkt zwei neue Bingokarten (einschließlich Spiel 77 und Super 6) gekauft. Die können wir dann ja am Dienstag "einlösen" bzw. überprüfen lassen (da wir ja erst am Donnerstag wieder nach Hause fahren). In Greetsiel waren wir ja nur von Donnerstag bis Freitag, am Dienstag, als die Gewinne vorlagen, da waren wir ja schon wieder zu Hause in Nordrhein-Westfalen. Aber wir haben ja gedacht, dass man es in ganz Deutschland einlösen kann. Dass es in jedem Bundesland anders läuft, dass es auch überall andere Geräte sind, damit haben wir absolut nicht gerechnet. Also können wir die alten Karten jetzt wegschmeißen und nur hoffen, dass wir darauf keinen Gewinn hatten.

    Abends wollte ich noch Sport machen, aber wir waren beide total kaputt. Ich dachte schon, dass die Schmerzen wieder losgehen würden, weil ich heute in den Fersen und Waden zeitweise heftige Schmerzen hatte (beim Laufen). Aber mein Freund hat mich beruhigt, dass auch er beim Laufen in den Waden einen heftigen Muskelkater hat. Auch er merkt jeden Zentimeter in diesem Bereich. Deswegen haben wir heute Abend auch einen ruhigen Abend gemacht. Wir wollten nach dem Abend eigentlich noch raus, eine Runde laufen, gingen stattdessen schon um 19.30 Uhr auf das Zimmer und haben uns hingelegt, Beine hoch, bloß nicht mehr Laufen (zu Sport konnte ich mich absolut nicht mehr aufraffen). So viel, wie wir hier an einem Tag laufen (so auch gestern), so viel laufen manche Menschen (wie z. B. meine Mutter und ihr Freund) in einem Monat (oder auch länger) nicht. Kein Wunder, dass unsere Beine dann irgendwann mal schlapp machen.

    Für morgen planen wir zwar bereits den nächsten Ausflug, aber in den nächsten Tagen wird es dennoch schwierig, da wir hier (laut Wetterbericht) täglich mit wechselndem Wetter, also auch mir Regen und Wind rechnen müssen. Und Regen ist (selbst mit der "richtigen Kleidung") bei manchen Ausflügen halt schwierig.

    Wir wollten ja eigentlich auch nach Hamburg, zum größten Zoo Deutschlands (Zoo Hagenbeck), aber das ist zur Zeit fraglich. Zum einen wegen dem Wetter. Im Regen lohnt es sich nicht (es wäre ja über eine Stunde Fahrt bis dorthin), wenn die Tiere nur in den Käfigen sind. Außerdem mögen wir beide keine Großstadt. Lieber eine Woche in Neuharlingersiel, als einen Tag in Hamburg zu verbringen (oder in anderen Großstädten, in Berlin waren wir vor ein paar Jahren, das war gar nichts für uns, alles viel zu groß, zu laut und zu unübersichtlich). Außerhalb von Städten, auf freien Strecken "auf dem Lande", fährt mein Freund liebend gerne Auto. Die Strecke hierhin hat ihm (bis auf den Stau in Hamburg) auch sehr gut gefallen. Aber er hasst halt so ein großes Verkehrsaufkommen und Staus, das ist gar nichts für ihn (dann wird er schnell genervt und gereizt). Wir dachten, dass der Zoo (Hagenbeck) weiter außerhalb liegen würde. Er liegt aber mehr in Richtung Stadtmitte. Schon auf dem Hinweg kamen wir an der Zoo-Abfahrt vor. Wir waren im Stau, mächtiges Stopp and Go. Meinem Freund reicht es schon, dass wir dort am Donnerstag auf dem Rückweg dann wieder vorbei müssen. Er hat keine Lust, sich mitten im Urlaub auf der Autobahn durch dieses "Nadelöhr", durch diesen Stau zu schieben (und ich ehrlich gesagt auch nicht). Deswegen haben wir die Idee mit diesem Zoo vorerst "aufs Eis gelegt". Und dann halt mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt. Im Regen werden wir diese Strecke ganz bestimmt nicht fahren (wenn die Tiere dann alle drin sind).

    Ja, und heute Abend haben wir dann einen gemütlichen Fernseh- und Lese-Abend gemacht. Im WDR (was wir hier tatsächlich auch kriegen) war eine interessante Sendung. Der Schlager von früher bis heute, Berichte über viele Schlagersänger von den 60er Jahren bis heute. Das war sehr interessant, mal wieder von einigen Sängern bzw. Sängerinnen zu hören, an die wir schon lange nicht mehr gedacht haben.

    Aber egal wie schön der Urlaub im ganzen ist, ich denke immer mal wieder an zu Hause, an meinen normalen Arbeitsalltag, habe inzwischen auch schon mehrmals von meiner Arbeit, von der Zentrale usw. geträumt. Ebenso von meinem Sport, woran ich heute im Museum, als ich zeitweise gehumpelt bin und dann auch eine "Zwangspause" (Sitzen) machen musste gedacht habe. Das ist halt mein Leben, das macht mir alles in allem einfach Spaß. So ein Urlaub ist zwar immer wieder schön, aber trotzdem gefällt mir mein normaler Alltag halt auch sehr gut. Vielleicht kommen diese Gedanken auch, weil wir wegen dem unbeständigen Wetter unsere Ausflüge nicht so richtig planen können, alle geplanten Ausflüge etwas in der Schwebe sind (wir immer nur spontan die einzelnen Ausflüge durchführen können). Ja, aber dennoch, nach zwei Wochen Abstand, also zwei Wochen Urlaub freue ich mich schon jetzt wieder auf meine Arbeit, auf meinen Sport, auf meinen normalen Alltagsrhythmus.

    Ernährung:
    8 Uhr 2 Brötchen (mit Erdbeer- und Kirsch-Marmelade), 1 Ei.
    16 Uhr 2 Milky-Way (wir waren Einkaufen, ich hatte schon so einen Hunger und die "Quengelware" lag halt so schön griffbereit).
    18 Uhr paniertes Schnitzel "Wiener Art" mit Pommes. Als Nachtisch Pfannkuchen mit Vanille-Eis und Sahne.

  • Fr. 28. August 2015 (Büsum)

    Auch heute war im ganzen ein sehr schöner Tag, den wir nur in Büsum verbracht haben.

    Abgesehen davon, dass uns letzte Nacht eine Mücke mächtig genervt hat, war die letzte Nacht schön ruhig. Das Frühstück war gut, ist aber natürlich in jedem Hotel anders. Man muss sich immer zunächst neu orientieren, was angeboten wird, was man wo findet. Bezüglich Kaffee ist hier z. B. "Selbstbedienung". In den meisten Hotels bekommt man (nach einer Nachfrage, was man trinken möchte) eine Kanne Kaffee an den Tisch gebracht. Hier stehen immer einige Kannen griffbereit beim Frühstücksbuffet, die man sich dort einfach wegnehmen kann. Ich esse morgens immer ein gekochtes Ei. Hier sind die Eier bereits gepellt und halbiert, man kann sie sich halt so dort wegnehmen. Ja, jedes Hotel ist anders, im großen und ganzen war das Frühstück aber völlig in Ordnung.

    Zuerst waren wir heute Morgen auf dem Wochenmarkt (den haben wir nach einer kurzen Suche schnell gefunden). Der war größer als wir dachten. Dort haben wir ein paar Kleinigkeiten geholt. Unter anderem habe ich mir dort noch 3 Äpfel geholt (heute Abend bereits einen gegessen) und ein Stück Seife mit passender Seifenablage. Hin und wieder benutze ich zwar auch flüssige Seife (insbesondere wenn ich wo anders bin, z. B. im Büro usw.), aber zu Hause benutze ich immer schon am liebsten "feste" Seife (von Kindheit an). Davon habe ich mir halt eine schöne neue mit passender Ablage geholt.

    Danach waren wir in einigen Geschäften, sind viel gebummelt, haben auch ein paar Kleinigkeiten geholt. Dann wollte ich endlich das Meer sehen. Es war gerade Flut. Wir sind dann etwa 1,5 Stunden am Meer, an den Dünen Auf und Ab gelaufen. Das war einfach nur super schön. Die ganze Zeit hörte man das Plätschern des Wassers. Wir haben die ganze Zeit die Wellen beobachtet, die Schaumkronen, die sich auf den Wellen gebildet haben, wie die Wellen an die Dünen geschlagen sind. Auf der Wiese sahen wir mehrere Kinder mit großen Lenkdrachen, die wir ebenfalls beobachtet haben. Auf dem Meer waren mehrere Surfer unterwegs. Manche mit Segel und andere ebenfalls mit solchen Lenkdrachen (keine Ahnung, wie die ganzen Fachbegriffe dafür sind). Es sah auf jeden Fall total klasse aus, wenn der Wind den Drachen "aufgebläht" hat und sie so richtig gut Fahrt bekommen haben, mit vollem Speed über das Meer "schossen". Ein paar mutige Personen waren sogar im Wasser, schwammen etwas oder "standen rum" (im Wasser) und haben sich unterhalten (so mutig wäre ich nie gewesen, es war heute zwar trocken aber ganz extrem windig). Diese 1,5 Stunden am Meer gingen auf jeden Fall Ruck-Zuck um.

    Danach hatten wir beide dann mächtig Hunger, gingen erstmal was Essen (es war inzwischen ja auch schon 13 Uhr). Wir haben beide Schnitzel mit Pommes genommen (mein Freund als Jägerschnitzel, ich wieder als normales paniertes Schnitzel, das liebe ich halt). Auf den Nachtisch, das Eis, habe ich lieber verzichtet (weil ich auch nicht wusste, wie der weitere Nachmittag/Abend essensmäßig verläuft) und habe dann lieber noch eine Tasse Kaffee getrunken.

    Leider waren die Pommes mit einem Paprika-Gewürz gewürzt und gegen Paprika habe ich halt eine Allergie (Durchfall-mäßig). Bevor es losgehen konnte (also auch die Bauchschmerzen) sind wir direkt nach dem Essen zur Apotheke gegangen, haben erstmal Imodium akut geholt, was ich auch direkt vorbeugend eingenommen habe (hätte ich es nicht gemacht, dann wäre mein Tag sehr kurz geworden, also mit langen "Pausen" auf dem Klo einschließlich heftiger Bauchkrämpfe, worauf ich halt gerne verzichten wollte). In der Apotheke habe ich mir dann auch mal wieder die leckeren Hustenbonbons "Kinder Em Eukal" geholt (Wildkirsch-Geschmack), die ich hin und wieder total gerne mag.

    Danach haben wir rund 2 Stunden Mittagspause gemacht (vom langen Laufen waren wir beide mächtig kaputt). Danach ging es wieder los, eine ganz große Runde rund um den Hafenbereich und auch nochmals entlang der Nordsee.

    Am Hafen war heute eine kleine musikalische Veranstaltung. Tagsüber wurden überwiegend nur Seemannslieder gespielt und gesungen (auch "Wenn die bunten Fahnen wehen" usw.), gegen Abend wurde es dann interessanter. Immer im Wechsel zum Teil echt gute Sänger oder per DJ. Zum Teil Schlager aus den 70er Jahren, die wir alle kannten (z. B. "Liebeskummer lohnt sich nicht", "Aber dich gibts nur einmal für mich" usw.), Country Road, Elvis, Andrea Berg, Beatrix Egli, Helene Fischer, Udo Jürgens usw. Im Grunde war für jeden was dabei. Das war zum Teil echt schön (alle Lieder gefallen uns natürlich auch nicht, aber die meisten Lieder waren echt schön). Und da morgen Lieder-mäßig nicht so ganz unser Fall sein wird, fanden wir den heutigen Tag halt umso besser.

    Dann ging die Sonne langsam unter. Wir düsten schnell zurück zum Hotel, weil mein Freund seinen guten Fotoapparat holen wollte (er hat zwei Kameras, eine kleine Kompakte und eine große von Nikon mit auswechselbarem Objektiv). Er wollte den Sonnenuntergang fotografieren. Dazu liefen wir ein ganzes Stück an der Nordsee entlang (wo inzwischen Ebbe war). Noch einige weitere Urlauber hatten diese Idee. So lief dann "eine halbe "Völkerwanderung" der Sonne bzw. dem Sonnenuntergang entgegen. Am "Ziel" angekommen zückten dann alle ihre Fotoapparate (auch Handys usw.) und "knipsten" drauf los. Das sah aber wirklich sehr schön aus. Innerhalb von wenigen Minuten verschwand die Sonne am Horizont und der Himmel färbte sich so richtig schön rot. Hinter uns "leuchtete" dabei der kräftige, große Vollmond und am Hafen ging der Leuchtturm in Betrieb. Die ganze Atmosphäre war super schön.

    Am Hafen wurden gerade Elvis-Lieder gespielt (also von einem guten Sänger gesungen), was wir uns dann noch etwas angehört haben. Dann machten wir uns wieder zurück zum Hotel. Nach einer kurzen Pause (Beine hochlegen, die uns beide nach dem vielen Laufen mächtig weh taten) habe ich dann erst noch mein Sportprogramm durchgezogen. Das fiel mir hier schon schwerer, weil der Boden härter ist. Holzboden, also Laminat und ich habe nur ein dünnes, großes Badetuch hingelegt. Das war für mich eine enorme Überwindung, auf diesem harten Boden Liegestütze zu machen (auf den Knien) und auch Crunches usw. (mit dem Rücken flach auf diesem harten Boden zu liegen). Aber ich habe es dennoch geschafft (bei den 30 Sek. Unterarm-Liegestütz hat mein Freund wieder auf die Uhr geguckt).

    Anschließend musste ich dann noch etwas "arbeiten", habe unsere Sachen für morgen noch eben schnell über gebügelt (Bluse und Polohemd), da im Koffer alles etwas "knubbelig" geworden ist. Das Bügeln auf dem Boden (auf einem Handtuch mit einem kleinen Reisebügeleisen) kann man natürlich nicht mit dem Bügeln zu Hause am Bügelbrett vergleichen. Das war ein mächtiger Kampf, bis ich alle Falten weitestgehend raus hatte. Zumindest soweit, dass wir die Sachen morgen anziehen können (völlig glatt bekommt man die Sachen so ja nicht).

    Danach haben wir im Fernsehen den Mitschnitt eines Auftrittes der Zauberer Ehrlich-Brothers geguckt. Das war total interessant. Wir waren vor etwa 1,5 Jahren in deren Veranstaltung. Natürlich denkt man als live-Zuschauer dann erstmal, dass vieles spontan und "Zufall" ist, also wenn die Zuschauer mit einbezogen werden. Erst wenn man dann die gleiche Show aus einer anderen Stadt sieht und andere Zuschauer in der gleichen Situation "zufällig" die völlig gleiche Antwort geben wie "damals", als wir live dabei waren, erst dann merkt man, was wirklich spontan war bzw. was einstudiert war. Das war für uns wirklich total interessant. Und manche Tricks kann man wirklich nicht erklären, egal ob man live dabei war oder sie ganz nah im Fernsehen sieht. Aber bei manchen Tricks fällt einem im Fersehen auch eher eine "Ungereimtheit" auf, was einem gar nicht auffällt, wenn man live dabei ist (dann durch viele Eindrücke von Kleinigkeiten abgelenkt wird).

    So, in den nächsten Tagen haben wir volles Programm, mehrere Städte, Museen usw. stehen auf unserem Plan. Diesen heutigen Eintrag habe ich übrigens auf unserem großen Laptop geschrieben. Es hat tatsächlich geklappt, damit (mit dem Aldi-Stift) ins Internet zu gehen. Und mein Freund fand es vorhin ganz toll, als er die Fotos vom Sonnenuntergang in groß, also hier drauf in DIN-A-4-Größe sehen konnte (das kleine Laptop ist ja nur etwa DIN-A-5 groß). Nächste Tage will er allerdings versuchen, noch schönere, noch bessere Fotos vom Sonnenuntergang hinzubekommen (so richtig haben ihm die heutigen Fotos noch nicht gefallen).

    Ernährung:
    8 Uhr 2 Brötchen (mit Erdbeer- und Kirsch-Marmelade), 1 Ei.
    13 Uhr paniertes Schweineschnitzel mit Pommes und Salat (Gurken-, Möhren- und Krautsalat). Als "Nachtisch" 1 Tasse Kaffee.
    23 Uhr 1 Apfel.

    Bewegung:

    Mein komplettes Urlaubs-Trainingsprogramm (20 Min.) und 5 Min. Dehnen (Beine/Fersen, Katzenbuckel und Schultern).

    Mit 20 Kniebeugen, 20 Ausfallschritten (10 x mit jeder Seite) - Beides gleichzeitig mit Armen mit den 1 kg Hanteln. Auf allen Vieren Arm und Bein strecken (und unter Bauch zusammen), 10 x mit jeder Seite. 3 richtige Liegestütze, 10 x auf den Knien. 10 x hoch zur Brücke. Brücke und 20 x laufen (Bein strecken). 30 Sek. Unterarm-Liegestütze. 10 gerade Crunches, 10 x zu jeder Seite (mit Hand Richtung Fuss). 20 x flaches Fahrradfahren (Bicycles Crunches). Flach liegen und beide Beine 10 x anziehen und strecken. Auf der Seite liegend (im Wechsel) Bein 10 x anziehen und strecken, 10 x gestreckt nach oben.

  • Do, 27. August 2015 (Schleswig-Holstein)

    So, jetzt sind wir wieder im hohen Norden an der Nordsee, dieses Mal halt in Schleswig-Holstein.

    Die Fahrt an sich war echt gut. Wir sind bei uns um 10.15 Uhr losgefahren. Es waren ziemlich genau 5 Stunden Fahrt. Bis kurz vor Hamburg kamen wir super gut durch, absolut freie Fahrt. Der Tank (heute morgen hatten wir natürlich noch vollgetankt) war in etwa halb leer. Da wir nicht wussten, was uns noch erwartet (also auch Stau-mäßig), sind wir dann lieber noch Tanken gefahren. Inzwischen war ja Mittagszeit und wir haben dort eben noch Bockwürstchen mit Brötchen gegessen.

    Dann ging es weiter. In Hamburg war die Autobahn dann voll. Eine längere Strecke nur Stopp and Go. Aber damit hatten wir eh schon gerechnet. Ich fand es interessant, als ich die Abfahrt "Maschen" gesehen habe, bewusst wahrgenommen habe. Es gibt doch das Lied "Der wilde, wilde Westen" (fängt gleich hinter Hamburg an, in einem Studio in Maschen, gleich bei der Autobahn.....) von Truck-Stop. Das hat mein Vater früher so gerne gehört, mit diesem Lied (mit dieser Gruppe) bin ich sozusagen groß geworden. Als Kind konnte ich damit nichts anfangen, wusste nicht, wo dieses "Maschen" liegen sollte. Ich fand es heute dann total interessant, es mal so bewusst zu sehen, wovon sie in diesem Lied immer singen.

    Nach Hamburg hatten wir dann wieder freie Fahrt (also eine freie Autobahn). Noch rund eine Stunde Fahrt, dann waren wir am Ziel.

    Also der erste Eindruck ist absolut positiv. Zum Hotel gehören 3 Gebäude (mit Ferienwohnungen und Hotelzimmern) sowie das Gebäude mit dem Restaurant, in dem auch das Frühstück sein wird. Frühstück ist hier übrigens von 8 bis 10 Uhr, ich habe meinen Wecker also bereits auf 7 Uhr gestellt (immerhin eine Stunde später als in Greetsiel).

    Zwichen den Gebäuden sind 2 Parkplätze (also im Innenhof sozusagen). Wir wohnen im dritten Gebäude, am Ende des Parkplatzes, direkt hinter dem Deich (wobei ich spontan an Otto mit dem Lied "Friesenjunge" denken musste.... Grins). Das Zimmer ist absolute 1 A, gar kein Vergleich zum letzten Hotelzimmer in Greetsiel. Wir haben auch einen kleinen Balkon, können halt auf den Deich und etwas auf die Schiffe gucken, die dahinter im Hafen entlang fahren. Das Zimmer ist schön gemütlich und individuell, maritim eingerichtet (mit vielen Bildern und Gegenständen vom Meer und der Seefahrt, Leuchttürme, Schiffe usw.). Vor dem Fenster haben wir sogar Rollos und nicht nur Vorhänge, wie es sonst meistens der Fall ist. Mein Freund hat zwar noch etwas Probleme mit dem Fernseher (über SAT-Receiver die richtigen Programme auszuwählen), aber sonst klappt auch das schon sehr gut.

    Leider hat es heute den ganzen Tag über viel geregnet, mal nur "Fisselregen" und mal sehr heftig. Das war schon während der ganzen Fahrt so und ging hier heute Abend so weiter.

    Heute Abend waren wir dann hier im Restaurant essen. Als Nachtisch habe ich mir einen Pfannkuchen mit Vanille-Eis und Sahne gegönnt (eigentlich war das schon ein dünner Crepe). Im Restaurant hat alles gut geklappt, die Bedienung war sehr schnell und aufmerksam. Hier sind alle locker per Du.

    Beim Trinken musste ich noch so lachen. Ich bekam eine Flasche (Apfelschorle) und dazu ein kleines Glas, etwa 0,1 l (wenn überhaupt). Ich meinte dann zu meinem Freund, dass ich nach dem Trinken ruhig sagen könne, dass ich während des Essens 3 Gläser getrunken habe (was für mich ja sehr viel gewesen wäre). Abends auf dem Zimmer habe ich dann natürlich noch was getrunken (ich habe mir von zu Hause ein paar Flaschen Wasser mitgenommen, aber hier haben wir auch schon Edeka gefunden).

    Als wir uns unterhalten haben (im Restaurant über unsere Urlaubsplanung), da ist meinem Freund so ein guter Kommentar rausgerutscht. Der war total "Eindeutig-Zweideutig", was ihm zunächst gar nicht aufgefallen ist. Ich "prustete" direkt los und meinte, Was hast du jetzt gesagt? In dem Moment wurde es ihm erst bewusst und er grölte direkt los. Ich bekam so einen Lachanfall, dass mir schon die Tränen kamen. Ja, und das mitten im Restaurant, die anderen Gäste guckten schon. Wir brauchten dann etwas, bis wir uns wieder beruhigt hatten. Aber immerhin fing unser Urlaub dadurch so richtig schön an (also auch mit einer sehr guten Stimmung).

    Nach dem Essen gingen wir dann noch eine große Runde durch die Stadt, schon mal die ersten Straßen und Geschäfte kennenlernen (leider alles im Regen und heftigem Wind). Ich habe mir vor kurzem (in Greetsiel) eine Sammelmappe für Münzen geholt (ich wusste gar nicht, dass es dafür solche Sammelmappen gibt). Es gibt doch in manchen Städten, Zoos usw. solche "Präge-Automaten". 5 Cent und einen Euro einwerfen, an einer Kurbel drehen und raus kommt die 5 Cent-Münze mit einer Prägung, mit einem Motiv von dieser Stadt bzw. dieser Sehenswürdigkeit. Das habe ich im Laufe der Jahre schon mehrmals gemacht, diese geprägten Münzen muss ich zu Hause noch raussuchen. Für diese Münzen habe ich mir jetzt eine Sammelmappe geholt, wo man sie schön übersichtlich reinstecken kann. Ich habe mich heute Abend dann so richtig gefreut, als ich diesen Automaten hier gesehen habe. Hier konnte man 2 verschiedene Motive stanzen, mit Seehunden und mit einem Leuchtturm. Ich habe natürlich beide mitgenommen.

    Ich weiß noch nicht, wie es hier am Samstag laufen wird. Hier ist (am Strand) eine musikalische Großveranstaltung, die vom Radio organisiert wird. Davon habe ich erst vor kurzem gelesen bzw. erfahren. Es ist allerdings nicht "unsere" Musik, sondern in erster Linie Rapp-Musik. Dazu werden hier in etwa 25.000 Zuschauer erwartet. Tagsüber planen wir einen kleinen Ausflug nach Heide, weil dort Samstags ein sehr großer Wochenmarkt ist, was uns immer interessiert (was für landestypische Sachen dort angeboten werden). Wir haben jetzt schon bedenken, wie es hier dann parkplatzmäßig aussieht, ob wir hier hinter dem Hotel dann wieder einen guten Stellplatz bekommen (nachdem wir in Greetsiel am Sonntag ja so große Parkplatzprobleme hatten). Aber ansonsten sehen wir der Woche, also den nächsten Tagen absolut gut, locker und positiv entgegen. Das Wetter soll nächste Tage ja auch besser werden.

    Den Urlaub für Mitte September bezüglich unserer neuen Fenster habe ich auf der Arbeit bereits als Mail eingereicht. Mein Freund meint, das wäre zu früh gewesen. Was ist, wenn sich doch noch etwas verschiebt, wenn sie in einer Wohnung länger brauchen, sich dadurch dann alles verschiebt. Das kann ich auf der Arbeit dann ja immer noch absprechen. Aber lieber den Urlaub dann notfalls einen Tag verschieben, hauptsache die Anderen wissen darüber überhaupt schon mal Bescheid. Und ich glaube auch nicht, dass es sich wesentlich verschieben wird. Mehrere von meinen Kolleginnen und Kollegen brauchten im Laufe der Zeit schon mal einen Tag Urlaub, wenn sie Handwerker im Haus hatten. Bei vielen war es total kurzfristig. Deswegen, hauptsache sie wissen überhaupt schon mal Bescheid, notfalls muss ich es halt um einen Tag verschieben. Aber besser so, als wenn ich erst einen Tag vorher damit ankommen würde.

    So, heute Abend, nach dem Geschäftebummel, habe ich dann nur noch die Koffer ausgepackt, alles eingeräumt und in den Schrank gehangen. Gegen 20 Uhr fiel ich "tot" ins Bett, bin sofort eingeschlafen und gegen 22.30 Uhr dann wieder aufgestanden.

    Das Telefon von meiner Mutter geht jetzt übrigens wieder, was sie mir heute Mittag ganz stolz per SMS mitgeteilt hat. Gestern war die Telekom da, konnte "angeblich" keinen Grund für die Störung finden (weshalb sie am Telefon keinen Kontakt bekommt). Sie gaben den Anstreichern die Schuld, die die Wohnung neu gestrichen haben. Dabei wären die Telefonleitungen "zugeklebt" worden.

    Nun gut, der Hausmeister wollte sich darum kümmern (der Kabelanschluss vom Fernsehen geht ja auch noch nicht), aber noch bevor der Hausmeister was machen konnte, ging heute morgen "wie aus dem Nichts" das Telefon wieder. Aber die Telekom könne daran ja nichts machen...... Nun gut, ich denke mir diesbezüglich halt mal meinen Teil....

    Ernährung:
    9 Uhr 2 Scheiben Brot (mit Wurst und Ei).
    13 Uhr 1 Bockwurst mit Brötchen (an einer Autobahnraststätte beim Tanken).
    17 Uhr paniertes Schnitzel mit Pommes. Als Nachtisch Pfannekuchen (ganz dünner) mit Vanille-Eis und Sahne.

  • Mittwoch, 26. August 2015 (Training u. Reservierungsbestätigung)

    Auch der heutige Tag war wieder sehr schön. Mittags habe ich zunächst die Urlaubssachen schon mal vorsortiert, die ich heute Abend dann in den Koffer und die Reisetasche gepackt habe. Es ist alles schon so weit fertig, morgen früh dann nur noch die Schlaf- und Waschsachen, dann kann der zweite Urlaub (die zweite Urlaubshälfte) so richtig beginnen. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf schon freue. Das ist dort dann für uns ja ein totales "Neuland". Ich bin deswegen schon total aufgeregt (positiv gemeint).

    Da meine Mails ja nicht immer ankommen (meistens schon, aber halt nicht immer), habe ich heute Mittag dann vorsichtshalber nochmals in dem Hotel angerufen. Sie wollten vor unserer Anreise eine kurze Bestätigung von uns haben, dass wir auch wirklich dorthin kommen und wann sie mit uns in etwa rechnen können (also ab wann unser Zimmer dann spätestens fertig sein muss). Ich habe es ihnen zwar schon vor etwa 2 Wochen per Mail mitgeteilt, habe es aber lieber heute nochmals telefonisch geklärt. Außerdem haben wir direkt für morgen Abend einen Tisch im Restaurant reserviert (damit wir nicht am ersten Abend auf der Suche nach einem Restaurant durch die Gegend rennen müssen).

    Es meldete sich der Herr, bei dem ich vor Monaten bereits unser Zimmer reserviert habe. Er hat eine total lockere, sympathische und angenehme Art, ging nach einem lockeren "Moin, Moin" direkt zum Du über. Wir kamen direkt total locker ins Gespräch. Mit dem Zimmer ist alles klar, ab 14 Uhr ist es für uns fertig (wir planen ein, etwa ab 15 Uhr dort anzukommen). Die Tischreservierung geht ebenfalls klar. Heute schien dort oben die Sonne, in den nächsten beiden Tagen soll es eher unbeständig und regnerisch sein, aber bereits ab dem Wochenende soll die Sonne, neben kleinen Regenschauern, im Vordergrund sein. Aber wie heißt es doch so schön, es gibt kein falsches Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Aber da wir da oben auch Zoo-Besuche einplanen, wäre schönes Wetter auf jeden Fall besser.

    Das Gespräch verlief im ganzen total nett, locker und positiv. Zum Schluss meinte er dann noch zu mir, dass er sich schon auf morgen Abend freuen würde, wenn er mich bzw. uns dann persönlich kennenlernen würde, nachdem wir beide uns jetzt schon zweimal so nett am Telefon unterhalten haben. Ja, ich bin auch schon neugierig, wie er dann in "Natura" so ist.

    Am frühen Nachmittag hatte ich dann Training. Das war wieder total gut. Ich muss sagen, dass ich total überrascht davon bin, wie gut und flexibel er so eine Trainingsstunde hier im Wohnzimmer gestaltet. Den Trainingsraum vermisse ich bis jetzt noch gar nicht. Besser und abwechslungsreicher könnte er auch dort keine Trainingseinheit gestalten.

    Heute morgen auf der Waage habe ich mich zunächst mal sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass ich durch mein gestriges Training (Fahrradfahren usw.) schon wieder etwas abgenommen habe. Aktuell liege ich jetzt wieder bei 66,2 kg, womit ich zunächst schon mal ganz zufrieden bin. Das ist echt schön an diesem Training im Allgemeinen. Man kann ruhig mal sündigen, zieht man dann das komplette Programm durch (so wie gestern einschließlich Fahrradfahren, Hanteltraining, Liegestütze usw.), schon purzeln die Pfunde wieder etwas. Mit diesen ganzen Erfolgen macht das Training im ganzen einfach nur totalen Spaß.

    Beim heutigen Training war wieder eine neue Übung dabei. Mein Trainer wäre halt nicht mein Trainer, wenn ihm zu den einzelnen Übungen nicht immer wieder eine neue Variante, eine neue Steigerung der Intensität einfallen würde. Das finde ich unter anderem halt auch so gut an ihm, dass er sich immer wieder was neues einfallen lässt, damit ins Training nicht zu viel Routine kommt, damit man dabei immer wieder eine neue Herausforderung hat. Aber ich glaube, ihm macht es dann auch Spaß, wenn man an neue Herausforderungen zunächst sehr skeptisch herangeht (so wie ich heute), man zunächst sehr unsicher ist, ob man das überhaupt hinbekommt und sich dann so richtig freut, wenn es dann tatsächlich klappt (auch wenn es anfangs sehr schwer ist, aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer).

    Heute ging es dabei um die Brücke. Früher haben wir ja nur die "normale" Variante gemacht. Zuerst mehrmals zur Brücke hochdrücken und dann bei der Brücke etwas laufen (die Füße dabei etwas vom Boden abheben, die Variante mit dem gestreckten Bein kam dann erst viel später). Als nächste Variante haben wir bei der Brücke dann die 5 kg Hantel auf die Hüfte gelegt, damit dann hochgehen. Das konnte ich zunächst gar nicht. Die Hantel kam mir vor wie "10 Zentner" und drückte mich fest auf den Boden, ich kam nicht hoch. Ich habe das dann hier zu Hause so lange geübt (mit in mein Trainingsprogramm eingebaut), bis das endlich geklappt hat. Heute kam dabei die nächste Variante. Zuerst mit der 5 kg Hantel auf der Hüfte einige Male kräftig nach oben drücken (also die Brücke, Po und Oberschenkel fest anspannen). Dann oben bleiben (mit der Hantel) und auf der Stelle laufen. Das fiel mir sehr schwer. Anfangs habe ich gedacht, dass ich die Füße gar nicht vom Boden hoch bekommen würde. Aber es ging. Mit viel Anstrengung und großer Konzentration habe ich es tatsächlich geschafft. Aber das war wirklich schwer, ging unwahrscheinlich in die Oberschenkel. Aber ich bin wirklich stolz, dass ich diese Steigerung (bei dieser Übung) tatsächlich geschafft habe.

    Ansonsten fallen mir die statischen Übungen im Allgemeinen immer sehr schwer. Ich mache lieber dynamische Übungen, also z. B. mit den Beinen in Bewegung bleiben, mit dem Oberkörper (bei den Sit-ups) weit nach oben wippen usw. Er baut aber immer wieder so einige statische Übungen mit ein. Also bei den Sit-ups so weit wie möglich nach oben kommen und dort ruhig halten. Noch ein Stückchen höher und dann wieder ruhig halten. Das geht unwahrscheinlich in den Bauch, in die Bauchmuskeln, fällt mir bei manchen Übungen unwahrscheinlich schwer. Davon waren heute wieder mehrere Varianten dabei (auch für die seitlichen Bauchmuskeln usw.).

    Dabei haben wir wieder mehrere sehr interessante Gespräche geführt, in erster Linie über unseren Urlaub. Unter anderem habe ich ein kleines "Experiment" gemacht, wollte wissen, ob und wie er darauf reagieren würde. Die Idee dafür hatte mein Freund, da wir beide darauf "reingefallen" sind. Im Urlaub lag vor einem Geschäft ein Hund und schlief, tief und fest. Wir kamen mehrmals daran vorbei, aber der Hund schlief immer. Es war so ein süßer, niedlicher Hund, dass wir schließlich näher kamen. Er atmete ganz tief, der Brustkorb bewegte sich leicht auf und ab und man hörte die Atmung, schön gleichmäßig. Es hat sehr lange gedauert, bis wir dann endlich begriffen haben, dass das eine Puppe ist (Grins). Wir gingen dann ins Geschäft und ließen sie uns zeigen. Mittels Batterie bewegt sich halt der Brustkorb und man hört die Atemgeräusche. Zu dem Hund bzw. zu der Puppe gehörten auch ein kleines Körbchen (worin er schlafen kann) und eine Bürste, damit man das Fell schön bürsten kann. Wenn wir schon nicht die kleine süße Katze aus dem Park mit nach Hause nehmen konnten, dann wenigstens als "Ersatz" diesen Hund, diese süße Puppe (die wirklich täuschend echt aussieht).

    Auch mein Trainer war diesbezüglich erst unsicher und sah sie sich dann näher an, woraus sich dann auch ein interessantes Gespräch entwickelte (diese Pause habe ich dann auch als Trinkpause genutzt). Mein Freund wollte wissen, wie er darauf reagieren würde, wenn im Wohnzimmer plötzlich dieser Hund liegt und schläft. Ob er ihn als Puppe erkennen würde oder, so wie wir, ebenfalls für echt halten würde. Ja, diese Puppe ist echt genial gemacht. Und wenn es hier abends so schön ruhig ist und man die Batterie an hat, dann ist dieses regelmäßige Atmen (also dieses Atem-Geräusch) auch total beruhigend.

    Letzte Nacht hatte ich einen kleinen "Albtraum" von meinem Trainer. Obwohl Albtraum ist das falsche Wort, es war einfach ein blöder Traum. Zur Zeit habe ich ja noch etwas Übergewicht. Ich bin ja 1,60 m und wiege aktuell (wie gesagt) 66,2 kg. Also bis 60 kg kann ich auf jeden Fall noch runter gehen. Wenn ich es schaffe auch noch etwas mehr, dann hätte ich mein Ideal-Gewicht (mal sehen, vielleicht schaffe ich das im Laufe der Zeit mit seiner Hilfe ja wirklich). Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich nur noch knapp 50 kg wiegen würde und total dünn wäre, im Grunde schon total dürr aussehen würde. Trotzdem war er immer wieder dran, dass noch etwas gehen würde, dass noch ein paar Kilo weniger möglich sind. Das ist natürlich blödsinn und außerdem bauen wir mit dem Training ja auch immer wieder weitere Muskelmasse auf, so dass sich mein Gewicht immer mehr "einspielen" wird. Immer weniger Fett (was ja richtig ist), aber dafür gezielter Muskelaufbau, was für mich, für meinen Körper ja auch wichtig ist (da ich ja keine Schmerzen mehr haben möchte, im Moment genieße ich die Schmerzfreiheit auf jeden Fall voll und ganz).

    Trotzdem machen mich solche blöden Träume halt etwas unsicher, wie weit ich wirklich noch gehen kann (wie mein Trainer schon sagte, wenn ich im normalen Bereich bin und mich weiterhin so ernähre wie jetzt, dann ist irgendwann eh Schluss mit dem Abnehmen, dann wird sich das Gewicht einpendeln und dann müssen wir halt sehen, dass ich es halten kann, aber bis dahin muss ich dennoch etwas abnehmen).

    Heute Nachmittag waren wir noch kurz Einkaufen. Aus der Straßenbahn kenne ich eine nette ältere Frau (75 Jahre), die ich abends schon so oft getroffen habe (ich mache ja meistens zur gleichen Zeit Feierabend). Inzwischen sind wir schon so oft ins Gespäch gekommen. Sonst kennt sie mich ja meistens nur mit Jacke. Heute hatte ich nur eine Bluse an. Wir haben sie im Geschäft getroffen und ich kam mit ihr wieder sofort ins Gespräch. Prompt sah sie auf meinen Bauch und meinte, nein wie schön, Sie sind ja in Umständen, wann ist es denn so weit, haben Sie deswegen Urlaub genommen? O man Nein, was ich diese Frage hasse!!!! Als ich ihr sagte, dass ich Rückenprobleme, ein mächtiges Hohlkreuz habe und deswegen auch in Behandlung bin, da war es ihr sichtlich peinlich. Sie schwenkte das Gespräch dann schnell auf den Urlaub, wohin es denn gehen würde, dass sie am liebsten in den Bergen wandern gehen würde (die See an sich nicht so mag).

    Eigentlich bin ich ja stolz darauf, wie viel ich schon geschafft habe, wie viel ich schon abgenommen habe. Aber in dem Moment musste ich dann natürlich an meinem Trainer und an den blöden Traum von letzter Nacht denken. Nein, ich habe noch nicht genug abgenommen (und mein Trainer würde diesbezüglich auch ganz bestimmt fragen, wie ich im Geschäft gestanden habe, ob ich auf eine gerade Haltung geachtet hätte, was natürlich nicht der Fall war). Ja, aber in diesem Moment habe ich dann auch gedacht, dass ich wohl noch so einige Trainingseinheiten brauche, bis ich "genug" abgenommen habe und auch "genug" Bauchmuskeln antrainiert habe, bis ich mir solche Fragen dann ersparen kann.

    Mein Freund hat das mitbekommen und meinte dann zu mir, komm, du hast Urlaub, gönn dir was leckeres und hat mir dann Eis (Eis am Stiel, Magnum) und einen Käsekuchen geschenkt. Wir wollen uns alles teilen (den Kuchen essen wir aber erst nach dem Urlaub, er ist jetzt tiefgekühlt, also im Tiefkühlschrank) und danach könne ich dann ja mit der "Diät" bzw. der richtigen Ernährung, also der Ernährungsumstellung so richtig weiter machen. Aber dafür soll ich im Urlaub weiterhin häufig auf den süßen Nachtisch verzichten und stattdessen dann wieder Kaffee trinken bzw. abends im Zimmer einen Apfel essen.

    So, der nächste Eintrag kommt dann wieder von der Nordsee, aus dem Bereich Schleswig-Holstein. Ich gehe mal davon aus, dass es technisch wieder klappen wird.

    Ernährung am Mittwoch:
    12 Uhr 2 Brötchen (Wurst und Ei).
    17 Uhr (nach dem Training) 1 Becher Eiweißdrink Vanille.
    20 Uhr Lasagne ca. 700 gr. (etwa 3/4 von einer 1 kg-Schale).
    22 Uhr 1 "Eis am Stiel" Magnum (das hat mein Freund mir geschenkt, wir hätten schließlich Urlaub, ich solle mir was gönnen).
    23 Uhr 1 Erdbeer-Quark.

  • Dienstag, 25. August 2015

    Der Dienstag war für uns so ein richtig ruhiger und gemütlicher "Gammeltag". Das hat so richtig gut getan. Wir haben viel Fernsehen geguckt, unter anderem auch unsere Lieblingsserien "M.A.S.H." und "Hör mal wer da Hämmert" (auf RTL Nitro), viel gelesen und ansonsten einfach nur "rumgehangen" und die Ruhe so richtig genossen.

    Zwischendurch war ich nur kurz am Briefkasten. Wir haben schon mal die Mitteilung bekommen, dass unsere Fenster am Donnerstag, 17.09., neu gemacht werden sollen. Also einschließlich neuem Fensteerahmen, Rolläden sollen angebracht werden, direkt anschließend kommt der Maler um die gröbsten Spuren zu beseitigen und zeitgleich bekommen wir eine neue "Schelle" bzw. Gegensprechanlage eingebaut. Weil wir hier alle skeptisch sind, ob die das je Wohnung wirklich an einem Tag alles schaffen werden, werde ich mir dafür dann direkt 2 Tage Urlaub nehmen, also auch den Freitag. Wenn es Nachmittags dann wirklich heißt, dass sie am nächsten Tag nochmals in die Wohnung müssen, dann kann ich direkt beruhigt sagen, dass das kein Problem ist, da ich am nächsten Tag ja eh noch Urlaub habe. Alles andere wäre mir bei Handwerkern einfach zu ungewiss.

    Ich mache das zwar nicht gerne, gerade mal eine Woche nach dem Urlaub arbeiten zu gehen und mir dann schon wieder 2 Tage Urlaub zu nehmen, aber das ist in diesem Fall halt wirklich "höhere Gewalt" und den Brief von der Firma habe ich ja schließlich als "Beweis". Aber sie müssen ja auch in mein "Sportzimmer", in dem ja auch meine Bücher usw. sind. Ich will dafür keinem Fremden (Nachbarn) den Schlüssel in die Hand drücken, ich will lieber selber dabei sein, mich um alles kümmern, alles abdecken, damit es nicht zu staubig wird (einschließlich meines Fahrrades) usw.

    Dann haben wir die Fotos aus dem Urlaub auf den Computer kopiert. In diesen 4 Tagen haben wir 56 Fotos gemacht, aber das war ja auch zunächst nur ein "Kurzurlaub". Ich möchte wetten, dass wir im nächsten Urlaub ganz bestimmt mehr machen werden. Zumal wir dort ja auch Ausflüge in Zoos einplanen und Tiere fotografiert mein Freund (neben Blumen) auch total gerne. Ich werde mal sehen, ob ich es schaffe, auch hier demnächst mal das eine oder andere schöne Foto hochzuladen.

    Zwischendurch hatte ich kurz einen SMS-Kontakt mit meiner Mutter (solange das Telefon noch nicht klappt, machen wir ja auf jeden Fal noch alles über das Handy). Beim Umzug hat sie eine Mappe aus meiner Kindheit wieder gefunden, die ich schon gar nicht mehr kannte. Alles Bilder, die ich vor langer, langer Zeit gemalt habe mit Kommentaren dazu, was sie darstellen sollen, weshalb ich sie gemalt habe.

    Unter anderem war ich mit 6 Jahren für ein Jahr im "Vorschulkindergarten" (bis ich mit 7 Jahren eingeschult worden bin). Dort hatten wir unter anderem wohl auch das Thema "Berufswunsch" (daran kann ich mich absolut nicht mehr erinnern). Ich habe daraufhin einen ganz schwarzen Mann mit einer Leiter gemalt. Als Kommentar hat meine Kindergärtnerin dann darunter geschrieben, dass ich gerne "Schornsteinfeger" werden möchte, weil sich dann alle Menschen freuen, wenn sie mich sehen und ich auch allen Menschen Glück bringen könnte. Diese Gedanken, die ich als 6jährige hatte, die finde ich jetzt als Erwachsene noch drollig.

    Ich weiß nur noch, dass ich in der 1. Klasse immer gesagt habe, dass ich Deutschlehrerin werden möchte (weil ich mich mit meiner Lehrerin so gut verstanden habe und mir Deutsch, die Rechtschreibung und zu Hause das viele Schreiben immer schon Spaß gemacht haben. Ich habe als Kind viele Seiten aus Büchern zeitweise handschriftlich abgeschrieben, etwas später dann auf der mechanischen Schreibmaschine meiner Mutter (das blinde Schreiben habe ich mir ja schon in der Grundschule selber beigebracht). Diese Schreibmaschine ist etwa von Mitte der 50er Jahre. Meine Mutter ist von 1945 und hat sie mit etwa 10 Jahren geschenkt bekommen. Ich habe sie übrigens immer noch und werde sie auch nicht weg geben.

    Ab etwa der 2. bis 3. Klasse war dann von Lehrerin keine Rede mehr. Ich war viel zu still, bekam den Mund vor der Klasse ja kaum auf. Mein Vater (ehemals gelernter Dreher, zu diesem Zeitpunkt schon Abteilungsleiter) nahm mich bei jeder Gelegenheit mit ins Büro. Ich liebte sein Büro und guckte stundenlang seiner Sekretärin über die Schulter, die mir in Ruhe alles gezeigt hat. Ja, und sein damals kam für mich halt nichts anderes mehr in Frage. Ich wollte ins Büro - Ende und Aus!!

    Ja, die Sache mit dem Vorschul-Kindergarten. In den richtigen hat meine Mutter mich ja nie reinbekommen. Mit 3 Jahren ist mir der Unfall auf dem Spielplatz passiert, dass ich einen komplizierten Bruch im linken Oberarm hatte (bin auf einem Gerüst abgerutscht und mit dem linken Ellenbogen auf eine Metall-Sprosse geprallt, dabei hat es im Oberarm dann "Knack" gemacht).

    Es folgte ein wochenlanger Krankenhausaufenthalt, 6 Wochen Arm in Gips und sehr viele Schmerzen. Der Arm ist etwas falsch zusammen gewachsen und meine Mutter hat ihn mein Leben lang "in Watte gepackt". Immer Schonung ohne Ende. Jeden Winter wickelte sie mir einen dicken Verband um den ganzen Arm, damit er immer schon warm ist, ich ihn immer schon ruhig halte. Und jeder zweite Satz war, dass ich bloß auf meinen Arm aufpassen solle. Erst mit Anfang 40, also seit rund 5 Jahren, belaste ich meinen Arm beim Sport. Ich hätte nie gedacht, dass ich damit "eines Tages", also jetzt Liegestütze schaffen würde sowie Hanteltraining mit der 5 kg Hantel. Darüber ist meine Mutter selber total überrascht, dass ich mich "traue", den Arm so mit in mein Leben, in mein Sport zu integrieren, dass ich die Schonung nicht mein Leben lang fortsetze.

    Als mein Arm wieder soweit in Ordnung war (als 3jährige) sollte ich eigentlich in den Kindergarten kommen. Gar keine Chance. So einige Versuche, aber ich fing davor immer wieder an zu schreien und weinen. Keiner konnte mich beruhigen. Es wird vermutet, dass es daher kam, weil das Gebäude von außen weiß war, mich zu sehr an das Krankenhaus (wegen dem Armbruch) erinnert hat. Schließlich gaben es alle auf (auch die Kindergärtnerinnen). Es hätte keinen Zweck, ich sei für den Kindergarten nicht geeignet. Stattdessen fing ich dann mit meinem damals größten Hobby, mit dem Tanzen an. Zunächst mit dem Ballett. Immerhin kam ich dort ja auch (2 mal wöchentlich) mit anderen Kindern in meinem Alter (in meiner Gruppe) zusammen. Außerdem hatten wir viele Nachbarn, also auch viele Kinder. Wir wohnten ja in einer Hochhaussiedlung (wo meine Mutter halt heute noch lebt). Ich hatte immer Kinder um mich herum, mit denen ich Tag für Tag auf der Wiese gespielt habe. Wirklich alleine war ich nie.

    Außerdem war ich ja auch immer im Turnverein, in den Sportgruppen. Mit 5 Jahren, also vor der "eigentlichen" Einschulung mit 6 Jahren, kam ich dann in dem Turnverein ja auch noch in die Schwimmgruppe, sollte noch vor der Grundschule das Schwimmen lernen. Das war für mich eine ganz große Qual. Ich habe immer schon das Wasser gehasst. Schon im Urlaub in Italien war es Tag für Tag bzw. Jahr für Jahr ein großer Akt, mich mal ins Wasser zu kriegen. Mein Vater lag gerne stundenlang am Strand und ging immer mal wieder Schwimmen. Ich habe stundenlang am Strand gespielt. Zum Schwimmen bekam meine Mutter mich nie ins Wasser, nur mit Spielzeug, womit ich mich darin dann halt beschäftigen konnte (zu Hause gab es jeden Samstag, am "Badetag", das gleiche Problem, ohne Spielzeug, ohne Beschäftigung, ging ich freiwillig nie ins Wasser, es gab jeden Samstag viele Tränen, bis ich später dann endlich lieber Duschen durfte). Ins Meer bekam sie mich nur mit einer Luftmatratze. Damit bzw. darauf fühlte ich mich sicher, konnte mich daran festhalten. Aber einmal kam eine große (also "größere") Welle und die Luftmatratze drehte sich. Ich konnte nicht untergehen, klammerte mich total daran fest. Aber trotzdem war ich halt unter Wasser, unter der Luftmatratze. Das war das letzte Mal, dass ich im Meer war. Danach konnte mich keiner mehr dazu überreden.

    Mit 6 Jahren kam ich dann ja zur "Eignungsuntersuchung" für die Schule. Ich war viel zu klein und viel zu "verspielt". Schule hätte noch gar keinen Zweck. Ich wurde dann ein Jahr zurückgestellt, kam dann mit 6 halt erst in den Vorschul-Kindergarten (was kein Problem war, dort hat es Spaß gemacht, wir wurden dort schon etwas "gefördert") und mit 7 in die Schule. Der reine Kindergarten war rein spielerisch, aber im Vorschul-Kindergarten ging es schon etwas ans lernen, was mir damals Spaß gemacht hat.

    Bei dieser Eignungsuntersuchung wurde dann auch gleichzeitig meine Erbkrankheit festgestellt. Wie genau, das weiß ich nicht. Ab diesem Tag hieß es, dass ich zu schwache Muskeln habe und ab mein Leben lang Sport, also Krankengymnastik machen müsse (gezielten Muskelaufbau). Damit habe ich also 2 x wöchentlich schon ein Jahr vor der Grundschule, mit 6 Jahren angefangen. Und immer mal wieder abends zu Hause ein paar Übungen. Darauf haben meine Eltern immer geachtet. Was habe ich diese Zeit gehasst, das Schwimmen (also das Wasser) und die blöde Krankengymnastik. Etwa in der 2. oder 3. Klasse ließen meine schulischen Leistungen dann total nach. Ich hatte ja keine Zeit mehr für die Hausaufgaben, machte sie immer nebenbei. 2 x wöchentlich Ballett, 2 x KG und 1 x Schwimmen. Zwischendurch ging ich hin und wieder auch noch in die Turngruppe für Kinder. Schließlich haben meine Eltern reagiert. Das Pflichtprogramm (KG und Schwimmen) musste bestehen bleiben, also haben sie mich vom Ballett abgemeldet. Mein großes Hobby, das einzigste, worauf ich mich damals wirklich immer so richtig gefreut habe. Aber alle Tränen halfen nichts, Ballett war für mich dann "Geschichte".

    In der 4. Klasse, als ich etwa 10 Jahre war, wurde die Schwimmgruppe dann endlich aufgelöst. Inzwischen hatte ich das "Seepferdchen" und auch den "Freischwimmer" geschafft. Eigentlich sollten wir in bessere Gruppen aufgeteilt werden, ich sollte endlich (auch wegen meinem Rücken) das Rückenschwimmen richtig lernen, aber keine Chance. Ich war ja so froh, endlich nicht mehr ins Wasser zu müssen. Ich habe meinen "Totzkopf" durchgesetzt und mit dem Schwimmen aufgehört.

    In der 5. Klasse in der Realschule stand dann Sport, auch das Schwimmen auf dem Stundenplan. Was habe ich das im Rahmen meiner Klasse gehasst. Im ersten Halbjahr der 5. Klasse ist dann das unter Wasser passiert. Als ich, ohne Nachzudenken, vom "Turm" gesprungen bin, einfach einen Schritt nach vorne und schon ging es abwärts. Wirklich passieren konnte ja nichts. Ja, aber unter Wasser, als ich auf dem Boden stand, da habe ich halt total die Orientierung verloren. Anstatt "einfach nach oben" wollte ich in Richtung flaches Becken laufen..... Ja, aber in welche Richtung musste ich mich dafür drehen? Ich drehte mich halt in die falsche Richtung und stand vor der Beckenrand. In dem Moment fühlte ich mich wie in einem "Gefängnis", bekam keine Luft mehr, wollte nur noch atmen. Dann bekam ich halt total die Panik. Ein Mitschüler hat dann zum Glück reagiert (während alle anderen nur am Beckenrand standen und sich gewundert haben, weshalb ich nicht endlich wieder nach oben kommen), sprang ins Wasser, packte meine Arme und zog mich nach oben, wo ich erstmal einen heftigen Weinanfall hatte. Bei dieser Lehrerin musste ich danach auf jeden Fall nicht mehr ins Wasser, durfte immer am Rand sitzen und zugucken.

    Im Januar 1981, also mitten in der 5. Klasse, meinte dann mein Orthopäde (ich bekam ja weiterhin 2 x wöchentlich KG), dass mir die reine KG nicht helfen würde, meine Körperhaltung, mein krummer Rücken, sei völlig unmöglich. Ich bräuchte dringend ein Gipskorsett. Zuerst wollten meine Eltern mir das ersparen, aber als der Arzt dann sagte, dass ich eh damit rechnen könne, vor Schmerzen mit etwa 30 Jahren im Rollstuhl zu sitzen, da stimmten meine Eltern dann doch zu (länger könnte meine schwache Muskulatur meinen Körper nicht tragen). Eigentlich sollte ich auch für nachts ein Gipsbett bekommen, aber das haben meine Eltern dann wirklich abgelehn, zumindest nachts sollte ich gut schlafen können.

    Ja, und dann bekam ich dieses Gipskorsett, das ich dann täglich von morgens bis abends tragen musste. Ich brauchte bei allem Hilfe, konnte damit noch nichtmals alleine aufs Klo gehen (weil ich es dann alleine nicht mehr zu bekam). Ich trank so wenig wie möglich, um so selten wie möglich aufs Klo zu müssen. Für KG hat meine Mutter es natürlich immer abgemacht, aber direkt danach wieder umgeschnallt. Von morgens (beim Aufstehen) bis abends, wenn ich ins Bett ging, hatte ich es an. Mein LWS-Bereich wurde dami ganz gerade gedrückt, ebenso meine Schultern nach hinten gedrückt. Das war sehr schmerzhaft. Ich hatte schon einen leichten "Buckel", die Schultern waren weit vorne, scheuerten immer wieder vor dieses harte Plastikteil. Meine Mutter legte dann immer ein Tempo, ein Stofftuch oder einen Waschlappen dazwischen, weil meine Schultern schon ganz rot gescheuert waren.

    Im Sommer bekam ich ein neues Korsett angepasst, weil man in diesem Alter ja noch schnelle wächst. Im Januar 1982 kam es endlich wieder ab. Im Februar 1982 bin ich dann auf die Gesamtschule gewechselt. Die Realschule war nur halbtags, dort bekamen wir sehr viele Hausaufgaben auf, mussten täglich alle Bücher mit nach Hause nehmen. In der Gesamtschule hatten wir ganztags Unterricht, einschließlich Hausaufgabenbetreuung. Außerdem Schließfächer für jeden Schüler, so dass wir die Bücher, die wir abends nicht mehr brauchten, direkt in der Schule lassen konnten. Deswegen hat das Gesundheitsamt (für meinen Rücken) diesen Schulwechsel organisiert. Aber da ich dort dann ja erhebliche Probleme hatte, in den meisten Fächern nicht mehr mitgekommen bin, so ziemlich täglich Nachhilfe in einem Fach hatte, musste ich dann doch immer die meisten Schulsachen mitnehmen, damit meine Nachhilfelehrer mir auch gezielt helfen konnten. Aber trotzdem war ich über diesen Wechsel froh, da die Gesamtschule viel näher lag und die meisten von meinen Freundinnen (meine ganze Nachbarschaft) ebenfalls dort waren.

    Das Schönste am Korsett war, dass ich von diesem Tag an (Januar 1981) laut Gesundheitsamt vom Schulsport befreit war. Ich habe Sport zwar immer schon geliebt, aber immer nur in meiner Freizeit. In der Schule habe ich es immer gehasst. Ja, und laut Attest blieb ich davon dann zum Glück befreit. Bei Gymnastik, was meinem Rücken ja nicht schaden konnte, habe ich hin und wieder mal mitgemacht, aber meistens habe ich "geschwänzt" (hatte keine Lust, in der Turnhalle auf der Bank zu sitzen), saß in der Bibliothek und habe in Ruhe gelesen.

    Ja, und was die Sache mit der Wassergymnastik betrifft, da bin ich halt total in einer "seelischen Zwickmühle". Einerseits macht es mir wirklich Spaß, aber ich mache davon dennoch eine Pause. Zur Zeit macht mir hier mein Programm mit Fahrradfahren, Hanteltraining, Liegestütze usw. viel mehr Spaß ("tausend Mal" mehr Spaß), als durchs Wasser zur laufen. In der Zeitung war mal wieder ein Artikel über die Wassergymnastik und meinen Schwimmverein. Also, ich werde auf jeden Fall in dem Verein bleiben, das habe ich ganz fest eingeplant. Irgendwann will und werde ich auch ganz bestimmt wieder daran teilnehmen. Auch das habe ich ganz fest eingeplant. Aber auf jeden Fall nur im kleinen Becken, wo ich überall stehen kann. Es können alle noch so toll darüber reden, wie viel Spaß es im großen, tiefen Becken macht (darüber handelte der Bericht in der Zeitung), ich plane es trotzdem nicht ein. Ich weiß, dass mir dort nichts passieren könnte, ich wäre dort nicht alleine und alle Trainer sind dort auch entsprechend ausgebildet ("Rettungsschwimmen"), könnten mir im Notfall, der wahrscheinlich gar nicht eintreten würde, auch helfen. Aber trotzdem ist meine Angst davor wirklich viel zu groß. Wenn ich irgendwann wieder gehen sollte, dann auf jeden Fall nur ins kleine Becken.

    Ich bin übrigens stolz, dass ich im Urlaub nur 0,5 kg zugenommen habe. Ich hatte, dank der täglichen Pommes, schon mit mehr gerechnet.

    Am Dienstag Abend habe ich dann noch mein komplettes Sportprogramm durchgezogen. Das hat mir wirklich so richtig Spaß gemacht, hat mir so richtig gut getan. Zuerst das Fahrradfahren, 10 Kilometer in 32 Minuten und 20 Sekunden. Normal mit etwa 18 km/h, in den Powerminuten (alle 5 Minuten) mit etwa 21/22 km/h.

    Anschließend noch das komplette Trainingsprogramm. 35 Min. Training und 5 Minuten Dehnen (Beine/Fersen, Körper/Katzenbuckel/Rücken dehnen, Schultern). Ich bin total stolz, dass ich das komplette Programm so gut durchgezogen habe.

    30 Sek. Wandsitz (Beine im rechten Winkel). 30 Sek. auf Matte diagonal (nach hinten gelehnt) sitzen (Schultern nach hinten). Mit Hanteln - 10 Biceps, 10 Rudern, 20 Hantelbank über Brust und 10 über Bauchnabel, 10 über/oberhalb vom Kopf und 10 auf der Hüfte/hoch zur Brücke. Mit 20 Kniebeugen und 20 Ausfallschritten (10 mit jeder Seite) mit 1 kg Hantel. Auf Bauch liegend Rückenstrecker (Oberkörper hoch) 10 x Arme nach vorne strecken. Vierfüßler stand Arm und Bein strecken (und unter Bauch zusammen), 10 mit jeder Seite. 30 Sek. Unterarm-Liegestütze, 3 richtige, 10 auf Knien, nochmals 30 Sek. auf Unterarmen. 20 Bicycle Crunches. 20 x bei Brücke laufen (und Bein strecken). Flach liegen und beide Beine 10 x anziehen und strecken. 10 Sit-ups. 10 x zu jeder Seite (Hand Richtung Fuss). Nochmals 10 gerade Sit-Ups. Auf Seite liegend "seitl. Liegesütze" Körper 5 x hochdrücken. Oberes 10 x anziehen (Knie zur Brust) und wieder strecken. Dann 10 x gestreckt nach oben.

    Ernährung am Dienstag:
    12 Uhr 2 Brötchen (mit Wurst und Ei).
    18 Uhr 1 Apfel.
    21 Uhr paniertes Schweineschnitzel, Bratkartoffeln. Dazu grüner Salat mit Essig/Öl.

  • Mo. 24. August 2015 (Abschied von Greetsiel)

    So, jetzt sind wir erstmal wieder für 2,5 Tage zu Hause, bevor es dann halt eine Woche an die Nordsee, nach Schleswig-Holstein geht.

    Die Koffer hatten wir ja schon am Sonntag Abend soweit fertig gepackt. Am Montag Morgen kam ich ziemlich gut in die Gänge, um Punkt 7 Uhr waren wir die ersten Gäste im Frühstücksraum. Das Frühstücken war dadurch schön ruhig und entspannt. Um diese Zeit waren die Brötchen dort auch noch lecker, dann kamen sie halt frisch aus dem Backofen. Schön knusprig. Umso später man dann im Frühstücksraum war, um so "Gummi-mäßiger" wurden sie dann halt.

    Es hat dort heftig geregnet, der Himmel war dick Wolken-verhangen (die Sonne hatte keine Chance). So kam auf dem Weg zum Auto wenigstens noch meine Wind- und Regenjacke (mit Kapuze) zum Einsatz, die ich in den letzten Tagen ja gar nicht gebraucht hatte (sonst hatte ich abends ja nur eine dünne Stoffjacke an, tagsüber nur in Bluse).

    Mein Freund hatte alles, also auch alle Andenken, so gut in Beuteln und Tüten verpackt, so dass wir nur zwei Mal gehen mussten, dann war bereits alles im Auto verstaut.

    Auch bei diesem Tragen machte sich mein regelmäßiges Hanteltraining total positiv bemerkbar (ohne hätten wir öfter gehen müssen). Früher war ich ja ein totaler Schwächling. Wir haben beim Tragen sozusagen Hälfte/Hälfte gemacht. Jeder bekam die gleiche Anzahl an Taschen, wobei mein Freund allerdings die schwereren Sachen getragen hat. Jeder einen Koffer, eine Reisetasche über der Schulter, einen Beutel über dem Arm usw. Hat alles super gut geklappt.

    Das Schlimmste war die Treppe, 40 kleine Stufen runter. Die Stufen waren zu klein bzw. zu schmal, um den Koffer darauf kurz abzusetzen. Mein Freund hat zuerst die schwereren Koffer ganz runter getragen. In dieser Zeit habe ich es (zusätzlich ja mit einer Reisetasche) eine Treppe, also 20 Stufen runter geschafft. Das ging mit der Zeit allerdings mächtig in den Arm, nicht mals eine kleine Pause machen zu können. Aber bei jeder Stufe war ich froh, dass ich das Training immer so durchziehe, da ich es vor ein paar Jahren ganz bestimmt noch gar nicht geschafft hätte. Zu Beginn der zweiten Treppe (also in der ersten Etage) kam mir mein Freund dann von unten wieder entgegen, schnappte sich den Koffer und brachte ihn nach unten. Dann haben wir natürlich die Griffe raus gemacht und haben die Koffer auf Rollen zum Auto gezogen. Ja, wie gesagt, nach unserem zweiten Gang (beim zweiten Mal nur noch ein paar Tüten mit Andenken, die wir beim ersten Mal nicht mehr geschafft haben) war dann alles im Auto verstaut.

    Mein Freund macht im Winter hin und wieder gerne mal Modellbau. Er hat sich einen Modellsatz aus Holz für einen Leuchtturm mitgegracht. Diese Verpackung nahm natürlich (unter anderem) viel Platz in Anspruch. Aber wir haben dann alles gut nach Hause bekommen.

    Eigentlich wollten wir dann noch eine Runde laufen, aber bei diesem Regen hatten wir beide keine Lust mehr. In Neuharlingersiel, wo es uns halt besser gefällt (dorthin geht ganz bestimmt wieder unser nächster Urlaub in Ostfriesland), wären wir ganz bestimmt noch eine große Runde ganz um den Hafen gelaufen, wären ganz bestimmt nochmals am Strand auf und ab gelaufen. Aber an Greetsiel hat uns dann nichts mehr gereizt. Dann sind wir also ins Hotel, wollten den Schlüssel abgeben und bezahlen.

    An der Rezeption war zu dieser Zeit noch keiner. Man sollte sich an die Bedienung im Frühstücksraum wenden. Das war eine sehr nette, freundliche Frau. Sie kam sofort zu uns. Ob denn auch alles schön gewesen wäre. Nein, das Zimmer war unmöglich, davon waren wir sehr enttäuscht. Daraus entstand dann ein interessantes Gespräch über etwa 10 Minuten.

    Sie konnte natürlich nichts machen (also auch keinen Preisnachlas oder so), sie war ja nur eine "kleine Angestellte", aber sie schrieb sich meinen Namen und die Zimmernummer auf und machte sich Notizen über das Gespräch. Sie wolle es weitergeben.

    Wir können ja froh sein, dass wir nur so klein sind. Mein Freund sei mit seinen 1,85 m ja auch ziemlich klein. Über dieses Zimmer hatte sie auch schon Beschwerden von Gästen, die um die 2 Meter sind (das kann ich mir vorstellen). Sie hätten nur noch 1 weiteres freies Zimmer gehabt, das sie aber absichtlich leer lassen würden, weil es darin "spuken" würde. In dem Moment grinsten wir uns beide an und fragten auch direkt, was denn da los wäre. Über dieses Zimmer hätten sich schon so viele beschwert (mehr als über unser Zimmer). Der Fernseher würde nachts immer wieder einfach so an gehen. Sie finden keinen Grund dafür. Außerdem liegt es direkt gegenüber vom Kirchturm, so dass man jeden Morgen um 8 Uhr von der lauten Glocke geweckt wird. Aber dieses Zimmer hat keine Schrägen und ist 20 qm groß.

    Mein Freund sagte direkt, dass uns dieses Zimmer lieber gewesen wäre (aber für 4 Tage hätte sich der Umzug in dieses Zimmer, nachdem wir schon alles ausgepackt hatten, auch nicht mehr gelohnt). Zu Hause schlafen wir oft genug ein, wenn der Fernseher noch läuft (dann lässt man ihn abends halt direkt leise laufen) und um 8 Uhr hätten uns die Glocken auch nicht wecken können, da wir um diese Zeit eh schon längst unterwegs waren. Und für dieses Zimmer hätten wir in jeder Nacht 10 Euro weniger bezahlt (weil es weniger Quadratmeter hatte).

    Ich meinte dann zu ihr, dass sie das mit den Schrägen bei ihren Mails (wenn sie Zimmer in verschiedenen Größen anbieten) besser erwähnen sollten, um solche Beschwerden zu vermeiden. Sie würde es zwar weiter geben, meinte aber gleichzeitig zu mir, dass man mit solchen Schrägen im Altbau (in Greetsiel sind ja alles Altbauen) immer rechnen müsse. Das sei völlig normal. Viele würden sich auch darüber beschweren, dass es dort nur Treppen gibt, dass es in keinem Hotel einen Aufzug gibt. Viele Gäste sind schon älter, hätten ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk. Natürlich fällt es diesen Gästen schwer, die Treppen bis ins Obergeschoss zu schaffen, aber wie gesagt, so sei es nunmal in einer "denkmalgeschützten" Altstadt, dort müsste man immer mit Treppen und auch Schrägen rechnen. Aber trotzdem, wenn wir das alles gewusst hätten, dann hätten wir das kleinere Zimmer genommen, hätten dort viel besser laufen können und hätten dafür sogar noch weniger bezahlt.

    Wir sind dann nach Hause gefahren, sind super gut in knapp 3 Stunden völlig ohne Stau durchgekommen.

    Unterwegs auf dem Weg zur Autobahn (A 31) mussten wir noch so aufpassen, keine Ente zu überfahren. Dort gingen sehr viele Enten mitten auf der Straße "spazieren". Die Einheimischen sahen das immer schon von weitem und fingen heftig an zu hupen, so dass die Enten dann den Weg frei machten, an den Straßenrand gingen. Zuerst hatten wir uns schon gewundert, warum die so am Hupen waren, suchten zunächst den Grund schon bei uns, ob mit dem Auto was nicht in Ordnung waren. Wir hielten vor den Enten immer an und rollten langsam weiter, bis sie den Weg frei machten und wir weiter fuhren konnten (so wie in Greetsiel in der Fußgängerzone, als wir bei der Anfahrt ganz langsam zum Entladen des Autos zum Hoteleingang gefahren sind und viele Grüppchen in aller Ruhe mitten "auf der Straße", also in der Fußgängerzone spazieren gingen, wo wir ja durchfahren mussten).

    Zu Hause wollten wir dann eigentlich noch Einkaufen fahren, hatten aber absolut keine Lust mehr (hatten zum Glück auch noch genug zu Hause). Erstmal das Auto ausladen und alles in die Wohnung bringen. Im Treppenhaus haben wir noch Nachbarn getroffen, uns mit denen unterhalten. Der Polizist neben uns hat gekündigt (er wohnte hier erst seit 01.10., ist ja erst nach uns hier eingezogen). Er hat in diesem Jahr seine Freundin kennengelernt, seine ganz große Liebe. Die Beiden wollen zusammen ziehen, direkt in eine größere Wohnung mit Kinderplanung. Sie haben bereits eine größere Wohnung gefunden, sind dort schon am renovieren und haben hier bereits gekündigt, haben die ersten Sachen bereits in die neue Wohnung gebracht.

    Die ältere Frau (75 Jahre) daneben hat schon Post bekommen, dass ihre Fenster (die neuen Fenster, die wir bekommen werden) ab Freitag, 18. September eingebaut werden. Sie hat jetzt schon Angst vor dem ganzen Dreck, vor der ganzen Aufregung, die dann auf sie zukommt (alle Möbel zur Seite stellen). Auch, weil es halt an einem Freitag gemacht wird, dass sie dann übers Wochenende im Dreck sitzen wird.

    Um unsere Fenster (also bezüglich des Termines) werden wir uns dann erst nach unserem Urlaub kümmern. Den wollen wir uns davon jetzt nicht kaputt machen lassen. Ich habe dann zuerst die Koffer ausgepackt und die Waschmaschine angeschmissen (3 Maschinen habe ich geschafft, hängt alles schon zum Trocknen). Dann waren wir beide total kaputt, immerhin sind wir ja morgens schon um 6 Uhr aufgestanden. Wir haben uns dann für 2 Stündchen hingelegt, einen kleinen Mittagsschlaf. Nachmittags haben wir dann noch alle anderen Sachen ausgepackt, alles sortiert. Die Sachen, die wir wieder mitnehmen werden, schon mal zur Seite für den zweiten Urlaub gelegt.

    Gegen Abend habe ich mit meiner Mutter telefoniert. Sie ist ja am Samstag umgezogen und dort herrscht das totale Chaos. Telefon und Internet klappen nicht. Nachmittags war der Mann dort, der ja auch meinen Computer eingerichtet hat. Er hat mehrmals mit der Telekom telefoniert, aber sie konnten keinen Grund, keinen Fehler finden. Am Mittwoch (irgendwann im Laufe des Tages) kommt einer von der Telekom deswegen raus. Fernsehen, also Kabelanschluss geht auch nicht. Darum will sich der Hausmeister noch in dieser Woche kümmern. Ein Nachbar ist dann zum Baumarkt gefahren und hat ihnen eine "Zimmerantenne" mitgebracht, so dass sie jetzt ein bisschen über DVBT Fernsehen gucken können.

    In der Küche haben sie kein Wasser. Die Küche ist komplett neu gemacht worden, also auch alles neue Kacheln/Fliesen. Dabei hat einer aber nicht mitgedacht und hat die komplette Wand dicht gemacht. Einschließlich der Wasserrohre. Sie haben also keine Möglichkeit Wasser zu bekommen (holen es jetzt immer aus dem Badezimmer, Waschbecken, Dusche und Waschmaschine funktionieren immerhin) und auch das untere Rohr ist zu, so dass die Spüle auch nicht angeschlossen werden kann, das alte Wasser also jetzt ins Klo geschüttet wird. Auch darum will sich in dieser Woche noch jemand kümmern (und die neue Kacheln wieder "aufkloppen", um die Wasserrohre wieder frei zu legen). Aber immerhin haben sie dort Strom, Ofen und Kühlschrank (mit Tiefkühler) sowie Waschmaschine und Trockner funktionieren schon mal.

    Das ist uns ja hier so ähnlich ergangen. Unser Badezimmer ist ganz neu. Badewanne, Klo und Waschbecken kamen raus, alles wurde neu gemacht, anstatt der Wanne haben wir eine schöne Duschkabine. Neben der Duschkabe sind die Anschlüsse für die Waschmaschine, also für das Wasser. Ja, aber der Strom, also die Steckdose für die Waschmaschine und den Trockner wurden völlig vergessen. Im Badezimmer haben wir eine Steckdose neben dem Waschbecken, die ja auch für den Fön ist. Waschmaschine und Trockner stecken jetzt in einer Mehrfachsteckdose, von dort aus haben wir ein Verlängerungskabel über das Regal bis zur Steckdose (neben dem Waschbecken) gelegt. Da muss ich jetzt halt immer Wechseln. Und während die Waschmaschine läuft muss ich ja nicht gleichzeitig Föhnen. Man muss halt immer flexibel sein.

    Ich bin mal gespannt, wie es bei meiner Mutter weiter läuft, ab wann sie in der Küche Wasser hat, ab wann ihr Telefon wieder funktioniert und ab wann sie wieder normal Fernsehen gucken kann (über DVBT kriegt sie ja viel weniger Sender als über Kabel). Sie hat zwei Fernseher, einen großen im Wohnzimmer und einen kleinen (neuen) im Schlafzimmer. In der alten Wohnung hatte sie in meinem früheren Kinderzimmer einen kleinen Fernseher. Der war noch von mir, darauf habe ich früher von meinem Bett aus Fernsehen geguckt (so alt war der schon). Für die neue Wohnung, in der ja kein Kinderzimmer mehr ist, haben sie jetzt halt einen neuen kleinen Fernseher geholt, den sie dort im Schlafzimmer aufgestellt haben. An diesen neuen Fernseher haben sie jetzt vorerst die Zimmerantenne angeschlossen.

    Eigentlich wollte ich abends noch Sport machen, aber ich hatte absolut keine Lust, konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Ich kann das nicht, so wie manche von meinen Kolleginnen, "heute" aus dem Urlaub kommen und "morgen" wieder arbeiten gehen. Ich liebe es, wenn wir im Urlaub viel unterwegs sind, so viel wie möglich sehen und erleben, so viele neue Eindrücke wie möglich sammeln, aber danach brauche ich immer einen bis zwei Tage totale Ruhe und Entspannung, um wieder total "runter zu fahren", bevor es dann wieder losgehen kann. Und am Donnerstag starten wir dann ja schließlich in den nächsten Urlaub, für den wir schon so einige Ausflüge geplant haben, auf die ich mich jetzt schon so richtig freue (hoffentlich spielt auch dort das Wetter dann mit!!). Meinem Freund geht es darin genauso, auch er hing gestern Abend nur noch auf der Couch, wollte nur noch seine Ruhe haben, Fernsehen gucken und die letzten Tage erstmal richtig verarbeiten.

    Gleich werden wir erstmal die Fotos auf den Computer übermitteln, sie in groß angucken. Dann noch in die Waschanlage, die Scheiben für die nächste Tour zumindest wieder etwas zu säubern (wir haben "tausende" von Fliegen auf der Scheibe).

    Ernährung am Montag:
    7 Uhr 2 Brötchen (Erdbeer- und Aprikosen-Marmelade), 1 Ei.
    18 Uhr paniertes Schollenfilet mit Bratkartoffeln.
    21 Uhr 1 Vanille-Quark.
    22 Uhr 1 Becher "Spaghetti-Eis" (also Vanille-Eis mit Erdbeer-Soße - ich konnte nicht anders....).

    Bewegung: Keine (ich brauchte mal einen richtigen "Ruhetag").

  • So. 23. August 2015 (Schloßpark Lütetsburg)

    Im großen und ganzen war der heutige Tag echt schön.

    Das späte Frühstücken heute morgen war nicht so toll. Wir sind erst um 7.30 Uhr aufgestanden, waren um 8.20 Uhr im Frühstücksraum. Dort war es bereits sehr voll und dadurch auch total unruhig. Einer von den Gästen war immer im Raum unterwegs, um sich noch etwas vom Frühstücksbuffet zu holen. Morgen früh, also am letzten Tag, wollen wir wieder früher aufstehen, ein bisschen mehr Ruhe beim Frühstücken haben (ich habe meinen Wecker bereits auf 6 Uhr gestellt, spätestens um 6.30 Uhr aufstehen, ich brauche morgens halt immer etwas "Anlaufzeit").

    Nach dem Frühstücken (gegen 9 Uhr) waren wir zuerst wieder kurz am Hafen, eine kleine Runde dort laufen. Dann sind wir zum Schloßpark Lütetsburg gefahren, etwa 30 Minuten von hier. Dort waren wir zuletzt vor etwa 6 Jahren (als wir zum ersten Mal hier waren).

    Dort war es einfach nur super schön. Wir waren etwa 3 Stunden dort, von 10 Uhr bis 13 Uhr. Sonne pur, strahlend blauer Himmel und herrlich warm. Wir sind sehr viel spazieren gegangen, waren dort fast alleine, sind dort nur wenigen weiteren Besuchern begegnet. Das war so richtig schön. Dort sind auch viele Bänke. Zwischendurch haben wir kleine Pausen eingelegt, ein paar Minuten hinsetzen und sonnen.

    Zuerst wollte ich meine Armbanduhr abtun, an den Armen "nahtlos" braun werden. Aber ich kriege ja eh nur schlecht Farbe, bin meistens mächtig blass. Also habe ich die Uhr absichtlich dran gelassen. Ja, und so kann ich jetzt sogar sehen, dass ich etwas Farbe bekommen habe, weil die Uhr halt einen kleinen weißen Streifen hinterlassen hat. Und "nahtlos" braun werde ich ja eh nicht, da ich ja schließlich auch eine Bluse, lange Hose und Turnschuhe an hatte (so wie üblich halt). Ja, aber dank der Uhr sehe ich jetzt halt, dass ich heute (bzw. in diesem Urlaub) tatsächlich schon etwas Farbe bekommen habe und nicht mehr total blass bin. Zeitweise habe ich mich sogar auf eine Wiese gelegt, habe die Ruhe total genossen (mein Freund hat in dieser Zeit weitere schöne Fotos gemacht, das Fotografieren ist ja ebenfalls sein großes Hobby).

    Hier ist im Moment ja sehr viel los, wie ich gestern ja auch schon geschrieben habe. Ferien in Niedersachsen und gleichzeitig so viele Wochenendurlauber. Umso mehr haben wir die Ruhe in diesem Park genossen.

    Zwischendurch hat sich dort noch eine Situation ergeben. Am meisten hörte man dort Hunde bellen, weil dort einige mit ihren Hunden Gassi gingen. Dann hörten wir plötzlich ein lautes "Miau" und wurden sofort hellhörig. In einem Gebüsch saß eine kleine süße, "getigerte" Katze, etwa 3-4 Monate alt. Die war super süß. Zuerst war sie ängstlich, aber dann wurde sie neugierig, kam auf uns zu und "schnupperte" uns ab. Ja, und schon hatte sie vertrauen zu uns, legte sich der Länge nach vor uns auf den Rücken und ließ sich genüßlich von uns streicheln. Mein Freund nahm sie auf den Arm, sie kuschelte sich ganz eng an ihn und fing total an zu schnurren.

    Ja, und dann wurden wir sie nicht mehr los, sie blieb über eine halbe Stunde in unserer Nähe. Wir gingen ein paar Schritte weiter, sie rannte immer wieder hinter uns her, "Miau" und legte sich wieder vor uns hin (rannte durch unsere Beine hindurch, wir mussten aufpassen, dass wir nicht auf ihre Pfötchen traten). Immer wieder nach dem Motto "guckt mal, wie süß ich bin" (Grins). Unser "Kopfkino" ging schon an, Was wäre wenn. Was wäre, wenn wir sie mitnehmen würden (was wir natürlich nicht gemacht haben), wie könnten wir sie nach Hause bekommen, wie würden wir unseren Alltag mit ihr gestalten usw. Aber das kommt ja alles nicht in Frage. Bei uns ist eh keine Tierhaltung erlaubt. Wir wohnen in der 4. Etage. Und wir sind ja auch den ganzen Tag über unterwegs (bei mir Arbeit und Sport), haben ja auch keinen, der sich im Urlaub mal darum kümmern könnte.

    Und wir wollen auch keine Katze mehr. Wir hatten ja eine Katze, die 20 Jahre geworden ist, im November vor 2 Jahren gestorben ist (reine Altersschwäche). Sie war für uns wie ein richtiges Kind, wir haben beide mächtig getrauert (ich habe deswegen sehr viel geweint, meine Depressionen wurden deswegen zeitweise wieder intensiver) und im Grunde sind wir beide bis heute nicht ganz darüber hinweg (bei manchen Erinnerungen kommen uns noch heute die Tränen). Ja, aber trotzdem war diese kleine Katze super süß und unser Kopfkino lief halt auf Hochtouren.

    Wir hatten schließlich Angst, dass sie zu anhänglich wird. Eine halbe Stunde lang lief sie uns halt hinterher, quer durch den Park. Wir blieben immer wieder stehen, streichelten sie immer wieder, nahmen sie immer wieder auf den Arm, haben mit ihr etwas gespielt. Dann kam uns eine Familie mit einem kleinen Hund entgegen. Vor dem hatte sie wohl etwas Angst und sprang ins Gebüsch, in eine sichere Entfernung. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und gingen zügig weiter. Es fiel uns zwar beiden sehr schwer, aber es war besser so.

    Im Museumsshop haben wir uns dann noch ein paar Sachen geholt, dann sind wir wieder gefahren. Gegen 14 Uhr waren wir wieder hier. Unser Hotel hat zwar einen eigenen Parkplatz, aber der ist für jeden frei zugänglich, im Grunde kann dort jeder parken (also dort wird keiner kontrolliert). Der Parkplatz war dicht. "Nebenan" ist Edeka mit einem großen Parkplatz. Auch dort war alles dicht. Wir fuhren etwa eine halbe Stunde immer wieder durchs Dorf (durch verschiedene Straßen), bis wir endlich einen Parkplatz gefunden haben (bis ein anderes Auto endlich weg fuhr).

    Kurz auf das Zimmer und dann wieder los. Zuerst sind wir Essen gegangen. Anschließend sind wir durch einige Geschäfte gebummelt, haben uns auch noch ein paar Sachen geholt. Aber hier war es uns heute einfach viel zu voll, viel zu viele Menschen. Außerdem wurde es heute Nachmittag total windig, das war schon total unangenehm. Gegen 17 Uhr gingen wir wieder ins Zimmer (hatten dann keine Lust mehr auf einen weiteren Bummel).

    Ja, und jetzt wollen wir nur noch nach Hause (morgen soll es ja eh regnen). Das Zimmer mit den vielen Schrägen nervt uns einfach total. Wir haben vorhin (bis auf Schlaf- und Waschsachen) schon mal alles gepackt (damit es morgen früh nicht so stressig wird). Auch das Kofferpacken war mit diesen Schrägen eine Qual, weil wir ja ständig auf unsere Köpfe, also auf die Schrägen aufpassen mussten. Wir freuen uns schon so sehr auf nächste Woche. Ab Donnerstag sind wir dann eine Woche an der Nordsee, dann in Schleswig-Holstein, also oberhalb von Hamburg. Dort waren wir noch nie, das ist für uns völliges "Neuland". Auf diesen Urlaub, auf diese Woche freuen wir uns halt total.

    Morgen erstmal nach Hause fahren und die Sachen waschen, weil wir so ziemlich die gleichen Sachen wieder mitnehmen werden. Am Mittwoch habe ich zum Glück dann erst nochmal Training (meine Muskulatur nochmals so richtig stärken) und Donnerstag geht es dann wieder los. Dieser Kurzurlaub war ja nur eine "Notlösung" (eine sehr schöne und positive "Notlösung"), weil es mit dem eigentlich geplanten Urlaub in London nicht so richtig geklappt hat, weil diese Tour mangels Teilnehmerzahl zu lange auf der Kippe stand. Dagegen war dieser Urlaub dann wirklich super schön. Und die Woche in Schleswig-Holstein sehen wir halt als unseren "Haupturlaub" an (länger als eine Woche fahren wir eigentlich nie, das ist uns einfach zu lang).

    Heute Mittag, als wir in dem Park waren, musste ich noch an mein Training denken, weil ich sonntags zu dieser Zeit halt immer meinen Trainingstermin habe. Irgendwie habe ich das so richtig vermisst, es gehört halt längst so richtig zu meinem Alltagsrhythmus dazu. Und ich freue mich auch schon darauf, wenn es nach unserem Urlaub dann wieder regelmäßig weiter geht.

    Aber ich bin froh, dass es mir dank des Trainings jetzt so gut geht. Bis auf ein paar Schmerzen in der linken Ferse (zeitweise beim Laufen) war ich heute völlig schmerzfrei. Und das könnte auch von gestern, von dem Leuchtturm kommen, da mein Freund in den Waden ebenfalls einen Muskelkater hat. Aber von den damaligen Schmerzen in den Beinen und im Rücken (als wir vor 4 Jahren hier waren) habe ich heute absolut gar nichts mehr gemerkt. Ja, ich bin wirklich total stolz und happy darüber, dass ich dieses Training immer so regelmäßig durchziehe (und auch sehr glücklich darüber, dass mein Trainer mir dabei immer wieder so gut hilft, halt auch mit seinem guten Trainingsprogramm, einschließlich dem Trainingsprogramm für den Urlaub).

    Heute Abend habe ich dann noch das Trainingsprogramm durchgezogen (jeden zweiten Tag hatte ich ja eh eingeplant). Bei den Kniebeugen und den Ausfallschritten habe ich wieder die 1 kg Hanteln dazu genommen. Bei den 30 Sekunden Unterarm-Liegestütze hat mein Freund mit auf die Uhr geguckt, "Start und Stopp" gesagt. Nach dem Programm, als ich nach den Crunches auf dem Boden lag, habe ich dann noch 3 Übungen mit drangehangen (das "flache Fahren", beide Beine anziehen und strecken und auf der Seite liegend mit dem oberen Bein Arbeiten). Ja, wie gesagt, bis auf die Fersen habe ich zur Zeit gar keine Schmerzen und das kann wirklich vom Muskelkater, von den 320 Stufen im Leuchtturm kommen.

    Am Ende von meinem Urlaub kommt mein Training dann nochmals etwas aus dem Rhythmus (weil mein Trainer einen anderen, wichtigen sportlichen Termin hat), aber ich gehe davon aus, dass wir danach (nach einem "Zwischentermin" am Ende meines Urlaubes) wieder in unseren gewohnten Rhythmus kommen werden (also Mittwochs und Sonntags).

    Nächste Tage erstmal sehen, ob und wie viel ich in diesem ersten Urlaub zugenommen habe. Ich glaube nicht, dass es wer weiß wie viel sein wird, da ich (abgesehen von den täglichen Pommes) ja immer sehr aufgepasst habe, zum größten Teil auf den Nachtisch verzichtet habe (stattdessen meistens als Nachtisch Kaffee getrunken habe und abends dann halt einen Apfel gegessen habe). Mein Freund hatte sich diese kleinen Kuchen "Yes-Torty" geholt, wovon er noch 2 über hatte. Nachdem ich auch heute wieder als Nachtisch eine Tasse Kaffee getrunken habe, konnte ich heute Abend nicht widerstehen und habe diese beiden "Schoko-Törtchen" noch gegessen. Das war so richtig herrlich lecker (aber dafür sind wir ja auch rund 3 Stunden durch den Park gelaufen und mein kleines Trainingsprogramm nicht zu vergessen).

    Ernährung:
    8.30 Uhr 2 Brötchen (Erdbeer- und Aprikosen-Marmelade), 1 Ei.
    15 Uhr gegrillte Schweine- und Hähnchenbrust (vom Grill, also nicht paniert), Pommes und Salat (Gurken und Krautsalat). Als "Nachtisch" 1 Tasse Kaffee.
    22 Uhr 2 kleine Schoko-Törtchen "Yes-Torty" (ich konnte nicht anders, wenn ich schon so oft auf einen süßen Nachtisch verzichte).
    23 Uhr 1 Apfel.

    Bewegung:
    Etwa 20 Minuten mein "Urlaubs-Trainingsprogramm" und etwa 5 Minuten Dehnen (Beine/Fersen, Körper/Katzenbuckel, Schultern).

    20 x Kniebeugen, 20 x Ausfallschritt (mit jedem Bein 10 x vorne), im Vierfüßlerstand Arm und Bein diagonal (mit jeder Seite 10 x), 3 richtige Liegestütze, 10 Liegestütze auf den Knien, 10 x hoch zur Brücke, in Brücke 20 x laufen (und Bein strecken), 30 Sekunden Unterarm-Liegestütze, 10 gerade Sit-ups (Crunches), 20 seitliche Crunches (10 x zu jeder Seite, mit der Hand seitlich zum Fuß), "flaches Fahren" (also Bicycle Crunches, 20 x im Wechsel, Oberkörper dabei hoch und drehen), flach liegen und beide Beine 10 x anziehen und strecken, auf der Seite liegend (im Wechsel) oberes Bein erst 10 x anziehen (Knie Richtung Brust) und strecken, dann 10 x gestreckt nach oben.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.