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  • Donnerstag, 30. Oktober 2014

    Am Donnerstag fand ich es schön,

    - als wir bei der Bank waren. Die ganze Atmosphäre war irgendwie schön.

    Es war dort zwar viel los, aber das hat uns nichts ausgemacht. Alles war irgendwie so locker.

    Zwei Mitarbeiterinnen von der Bank gingen mit großen Tellern herum und verteilten "Amerikaner" (kostenlos). Darüber haben wir uns dann noch unterhalten. Viele Sachen dürfen nicht mehr gesagt werden, warum diese Teilchen dann immer noch Amerikaner heißen würden. Aus "Negerküssen" (womit wir aufgewachsen sind) wurden "Schokoküsse", aus Mandarinen Clementinen und auch aus Sankt Martin wird meistens ein Lichterfest (wegen der Laternen) gemacht. Ja, aber die Amerikaner gibt es immer noch. Aber wie sollte man diese auch anders nennen? Bei diesem Gespräch ging die Zeit dann sehr schnell um.

    Eine Frau von einer Zeitung lief dort herum und machte wegen dem Weltspartag viele Fotos. Auch von ihr fielen einige gute Kommentare, über die wir sehr lachen mussten. Die Stimmung war im ganzen irgendwie total gut.

    Vor uns war eine Mutter mit zwei kleinen Mädchen. Bis dahin ging es recht zügig voran. Als die Drei dann dran waren, drückten sie der Mitarbeiterin der Bank tatsächlich mehrere Spardosen (die verschiedensten Formen und Motive, als Elefant, Katze, mit Fotos drauf usw.) in die Hand, dazu ein Schlüsselbund mit vielen Schlüsseln. Die Frau (die Mutter) meinte dann, dass jeder Schlüssel zu einer Spardose passen müsste und während sich die Mitarbeiterin die Schlüssel und die Spardosen vornahm, hat sich die Mutter um die Kinder gekümmert, denen es total langweilig war. Die Schlange hinter uns wurde immer länger und es fielen viele gute Kommentare, wie die Mitarbeiterin der Bank "verzweifelt" versucht hat, für alle Spardosen die richtigen Schlüssel zu finden. Wir mussten mehrmals so richtig loslachen.

    Für eine Spardose passte kein Schlüssel. Vielleicht war der Schlüssel auch zu sehr verbogen. Die Mutter holte aus und warf diese Porzellandose heftig auf den Boden. Die Teile und auch das Geld verteilten sich im großen Bogen (alles Kleingeld). Daraufhin fing die Frau hinter uns das Lied "Und dann hau ich mit dem Hämmerchen mein Sparschwein....." an, wo wir mit mehreren spontan einstimmten und mitsangen, anschließend alle laut loslachen mussten. Dann gingen viele auf den Boden und haben geholfen, das ganze Kleingeld zusammen zu sammeln, gaben es dem Mädchen dann in die Hand.

    Ich hatte mich übrigens nicht verzählt, es waren genau 50 Euro. Die habe ich dann auf meinem Konto gutschreiben lassen.

    Danach waren wir dann noch Einkaufen, haben so einiges geschafft. Es war ein gemütlicher und ausgiebiger Einkaufsbummel.

    - als ich mich im zweiten Institut wegen der KG erkundigt habe. Die kommen zwar auch nicht in Frage, aber immerhin habe ich die Suche noch nicht aufgegeben. Heute (am Freitag) stehen bereits zwei weitere Institute auf meiner Liste (in Stadtnähe). Bei dem Institut am Donnerstag handelt es sich mehr um ein Fitness-Studio. Dort wird zwar die KG angeboten, aber nur "prophylaktisch", also vorbeugend, wie dort betont wurde. Und auch nur für Mitglieder dieses Vereines und auch nicht auf Krankenschein, nur gegen Barzahlung. Ja, aber wie gesagt, noch ist nicht aller Tage Abend....

    In diesem Zusammenhang wollte ich dann nochmals über meine "Probleme" mit meiner Physiotherapeutin schreiben. Sie ist total lieb und nett, fast schon eine kleine Freundin für mich, was für mich den Wechsel allerdings nicht gerade leichter machen wird....

    Aber zum einen wiederholen sich bei ihr die Übungen sehr extrem. Durch den Wechsel hoffe ich halt auch, dass ich etwas frischen Wind in die Therapie bekomme. Jeder Therapeut ist halt anders und hat andere Ideen.

    Dann die Sache mit der Türe. Das war auch am Montag Abend wieder. Sie sind im zweiten Stock. Die anderen Bewohner des Hauses schließen die Haustüre ständig ab. Man kommt dort häufig nicht rein und raus. Dazu muss meine Therapeutin immer die Therapie unterbrechen, ins Erdgeschoss rennen um die Türe aufzuschließen. Das nervt mich inzwischen auch mächtig. Ich habe selber schon sehr oft (auch am Montag wieder) unten vor verschlossener Türe gestanden. Dann wieder hoch in die zweite Etage, meine Therapeutin bei der Behandlung mit der nächsten Patientin stören (wenn ich Pech habe und sie gerade bei einer Massage ist, musste ich dann auch schon einige Minuten warten), sie kommt dann mit mir runter und schließt unten wieder auf. Auch wenn ich gerade selber in der Behandlung bin und die nächste Patientin kommt. Dann heißt es, wiederhole diese Übung bis ich wiederkomme und sie rennt mal eben runter, um die Türe für die nächste Patientin aufzuschließen. So geht es dort ständig. Aber die Nachbarn ("normale" Mieter und Arztpraxen, Rechtsanwälte usw.) weigern sich, die Türe offen zu lassen. Mein Freund meinte schon aus Scherz, so oft, wie ich schon vor verschlossener Türe gestanden hätte, wäre es an der Zeit, einen eigenen Schlüssel zu bekommen. Ich habe deswegen abends schon des Öfteren meine Bahn verpasst, weil ich erst wieder nach oben rennen musste und dann etwas auf meine Therapeutin warten musste (die halt beim nächsten Patienten in der Behandlung war).

    Und dann die Sache mit meiner "Vorturnerin", wie ich es immer nenne. Eine sehr liebe, ältere Frau, die im Rollstuhl sitzt. Allerdings ist sie schon zu lieb und nett. Wegen ihr habe ich jetzt immer eine verkürzte Therapie. Sie hält einen immer an der Hand fest, will einen "knuddeln" und umarmen, Küsse ins Gesicht geben. Von ihr kommt man nicht so schnell weg. Auch ihr Mann ist total nett, aber zu aufdringlich. Nach der Arbeit wollte ich mich dort eigentlich ins Wartezimmer setzen, etwas lesen und dann pünktlich mit der KG beginnen. Das ist nicht möglich. Er fängt sofort an zu erzählen und hört dann nicht mehr auf. Und wenn man dann einfach gehen will, hält auch er einen an der Hand fest, warte doch, ich bin noch nicht fertig..... Meine Therapeutin musste schon mehrmals dazwischen gehen und mich von beiden "befreien". Aber auch sie schafft es nie sofort, die beiden sind sehr hartnäckig. Inzwischen warte ich meistens vor dem Haus oder im Treppenhaus, bis ich höre (bzw. sehe), dass sie aus der Praxis raus sind. Dann schnell rein und mich umziehen. Ja, aber dadurch beginnt meine Therapie jetzt im Grunde immer erst gegen 17.40 Uhr, dauert dadurch nur noch rund 20 Minuten, nicht mehr die eigentlichen 25 Minuten (Termin habe ich immer um 17.35 Uhr), für die ich ja eigentlich bezahle. Ja, auch das nervt mich unwahrscheinlich.

    Ja, und da kommen dann halt noch die Gespräche mit meiner Therapeutin dazu. Die privaten Gespräche sind immer total lieb und herzlich, aber bei den anderen Gesprächen muss ich halt echt "aufpassen". Sie redet häufig das Gegenteil von meinem Trainer (dem ich halt mehr vertraue) und bremst mich in vielen Sachen immer wieder aus. Ich bin total stolz auf meine Erfolge (z. B. auch mit den 5 kg Hanteln), aber ihrer Meinung nach ist das zu intensiv für mich. Bei der KG nehmen wir bis heute die 1 kg Hanteln, die bei meiner Erkrankung viel besser wären. Sie erinnert mich eh sehr häufig an meine Erkrankung, dass ich bei vielen Sachen mehr aufpassen muss (also beim Sport nichts übertreiben soll). Ja, und so entstehen immer wieder Reibereien und sie treibt mich in "Gewissenskonflikte", weil ich persönlich das Training meines Trainers total super gut finde (viel besser als die KG), es mir immer wieder Spaß macht und ich auch dabei bleiben möchte. Und seitdem ich mit der zweiten KG-Einheit (mittwochs) aufgehört habe, seitdem mittwochs lieber Training mache, seitdem sind ihre Sprüche noch viel mehr geworden, dass ich viel zu viel mache, sportlich mehr runterschrauben soll. Ja, aber diesbezüglich ist mein Arzt halt anderer Meinung. Umso mehr Sport, umso weniger Schmerzen, umso besser geht es mir..

    Ja, das sind halt so die Gründe, weshalb ich, auch wenn wir uns sehr gut verstehen, trotzdem lieber wechseln möchte.

    - als wir abends Fernsehen geguckt haben. Zuerst (donnerstags) wieder die Kochprofis, danach Markus Lanz (was ich wieder total interessant fand) und danach noch den Krimi mit Inspector Barnaby, was mich von der Art her immer sehr an die früheren Krimis von Columbo erinnert, die ich früher sehr gerne geguckt habe. Es muss in Krimis nicht immer "Ballerei" sein, diese psychischen Gespräche, wie sie den Tätern dann auf die Spur kommen, finde ich immer wieder total gut und interessant.

    Ansonsten war es nach dem Einkaufsbummel ab etwa 18 Uhr ein total ruhiger Abend auf der Couch. Ich hatte zu gar nichts mehr Lust, konnte mich zu nichts mehr aufraffen. Sport habe ich keinen mehr gemacht (aber schließlich habe ich ja auch noch den Krankenschein) und um den Haushalt werde ich mich nächste Tage noch kümmern. Eine totale Lustlosigkeit, keine Lust zu gar nichts. Einfach nur ruhig liegen bleiben und Fernsehen gucken.

    Aber trotzdem fand ich den Tag (einschließlich der Situation bei der Bank) so richtig schön und abends auch schön entspannend.

    Ernährung:
    11 Uhr 1 Scheibe Brot mit Ei, 1 Scheibe Toast mit Wurst.
    19 Uhr Gulasch (mit Soße), Kartoffeln und Erbsen/Möhren.
    22 Uhr 1 Vanille-Quark.

    Trinken: 4 Gläser Wasser (0,2 l) und eine kleine Tasse Kaffee.

    Bewegung: Keine (abgesehen vom Laufen durch die Geschäfte).

  • Mittwoch, 29. Oktober 2014

    Am Mittwoch war ich glücklich bzw. fand ich es schön,

    - dass ich mein Sportprogramm mal wieder durchgezogen habe.

    Zuerst bin ich Fahrrad gefahren, habe die 10 Kilometer dieses Mal in 33 Minuten geschafft (bin eine Idee schneller gefahren als sonst). Auf meinem MP3-Player habe ich inzwischen alle Lieder, die deutschen Schlager, aber auch alle Lieder vom Training. Es sind mehrere Lieder dabei, bei denen man so richtig gut in Schwung kommt.

    Anschließend noch rund 15 Minuten Gymnastik. Erst mit den 5 kg Hanteln. Hinstellen und 10 x für den Biceps (also Hände Richtung Schultern), möglichst langsam die Ausführung. Dann auf den Rücken legen und "Hantelbank", die Arme 15 x hoch (zwischendurch nicht ablegen).

    Weiter ohne Hanteln. 2 richtige Liegestütze (ich habe 3 versucht, aber beim dritten Versuch konnte ich die Spannung nicht halten, meine Beine waren zu schnell unten) und 10 Liegestütze auf den Knien. Auf dem Bauch liegend, Arme in U-Haltung, 11 x mit dem Oberkörper hoch. Nochmals 11 x hoch und die Arme nach vorne strecken.

    Auf den Rücken legen, 11 x hoch zur Brücke. Oben 2 x 10 mal auf der Stelle laufen, das Bein dabei nach unten Strecken. Flach auf den Rücken legen, Beine anziehen, 11 x zusammen nach unten strecken. Dann 10 x "flaches Fahren" (im Wechsel nach unten strecken). Nochmals 10 x im Wechsel strecken, dabei Oberkörper hoch, Arme hinter den Kopf, Ellenbogen im Wechsel zum angezogenen Bein drehen. Beine aufstellen, 10 x Crunches, Hände Richtung Knie.

    Dann noch 2 Übungen im Stehen. Erst das Theraband um die Türklinke gewickelt (die gibt den besten Widerstand) und die Enden des Bandes nach hinten ziehen, also 11 x die "Ruderbewegung" (Schultern nach hinten). Mit den 1 kg Hanteln, Oberkörper gerade nach vorne beugen und die "Butterfly-Übung", Arme leicht anbeugen, erst runter, dann seitlich weit hoch (ebenfalls Schultern nach hinten).

    Auch wenn ich danach ziemlich kaputt war, meinen Fuß wieder etwas gemerkt habe (nicht wer weiß wie schmerzhaft, aber ein Ziehen im Fußgelenk), es hat mal wieder so richtig gut getan, was für mich getan zu haben. Dieses Programm will ich jetzt mal wieder "öfters", im Grunde auch regelmäßig durchziehen.

    - als mein Freund danach meinen Fuß mit dem "Schmerzgel" eingerieben bzw. leicht einmassiert hat. Das tat zwar im Gelenk, an der Ferse etwas weh (dort bin ich immer noch sehr schmerzempfindlich), aber das Gel hat gut gewirkt, etwa eine halbe Stunde später war ich wieder schmerzfrei.

    - als ich unser Kleingeld, das wir in den letzten Monaten gesammelt haben, für den Weltspartag gezählt habe (um einen Überblick zu bekommen). Ich bin auf 50 Euro gekommen. Das lohnt sich doch schon mal für den Anfang.

    - dass ich abends noch kurz an der Haustüre war, dass wir noch unsere "Wochenzeitung" bekommen haben. Die wird hier immer sehr schnell weggeschmissen. Ich lese sie aber immer gerne, weil darin alles steht, was hier in der Umgebung so los ist, was es hier so Neues gibt (einschließlich interessanter Berichte über Veranstaltungen usw.). Anfangs waren wir ein paar Mal etwas zu langsam. Wenn Mitbewohner die Zeitungen im Hausflur liegen sehen (das stört sie anscheinend), dann machen sie sofort einen Sammelgriff und schmeißen alle weg. Ich habe dann einen Aushang an den Briefkästen gemacht, dass ich sie bitte lesen möchte, bevor sie weggeschmissen werden. Seitdem bleiben sie zumindest ein paar Stunden liegen (2 bis höchstens 12 Stunden, aber nicht länger), bevor sie weggeschmissen werden. In dieser Zeit muss ich dann halt schnell reagieren, sonst ist sie wieder weg.

    - dass ich zumindest den Anfang bei meiner Suche nach einer neuen KG-Therapie gemacht habe, auch wenn dieser erste Versuch noch negativ war.

    Ich habe mit einem Institut telefoniert. Dort wurde zwar ursprünglich ganz normale Physiotherapie angeboten, aber der Inhaber des Institutes, mit dem ich gesprochen habe, hat sich weiter fortgebildet, bietet inzwischen keine normale KG mehr an und wenn, dann alles nur noch auf privater Basis, nimmt keine KG-Verordnungen mehr an. Aber darauf kommt es mir ja an, da ich die Verordnungen ja weiterhin von meinem Arzt bekomme. Anschließend habe ich mit einem anderen Institut per Mail geschrieben. Ob die in Frage kommen, das weiß ich noch nicht. Dort will ich heute (am Donnerstag) mal persönlich vorbei gehen, mal selber mit denen reden.

    - als wir nach der ganzen Aufregung mit der Küche die Spülmaschine zum ersten Mal wieder in Betrieb genommen haben. Und es hat alles gut geklappt, aus dem Schlauch bzw. aus den Übergängen (aus den Dichtungen) kam kein Wasser. Der erste Versuch ist schief gegangen, vor lauter Aufregung, alles bloß richtig zu machen, habe ich glatt vergessen, das Wasser aufzudrehen. Nach ein paar Minuten, als die Spülmaschine alleine ausging, ist mir das dann aber zum Glück aufgefallen. Der zweite Versuch lief dann völlig normal. Schön, dass das so gut geklappt hat, das ist für uns natürlich viel Zeitersparnis.

    - als wir abends die Sendung mit Markus Lanz geguckt haben. Es waren mehrere interessante Gäste bzw. Themen dabei. Unter anderem auch Michael Mittermeier und Prof. Grönemeyer. Aber auch die Gespräche mit den anderen Gästen fand ich total interessant.

    Ansonsten war es ein angenehm ruhiger Tag, den ich so richtig genossen habe. Ich war viel im Wohnzimmer, lag auf der Couch, habe viel gelesen und Ruhe pur. Das tat wirklich so richtig gut.

    Ernährung:
    11 Uhr 1 Brötchen mit Ei und der halbe Stutenmann von gestern mit Butter.
    20 Uhr 1 Schale Fisch "a la Bordelaise" mit Broccoli-Belag, dazu einen Salatteller (grüner und Gurken mit Essig/Oel).
    22 Uhr 1 Erdbeer-Quark.

    Trinken: 4 Gläser Wasser (0,2 l) und eine große Tasse Kaffee.

    Bewegung: 10 Kilometer Fahrradfahren in 33 Minuten. Rund 15 Minuten Gymnastik mit 5 kg Hanteln (Biceps und Hantelbank), Liegestütze, auf dem Bauch liegend (Oberkörper hoch), Brücke (dabei laufen und Beine strecken), flach liegen, Beine strecken, flaches Fahren, Oberkörper dabei hoch, Crunches, mit dem Theraband (um die Türklinke) "rudern" und mit den 1 kg Hanteln "Butterfly", Arme (bei vorgebeugtem Oberkörper) seitlich hochziehen.

  • Dienstag, 28. Oktober 2014 (Sport)

    Am Dienstag Nachmittag war ich beim Training. Das war auch gut so, denn danach war ich, im Vergleich zu Montag Abend (also nach der KG) wieder so richtig gut drauf. Seelisch und auch körperlich, da ich nach dem Training wieder schmerzfrei gewesen bin. Ich hatte mir für abends noch ein paar Sachen im Haushalt vorgenommen, habe letztendlich aber viel mehr geschafft, worüber ich total happy gewesen bin (dass ich so gut voran gekommen bin).

    Das Training war im ganzen wieder total super gut. Im Grunde ist er für mich drei Personen in einem, was bei den meisten Personal-Trainern aber so ist, worüber viele auf ihren Seiten schreiben (auch Steve Kroeger in seinem Buch). Natürlich ein Trainer für den Sport (das Training war am Dienstag wieder super gut, meine Schmerzfreiheit spricht halt für sich), ein Ernährungsberater (sonst hätte ich in den letzten Monaten nicht so viel abgenommen) und auch ein "halber Psychologe", denn wenn einen irgendwelche Sorgen und Probleme total belasten, egal aus welchem Bereich, dann kann man sich nicht aufs Wesentliche, also auf das Training konzentrieren. Dann tut es halt auch gut, wenn man beim Training über diese Probleme mal reden kann. Ja, und wie ich schon des Öfteren geschrieben habe, mit meinem Trainer kann man eh über viele Sachen total gut und offen reden. Bei allen Sachen kann er mir natürlich nicht helfen, aber auch bezüglich der Arbeit (Probleme mit meinem Chef) hat er mir schon sehr gut geholfen (die Situationen mal aus einer anderen Sicht zu sehen).

    Ja, das Training war wieder sehr gut, von den Übungen her total abwechslungsreich. Und das Schönste war halt, dass ich danach wieder total schmerzfrei war, seelisch deswegen auch total gut drauf war.

    Man muss für Konditionsübungen nicht unbedingt einen Dauerlauf machen, es gibt auch genug andere Übungen, mit denen man den Kreislauf mächtig hochpuschen kann. Das habe ich am Dienstag wieder so richtig gemerkt. Wir haben die Fußgelenke zwar "geschont" (sie anderweitig mit in die Übungen mit eingebaut, mit dem Theraband uw.), kein Laufen auf der Stelle, keine Sprünge usw. aber dennoch war mein Puls zeitweise sehr am rasen, kam ich zeitweise sehr außer Atem.

    Schwer waren Übungen mit dem "geschlossenen Theraband", mit dem großen "Gummiband" sozusagen. Um die Fußgelenke legen und dann (mit diesem Gegendruck) verschiedene Bewegungsabläufe mit den Beinen (die Beine in verschiedenen Varianten weit auseinander). Manches ging noch einigermaßen, aber manches fand ich auch sehr schwer. Mal seitlich liegen, ein Bein so hoch wie möglich ziehen, mal auf allen Vieren und ein Bein (auch mit diesem Band) gerade nach hinten weg strecken, wobei ich das linke Bein mit dieser Spannung (vom Band) kaum strecken konnte (rechts ging es etwas besser). Dabei fand ich es gut (auch wenn es schwer war), als wir dabei nebeneinander lagen (beim seitlichen Hochziehen des Beines). Auch wenn er eh viel besser und kräftiger ist als ich, trotzdem habe ich automatisch versucht (es aber nicht ganz geschafft), mein Bein genauso hoch zu bekommen wie seines. Natürlich habe ich es nicht ganz geschafft, habe aber jedes Mal versucht (bei jeder Wiederholung), noch ein Stückchen höher zu kommen, seine Höhe zumindest annähernd zu erreichen. Das war im Prinzip der gleiche "Effekt" wie bei der Wassergymnastik, dass man automatisch versucht, bei den Leistungen von Anderen mitzuhalten.

    Bei Übungen auf dem Bauch liegend war seine Motivation auch mal wieder vom Feinsten. Oberkörper hoch und mit den Armen verschiedene Bewegungen. Ich wollte viel öfter runter gehen, kurz entspannen und durchatmen, habe diese Übungen dann letztendlich aber viel länger geschafft (oben zu bleiben), als ich vorher gedacht habe. Mit vielen von diesen kleinen Erfolgen erreicht man dann letztendlich die großen Erfolgserlebnisse.

    Es waren auch wieder "Partnerübungen" (wie ich es immer nenne) dabei. Die finde ich immer total gut. Das haben wir schon in den verschiedensten Varianten durchgeführt. Dabei zeigt sich dann halt immer das Vertrauen, ohne das so eine langjährige Therapie nicht möglich wäre. Ich hatte früher schon so einige Physiotherapeuten, mit denen ich solche und ähnliche Übungen im Leben nicht durchgeführt hätte. Also das Theraband unter Spannung, er hielt das andere Ende des Bandes und ich sollte damit verschiedene Übungen für die Arme durchführen (er zog von vorne, ich sollte die Arme z. B. immer weiter nach hinten ziehen). Wenn er dabei (rein theoretisch) losgelassen hätte, dann hätte ich wirklich "in der Ecke gelegen". Ohne Vertrauen kann man solche und ähnliche Übungen völlig vergessen. Der Unterschied zum Hanteltraining ist dann halt, dass er den Gegendruck dabei gezielt steuern kann, mal mehr, mal weniger intensiv ziehen kann (eine Hantel hätte bei diesen Übungen dann halt immer das gleiche Gewicht). Im Grunde kann ich bei solchen Übungen zwar nur "verlieren", umso mehr ich mich anstrenge, umso intensiver zieht er dann auch, aber trotzdem machen mir solche Übungen immer wieder Spaß. Ich gebe dabei alles und will es, egal wie fest er zieht, trotzdem solange wie möglich halten kann, es so lange wie möglich schaffen können, dabei immer besser werden.

    Ja, aber wie gesagt, ohne Vertrauen sind solche Übungen nicht möglich und ich hätte es auch bei ihm nicht vom ersten Tag an durchgeführt. Zum einen muss die Chemie halt stimmen und dann muss das Vertrauen wachsen. Wie schon Steve Kroeger in seinem Buch geschrieben hat, wenn die Chemie nicht stimmt, dann kann man alles vergessen, dann bringt auch das beste Training auf Dauer nichts.

    So wie mit meinem früheren Physiotherapeuten. Das werde ich nie vergessen. Auf dem Rücken liegend, eine Übung für die Arme, einen großen Medizinball hochwerfen. Bis er den Ball dann plötzlich, ohne Vorwarnung, fallen gelassen hat. Das war bei mir dann keine reine Reaktion, sondern pure Angst und Panik. Ich sah den Ball auf mein Gesicht fallen, Nasenbeinbruch, Schmerzen, Krankenhaus, und riss meine Arme einfach nur hoch, um mein Gesicht abzudecken. Dadurch fiel der Ball dann auf meinen Bauch, was in dem Moment weh getan hat. Danach bekam ich aus lauter Angst einen heftigen Weinanfall. Das Vertrauen zu diesem Physiotherapeuten war völlig weg, das Training mit ihm dauerte dann nicht mehr allzu lange.

    Dann haben wir auch über das Thema Ernährung bzw. Trinken gesprochen. Das ist halt nach wie vor meine große Schwachstelle. Ich bin stolz, wenn ich am Tag einen Liter schaffe, häufig komme ich nur auf rund einen halben Liter (im Laufe des Tages 2 Gläser Wasser mit 0,2 l und eine Tasse Kaffee). Da ich gewichtsmäßig im Moment einen Stillstand habe (bei 72,2 kg) hat er mir dann nochmals erklärt, was für eine große Rolle auch das Trinken beim Abnehmen spielt.

    Ich sage mal so, wenn er zu mir sagt, dass ich morgen eine halbe Stunde Fahrrad fahren soll, dann kann er zu 99 Prozent davon ausgehen, dass ich es auch machen werde (nicht zu 100 Prozent, irgendwas kann immer dazwischen kommen, aber auf jeden Fall zu 99 Prozent), aber wenn er zu mir sagt, dass ich morgen einen Liter Trinken soll, damit habe ich dann ein echtes Problem. Ich nehme mir lieber einen festen Zeitraum, in dem ich Sport mache, bevor ich ein Glas Wasser trinke. So war ich halt immer schon, das kriege ich in meinem Kopf einfach nicht geändert. Das fällt mir unwahrscheinlich schwer. Ja, wie gesagt, ich bin abends immer stolz, wenn ich einen Liter geschafft habe, was gelegentlich vorkommt. Aber mehr (1,5 Liter und mehr) das kommt bei mir nur super selten vor.

    Ja, und dann habe ich ihn auf meine Physiotherapeutin, auf das Gespräch mit ihr angesprochen. Ich konnte einfach nicht anders, es hat mich halt total beschäftigt. Und ihm vertraue ich halt mehr als ihr. Ich habe ihm von dem Gespräch am Montag, von den einzelnen Punkten erzählt (Abnehmen, Wassergymnastik und dass sie eine bessere Ausbildung hätte, dass er sich beim Training deswegen nur "um das Grobe" kümmern soll). Ja, und daraus entstand dann noch ein sehr interessantes Gespräch. Und ich kann dazu nur sagen, dass ich ihm nach wie vor viel mehr vertraue, als meiner Physiotherapeutin.

    Z. B. bezüglich des Abnehmens hat er mir dann den BMI vorgerechnet. Umso mehr Gewicht (auch auf die Beine und den Rücken drückt), umso mehr Schmerzen habe ich halt immer mal wieder (was mir ja auch schon die Orthopäden, auch während der Reha erklärt haben). Und was seine Ausbildung und sein Training betrifft, ich sage mal so, er kann sich sicher sein, dass ich das Training bei bzw. mit ihm ganz bestimmt auf Dauer so durchziehen werde. Eine bessere Hilfe (auch im Allgemeinen) könnte ich gar nicht bekommen.

    Ja, und was die Physiotherapie betrifft...... Am Dienstag Abend habe ich noch "Nägel mit Köpfen" gemacht und habe mich zwecks Preisvergleich und Probetraining mit verschiedenen KG-Instituten in unserer Stadt (und in diesem Stadtteil) in Verbindung gesetzt. Ich will jetzt nichts überstürzen, möchte aber schon mal an Probeterminen teilnehmen. Wie es dann weiterläuft, das wird sich dann zeigen.

    Auch bei der KG ist das Vertrauen bei vielen Übungen halt sehr wichtig. Entweder stimmt die Chemie von Anfang an, oder man kann es direkt sein lassen. Ich war früher schon bei verschiedenen KG-Instituten. Bei manchen hat man schon am Empfang, von der ganzen Art her, so ein negatives Gefühl, dass man sich nur allgemein erkundigt und erst gar keinen Probetermin mehr vereinbart. Ja, und andere Institute wirken halt so positiv, dass man sich dann erst nach dem Probetermin entscheidet.

    Deswegen bin ich im Moment auch sehr nervös und aufgeregt. Heute, am Mittwoch, will ich zu mindestens einem, vielleicht auch zwei Instituten gehen, mich dort mal nach den Therapiemöglichkeiten erkundigen. Also wie die Preise für KG sind (da ich ja meistens Selbstzahler bin), wann ich dort überhaupt Termine bekommen würde (abends, da ich ja voll berufstätig bin) und wie es sonst so abläuft (Dauer der KG usw.).

    Ja, aber sollte ich dabei was positives finden, dann habe ich ein großes Problem. Wie sage ich es "schonend" meiner Physiotherapeutin? Wenn mich der Mut völlig verlässt, dann mache ich es auch telefonisch. Deswegen möchte ich zu meinen Therapeuten ja auch keinen zu engen Kontakt haben, zu freundschaftlich werden. Private Gespräche dabei sind in Ordnung, das ergibt sich beim Training eh automatisch immer wieder (bei so langzeit Therapien) und dass man dabei auch zum Du übergeht, auch das ergibt sich dabei immer wieder automatisch. Aber privater sollte so eine Therapie wirklich nicht werden (kleine Geschenke bzw. Aufmerksamkeiten zu Weihnachten und Ostern als "Danke schön" für die Hilfe gehören für mich auch dazu). Ja, das wird für mich persönlich die größte "seelische" Hürde werden.

    Ja, aber vor diesen Terminen, die neuen KG-Institute kennenzulernen, bin ich jetzt halt wirklich sehr nervös. Auch wenn es natürlich zunächst "unverbindlich" ist. Für mich ist so etwas fast schon wie ein "Vorstellungsgespräch". Und dann natürlich die gleiche Sache, die auch bei der Fuß-Chirurgin auf mich zukommen wird. Welche Erkrankung und Beschwerden haben Sie, wofür brauchen Sie überhaupt Krankengymnastik? Das kann man halt meistens nicht in einem Satz sagen. Und mit "chronischer, schmerzhafter Muskelschwäche", wovon die Ärzte, die Orthopäden immer sprechen, können viele auch nichts anfangen. Wenn man mich dann etwas kennt, dann merkt man halt, wo meine Schwächen sind (auch nach dem jahrelangen Training), dass ich "mal hier, mal da" trotz Sport Schmerzen bekomme und dass der gezielte Muskelaufbau wirklich immer und immer wieder durchgeführt werden muss (was man jetzt ja auch wieder an meinem Bein sieht). Ja, aber das jemand Fremden zu erklären, das ist immer sehr schwer.

    Genauso nervös war ich damals, also vor rund 3 Jahren, als ich meinen Trainer kennengelernt habe, den ersten Termin bei ihm hatte. Wir haben uns Samstags Nachmittags getroffen und ich war schon Stunden vorher mächtig nervös. Aber bei ihm war das wirklich völlig unbegründet. Er war in Wirklichkeit genauso nett und sympathisch, wie er schon im Internet rüber kommt (weshalb ich mich mit ihm in Verbindung gesetzt habe) und total locker. Er sprach mich direkt an (wo wir uns verabredet hatten) und wir kamen auch sofort locker ins Gespräch. Zuerst folgte dann ein kurzes Gespräch bezüglich meiner Erkrankung bzw. warum ich so ein Training machen möchte. Dann kam ein Probetraining, das zwar Spaß gemacht hat, bei dem ich aber mächtig "versagt" habe, bei dem er sofort meine Schwachstellen kennengelernt hat (bei Crunches, bei denen ich nicht hochgekommen bin usw.). Das war mir zwar peinlich, aber er ging sofort locker darüber weg, dass wir halt viel Arbeit vor uns hätten. Schon bei diesem lockeren Probetraining gingen wir ins Du über, was irgendwie automatisch erfolgte, was beim Sport auch meistens der Fall ist.

    Bis dahin war noch alles gut. Das anschließende Gespräch, das letztendlich auch sehr gut verlaufen ist, war für mich dann wieder seelisch sehr aufwühlend. Erstmal wieder "Rede und Antwort stehen", wie die Krankheit bisher verlaufen ist (also einschließlich der bisherigen KG und der Reha) und wie ich mir die Zukunft (auch mit diesem Training) vorstellen würde. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja auch noch nicht, wie er über so eine dauerhafte Therapie denken würde. Nachdem mich halt schon einige Physiotherapeuten "abgeschossen" hatten, denen eine langzeit Therapie zu anstrengend war, wusste ich nicht, wie er darüber denken würde. Aber wie man heute, nach drei Jahren Training (Ende November war dieses Probetraining) sieht, habe ich bei ihm wirklich verdammt viel Glück gehabt (also dass ich mich diesbezüglich mit ihm in Verbindung gesetzt habe).

    Am unangenehmsten war dann der erste richtige Termin. Die erste "Kontrolle" sozusagen, "Bestandsaufnahme", wie es bei mir aussieht. Das kannte ich bisher nur von Ärzten, aber nie von Physiotherapeuten. Seit dem Moment sehe ich ihn halt auch mehr medizinisch, als "richtigen" Therapeuten. Also Gewicht, Körperumfang (an Bauch und Hüfte) usw. (inzwischen sind diese regelmäßigen Kontrollen für mich völlig normal geworden).

    Nur das Blutdruckmessen, das hätte er sich wirklich sparen können (Grins). Ich habe immer schon sehr niedrigen Blutdruck, aber wenn ich nervös und aufgeregt bin, vor etwas Angst habe, dann schießt er mächtig in die Höhe. Die Ärzte nennen das auch "weißes Kittel Syndrom". Ich kann vorher kurz vor dem Zusammeklappen sein, wenn ein Arzt den Blutdruck dann misst, dann schießt er in die Höhe und der Arzt würde mir am liebsten was zum senken geben. Ich brauche viel Vertrauen zu einem Arzt (muss ihn dafür schon länger kennen), um diese Reaktion in den Griff zu bekommen (also auch beim Arzt einen niedrigen Blutdruck zu haben).

    Das war in der Reha schon so fatal. Mein niedrigster Blutdruck (als Kind) lag bei 80 zu 40. Normal ist mein hoher Wert bei etwa 100 bis 120. Das schwankt immer mächtig. Bei Ärzten liegt der höhere Wert meistens bei 160 bis 180. Ich wollte ja nicht zur Reha, habe mir nichts davon versprochen (was letztendlich ja auch so war) und hatte totale Angst davor. Mein Blutdruck war am ersten Tag dann mega hoch. Die Stationsschwester wollte mir unbedingt was zur Senkung geben, wogegen ich mich aber geweigert habe. Dann wäre er anschließend viel zu tief gefallen, dann hätte ich erst recht flach gelegen. Sie hat ihn dann in der ersten Nacht beobachtet. Ich kam kaum zum Schlafen, musste alle paar Stunden ins Schwesternzimmer kommen, den Blutdruck messen lassen. Morgens wollte sie mich dann zum Arzt schicken, eine Spritze geben lassen. Ja, aber das war nicht mehr nötig. Über Nacht hatte ich mich wieder etwas beruhigt (am Ankunfstag und auch in den folgenden drei Wochen hatte ich heftige Depressionen, habe sehr viel geweint), der Blutdruck war morgens wieder sehr niedrig. Über dieses Auf und Ab war auch sie sehr überrascht.

    Ja, und so war es bzw. ist es beim Training auch, was er inzwischen aber auch kennt. Als er den Blutdruck dann beim ersten Taining gemessen hat, da schoss er mal wieder mächtig in die Höhe. Aber beim Training, wenn ich von den einzelnen Übungen zu schnell mit dem Oberkörper hoch komme, dann geht er auch schon mal in den Keller. Aber das ist kein Problem. Inzwischen brauche ich schon gar nichts mehr zu sagen, er sieht es mir eh meistens an. Dann ruhig stehen bleiben (in extremen Fällen auch kurz hinsetzen), tief durchatmen und ein paar Schlücke trinken. Dann ist wieder alles in Ordnung.

    Ja, aber vor diesen neuen Terminen, in den KG-Instituten, bin ich jetzt wirklich nervös. Wie es dort läuft, was dort auf mich zukommt, ob sie für eine KG-Therapie für mich in Frage kommen usw. Aber ich will es jetzt trotzdem durchziehen.

    Ernährung:
    10 Uhr 1 Scheibe Brot mit Ei, 1 Scheibe Toast mit Wurst.
    16 Uhr ein halber "Puhmann" mit Butter (den hat mein Freund mir geschenkt, den ersten, den er dieses Jahr in einer Bäckerei gesehen hat, die andere Hälfte werde ich am Mittwoch essen).
    19 Uhr paniertes Schnitzel mit Pommes und Broccoli.

    Bewegung: Eine Stunde sehr gutes Training, etwa zur Hälfte für die Arme (mit Hanteln, Theraband usw.) und für die Beine.

  • Montag, 27. Oktober 2014 (KG)

    Am Montag Mittag habe ich mich zunächst etwas um den Haushalt gekümmert. Die fertige Wäsche sortiert, alles in aller Ruhe, bin dabei bewusst langsam gelaufen und war dabei auch schmerzfrei. Nachmittags sind wir Einkaufen gefahren, ebenfalls in aller Ruhe, das war alles gar kein Problem.

    Anschließend war ich zur KG. Danach hatte ich so heftige Stiche in den Fersen, dass ich den Rest des Abends auf der Couch vor dem Fernseher verbracht habe. Füße hochgelegt, die Schmerzen wurden immer weniger und ich hatte dann gar keine Lust mehr aufzustehen, wollte halt auch keine neuen, keine weiteren Schmerzen mehr riskieren.

    Vor Montag, wenn ich wieder Arbeiten gehen möchte, habe ich schon etwas Angst. Ich nehme zwar mal an, dass meine Aufgaben inzwischen etwas umverteilt worden sind (dort musste es ja irgendwie weitergehen), aber meine Kolleginnen werden sicherlich auch froh sein, wenn ich meine Aufgaben dann wieder übernehmen kann. Ich glaube nicht, dass ich dort dann langeweile haben werde. Ich werde dort bestimmt wieder auf andere Gedanken kommen.

    Aber nach dem Montag Abend habe ich halt auch Angst davor, dass die Schmerzen wieder kommen, wenn ich dann wieder mehrere Stunden auf den Beinen bin. Aber ich sehe es halt als "Versuch" an. Wenn es wider Erwarten gar nicht klappen sollte, wenn die Schmerzen nach ein paar Stunden wieder zu intensiv werden sollten, ich einen herben Rückschlag bekommen sollte, dann muss ich halt wieder zum Arzt gehen. Aber wenn ich dort in der ersten Zeit dann noch viel sitze, das könnte dann auch klappen. Ich will es auf jeden Fall mal versuchen.

    Die KG fand ich nicht ganz so gut, die KG selber und auch die Gespräche dabei. Auf dem Rückend liegend (auf der Liege) hat sie sich zunächst um meinen rechten Fuß gekümmert (der ja schmerzmäßig relativ "harmlos" ist). Dabei haben wir mal wieder gemerkt, wie wenig Kraft ich im Fußgelenk habe (was auch mein Arzt letzte Woche Montag direkt gesagt hat). Verschiedene Bewegungen mit ihrem Gegendruck. Mal den Fuß nach unten strecken, sie hielt ihre Hand von oben auf meinen Zehen (also auf dem vorderen Fuß) und ich sollte den Fuß dann Richtung Schienbein hochziehen. Dafür musste sie den Gegendruck immer lockerer lassen, damit ich es überhaupt machen konnte. Das Gleiche in der Gegenrichtung, also den Fuß wieder nach unten strecken, mit ihrem Gegendruck unter meinem Fuß. Mit der Zeit (mehrere Wiederholungen) zog das mächtig im Fußgelenk und in der Ferse (und weitere ähnliche Bewegungen).

    Dann das Gleiche mit dem linken Fuß. Damit hatte ich noch mehr Probleme, noch deutlich weniger Kraft. Und bei jeder Anspannung des Gelenkes wurden dort die Stiche intensiver. Es war so ein Gefühl, als wenn sie dabei ein Feuerzeug direkt unter meine Ferse halten würde. Das brennende Gefühl in der Ferse wurde immer intensiver. Es war so intensiv, dass mir auf einmal ein paar Tränen kamen, dagegen kam ich absolut nicht an. Das tat so heftig weh.

    Sie hat es dann schließlich abgebrochen, ich drehte mich auf den Bauch und die restlichen 10 Minuten (5 Minuten für jedes Bein) machte sie dann eine leichte Massage an den Waden, um diesen verspannten Bereich wieder etwas zu lockern. Das tat stellenweise zwar auch etwas weh, aber nicht so intensiv wie zuvor die Ferse bei den Dehnübungen. Nach diesem Termin habe ich die Fersen dann halt längere Zeit sehr intensiv, mit heftigen Stichen gemerkt.

    Ja, und was die Gespräche dabei angeht, ich habe immer noch das Gefühl, dass sie immer noch auf meinen Trainer "eifersüchtig" ist (ich habe dann schließlich versucht, das Gespräch mehr auf private Themen, auf Urlaub, auf ihren Sohn usw. zu lenken).

    Im ersten Jahr habe ich nur am Wochenende für eine Stunde mit meinem Trainer trainiert. Schon zu der Zeit hatte ich das Gefühl, dass mir sein Training mehr hilft, mehr bringt als die ganze KG. Es macht bei ihm mehr Spaß, es ist viel abwechslungsreicher und bei ihm habe ich auch viel mehr Fortschritte als bei der KG, wobei ich die ganzen Jahre im Grunde nur "auf der Stelle trete". Als er mich dann nach etwa einem Jahr darauf angesprochen hat, dass für weitere Fortschritte eine Stunde in der Woche zu wenig sei, haben wir das Training auf Mittwochs ausgeweitet, zunächst noch für eine halbe Stunde im Anschluss an die KG. Das lief so dann etwa für ein Jahr. Aber auch in dieser Zeit habe ich deutlich gemerkt, dass mir 30 Minuten Training viel mehr bringt, als die 25 Minuten KG zuvor. Ja, und schließlich habe ich mich dann sogar jedes Mal darüber gefreut, wenn die KG mal ausgefallen ist (wenn meine Physiotherapeutin im Urlaub oder auch krank war), damit wir anstelle der KG lieber eine Stunde Training machen können. Schließlich sprach mein Trainer mich darauf an, wenn ich doch eh lieber Taining machen möchte, weshalb ich Mittwochs dann nicht direkt mit der KG aufhören würde. Ja, eine sehr gute Frage, über die ich mal nachdenken sollte, die ich in meinem Kopf jedoch längst beantwortet hatte. Ja, und seitdem ziehen wir das Training jetzt halt regelmäßig Mittwochs und Sonntags eine Stunde durch (und ich habe das Gefühl, dass ich seitdem noch viel mehr, noch weitere gute Fortschritte gemacht habe).

    Ja, und am Montag bei der KG sprach mich dann halt meine Physiotherapeutin auf die Entzündung an. Sie möchte mir ja gerne helfen, aber eine KG-Einheit in der Woche ist dafür zu wenig, ich solle besser wieder zweimal wöchentlich zu ihr kommen. Ja, aber ich bleibe trotzdem bei der Entscheidung, dass ich das Training bei meinem Trainer grundsätzlich besser finde. Ich möchte das Trainingsprogramm nicht ändern, möchte lieber bei meinem Trainer bleiben (ganz abgesehen davon, dass er einen besser motivieren kann und mir auch beim Abnehmen viel besser hilft). Meiner Meinung nach ist meine Physiotherapeutin bis heute auf ihn einfach nur eifersüchtig, weil ich mich trainingsmäßig halt für ihn entschieden habe. Und Nein, es hat nichts damit zu tun, dass er ein Mann ist, wobei ich mich beim Personal-Training weiterhin nach wie vor für einen Mann entscheiden würde.

    Sie meinte dann noch, dass er sich bei mir mehr ums "Grobe" kümmern solle (Arme und Rücken), das würde mehr seiner Ausbildung entsprechen, sie würde sich dann mehr um das "Feine", um die Stabilisierung der Achillessehne kümmern. Ja, aber es gibt ja auch Patienten (also z. B. Leistungssportler), die gar nicht erst zur Physiotherapie gehen, die sich von vorneherein fürs Personal-Training entscheiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er in seiner Ausbildung nicht gelernt hat, wie man die Muskulatur in den Beinen und Fußgelenken mit der Zeit richtig aufbaut. Nein, mit solchen Bemerkungen und Kommentaren "treibt" sie mich dann eher immer mehr zum Training, weil ich wissen möchte, ob er mir auch dabei helfen kann (wovon ich ausgehe).

    Auch bezüglich des Abnehmens hat sie mich unsicher gemacht. Ich bin ja 1,60 m groß. Im Moment ist mein Gewicht bei rund 72 kg eingependelt. Aber bis Anfang des Jahres will ich trotzdem unterhalb von 70 kg sein. In den letzten Jahren trug ich Größe 52 (XL bis XXL), zur Zeit trage ich 48-50 (L bis XL, je nachdem, wie es ausfällt). In meinem Schrank hängen viele schöne Sachen in der Größe 44-46. Diese Sachen möchten ich im Laufe der Zeit gerne wieder anziehen können. Mein Trainer möchte mit mir dieses Ziel erreichen, auch laut den Orthopäden soll ich bis Anfang 60 (kg) kommen. Ja, aber meine Physiotherapeutin hat mich davor gewarnt. Umso dünner ich werde, umso älter würde ich (im Gesicht) dann auch aussehen. Lieber ein paar Kilo mehr (mindestens 65 kg), dafür im Gesicht aber jünger und gesünder aussehen. Ja, auch das hat mich wieder sehr unsicher gemacht....

    Ja, und dann die Sache mit der Wassergymnastik. Ich bin wirklich mit mir am kämpfen. Ich verstehe mich mit mehreren aus der Gruppe echt gut und möchte mich deswegen "früher oder später" endlich wieder überwinden, daran weiterhin teilzunehmen. Aber ich habe halt Angst, dass ich dabei von der Gruppe zu gut motiviert werde, zu viele Übungen (Laufen und Springen) mitmache und mich anschließend vor Schmerzen gar nicht mehr bewegen kann. Meine Physiotherapeutin meinte daraufhin zu mir (welches Trainingsprogramm ich in der nächsten Zeit mit meinem Fuß einplane), dass sie, solange ich noch Schmerzen habe, nicht ins Wasser gehen würde. Ich solle erstmal versuchen, mein normales Leben, meinen normalen Alltag (also auch mit der Arbeit) wieder ohne Schmerzen in den Griff zu bekommen. Erst wenn wieder alles ohne Schmerzen läuft, erst dann soll ich wieder ins Wasser gehen. Im Grunde spricht sie dabei aus meiner Seele, aus meinem Herzen, aber viele (auch mein Arzt) sprichen diesbezüglich halt anders. Dass ich im Wasser halt langsam wieder anfangen soll, dass Bewegungen im Wasser so wichtig für mich seien.

    Ja, dieser Termin bei der KG war für mich wirklich sehr aufwühlend. Zum einen die heftigen Schmerzen, die ich dabei und auch danach noch in den Fersen hatte (insbesondere in der linken Ferse), aber auch die Gespräche, die mich sehr aufgewühlt, mich sehr beschäftigt haben.

    Heute Nachmittag (am Dienstag) habe ich noch Training und darauf freue ich mich wirklich schon (mein Trainer hat am Mittwoch noch weitere Termine, deswegen haben wir das Training auf Dienstag Nachmittag vorgezogen, was während meines Krankenscheines ja gar kein Problem ist).

    Ernährung am Montag:
    10 Uhr 1 Scheibe Brot mit Ei.
    16 Uhr 1 Erdbeer-Quark.
    19 Uhr Hühnerfrikassee mit Reis.

  • Sonntag, 26. Oktober 2014

    Der restliche Sonntag ist dann völlig anders gelaufen als geplant. Ich habe nunmal leider im Laufe der Jahre einige Lebensmittelallergien entwickelt und mein Freund hatte bei der Vorbereitung des Essens eine dieser Allergien vergessen. Das war es dann....

    Zuerst gab es einen großen, leckeren Salat-Teller (mit grünem Salat, Gurken und Putenbruststreifen, darüber Essig/Oel), den ich allerdings nicht ganz geschafft habe. Er war einfach viel zu mächtig. Vielleicht habe ich in der letzten Woche (auch ohne Sport) auch deswegen immer weiter abgenommen, weil ich im ganzen sehr wenig gegessen habe. So ruhig, wie meine Tage im ganzen verlaufen sind, hatte ich kaum Hunger, kaum Appetit, habe meistens nur "FdH" gemacht, meistens nur die Hälfte gegessen, viel stehen gelassen. Deswegen haben die Plätzchen am Abend wohl auch nur wenig ausgemacht.

    Als ich auch heute wieder (trotz des Sports) den Salat nur etwa zur Hälfte gegessen habe, da wollte mein Feund mich verwöhnen und hat mir frischen Schokopudding gekocht. Eine große Schale voll. Dieser Pudding wurde im Topf mit Milch (halbem Liter) angerührt. Ja, aber ich habe leider eine Allergie gegen Milch..... (Das hatte er vergessen). "Verarbeitete" Milch, also z. B. Actimel oder in Form von Quark oder Joghurt ist gar kein Problem, aber normale, frische Milch vertrage ich schon seit Jahren nicht mehr, bekomme davon heftige Magenschmerzen, Übelkeit und auch Bauchschmerzen (zum Teil auch Durchfall).

    Der Schokopudding war super lecker, sehr cremig, total "schokoladig". Ich habe ihn etwa zur Hälfte gegessen. Dann hatte ich plötzlich eine Sperre, bekam einen heftigen "Kloß im Magen" und etwas Übelkeit. Ich habe meinen Freund dann gefragt, was dort eigentlich alles drin ist. Ja, Milch, in dem Moment war mir dann alles klar. Die Übelkeit wurde immer heftiger, die Magenschmerzen immer intensiver. Ich habe mich dann hingelegt, mein Kreislauf sackte etwas zusammen und das war es dann. So blieb ich dann bis vorhin liegen. Als die Magenschmerzen dann weniger wurden, gingen die heftigen Bauchschmerzen (die ich jetzt noch habe) so richtig los. Die werden sicherlich noch eine Weile anhalten (das weiß ich aus Erfahrung). Meinem Freund tat das total leid, dass er diese Allergie vergessen hat. Aber ich mache ihm keine Vorwürfe, dafür habe ich zu viele Allergien, er kann ja auch nicht immer an alles denken. Gut, dass ich wegen meinem Bein (um es richtig auszukurieren) noch eine Woche krankgeschrieben bin, denn ansonsten hätte ich morgen (mit den Bauchschmerzen) echte Probleme. Aber so kann ich mich davon morgen noch auskurieren (werde abends aber dennoch zur KG gehen).

    Bei der KG muss ich wieder an meinen letzten Eintrag denken, an den Sohn meiner Cousine. Auch ich hatte in der 8. Klasse, gerade auch nach dem Praktikum bei der Bank, absolut keine Lust mehr auf Schule, wollte nur noch Arbeiten gehen, aber diesbezüglich war mein Vater halt ziemlich streng. Zum Glück eigentlich. Daran musste ich letzte Tage noch denken, als Bastian Bielendorfer bei Markus Lanz gewesen ist. Er hat die Bücher als "Lehrerkind" (Lebenslänglich Pausenhof) rausgebracht.

    Auch wenn mein Vater kein Lehrer war, viel anders war er zum Teil ja auch nicht. Bei ihm zählte immer nur Fleiß, immer nur lernen. Seine Hobbys waren ja Mathe, Physik, Technik und natürlich der Sport (seine große Leidenschaft, deswegen war er ja auch Oberturnwart in unserem Verein, hat "zig" Gruppen geleitet und trainiert).

    Das fing schon beim Frühstück an. Er bestand immer darauf, dass wir zusammen gefrühstückt haben. Meine Mutter hat mich deswegen immer rechtzeitig geweckt, damit ich bloß pünktlich am Frühstückstisch saß, da der "Haussegen" ansonsten bereits morgens ins wanken geriet. Dabei ging es dann direkt los, welche Fächer ich heute hätte und welche Themen dabei anstanden, welche Klassenarbeiten usw. Bei Klassenarbeiten (für die wir dann abends zuvor geübt hatten), hat er mich beim Frühstück dann direkt nochmals die wichtigsten Punkte abgefragt. Aber immerhin habe ich so alle Klassen geschafft, bin trotz schwankender Noten nie sitzen geblieben.

    Nach der Schule waren wir meistens zeitgleich zu Hause (gegen 16.30 Uhr). Zusammen Mittagessen, dabei das gleiche "Spiel" wie morgens, wie war die Schule, welche Fächer, welche Themen und welche Hausaufgaben. Wenn eine Klassenarbeit mal daneben gegangen ist (was natürlich mal vorkam), dann bin ich damit direkt zu meiner Mutter gegangen, darum hat sie sich dann "heimlich" gekümmert (darüber, über dieses "Versteckspiel" in diesem Zusammenhang, sprechen wir jetzt noch des Öfteren). Wenn mein Vater das hin und wieder mitbekommen hat, dann ging sofort das große Schreien mit vielen Vorwürfen los, ich habe versucht, mich zu "verteidigen" (dass ich das nicht richtig verstanden hatte oder dass es mir zu schwer war), das Geschrei wurde immer lauter, bis er schließlich wieder mit den Schlägen anfing. Dann musste meine Mutter des Öfteren dazwischen gehen. Ich fing dann total an zu weinen und wurde dann auch schließlich in mein Zimmer geschickt. Ja, davon gab es in meiner Schulzeit so einige Situationen. Aber danach, wenn wir uns beide wieder beruhigt hatten, dann haben wir uns wieder zusammen gesetzt und so lange geübt, bis ich es endlich richtig konnte. Im Grunde konnte mein Vater sehr gut erklären, gerade in Mathe und Physik habe ich so einiges von ihm gelernt. Alles konnte er mir nicht vermitteln, aber dennoch einiges (beim Dreisatz und bei Textaufgaben hat er irgendwann aufgegeben).

    Gerade in Physik und Technik hatte er eine enorme Geduld. In Physik mussten wir mehrmals Experimente vorbereiten und vor der Klasse vorführen, es der Klasse erklären. Mein Vater ließ sich dafür mehrere sehr interessante Sachen einfallen und hat mir alles so lange erklärt, es so lange mit mir geübt, bis ich es richtig konnte und auch richtig vermitteln konnte. In meiner Klasse habe ich mich dann total auf dieses Experiment konzentriert und den Anderen alles so gut erklärt, dass ich dafür immer sehr gute Noten bekam (und damit die schlechte Note, weil ich mich mündlich ansonsten nicht am Unterricht beteiligt habe, sehr gut ausgleichen konnte). Ohne meinen Vater wäre meine Schulzeit ganz bestimmt viel negativer verlaufen.

    Auch in Technik. Dort lernten wir mit dem Hammer umzugehen (kleine Schränke zusammen zu bauen), mit der Säge (Laubsägearbeiten), mit dem Lötkolben usw. Alles hat mein Vater mit mir in Ruhe geübt, so dass ich die Hausaufgaben richtig abliefern konnte und es auch vor der Klasse richtig durchführen konnte. Die Laubsägearbeiten waren zeitweise sogar mein Hobby, in einem Jahr bekam jeder aus meiner Familie ein Bild davon (eine Figur) zu Weihnachten geschenkt.

    Ja, die Abende verliefen bei uns auch immer gleich. Erst beim "Mittagessen" um 16.30 Uhr das Gespräch, wie die Schule war. Danach alleine Hausaufgaben machen (mein Vater saß dann im Wohnzimmer, hat Fernsehen geguckt). Anschließend haben wir uns im Wohnzimmer zusammen gesetzt, haben zusammen die Hausaufgaben durchgeguckt.

    Danach verliefen die Abende dann im Wechsel (nach den Hausaufgaben). An jedem Tag Nachhilfe, vor Klassenarbeiten auch "doppelte" (kein Ruhetag). Zweimal wöchentlich hatte ich von etwa 19 bis gegen 20 Uhr Englisch-Nachhilfe (gerade mit den Sprachen hatte ich ja ganz große Probleme). Zweimal wöchentlich Französisch-Nachhilfe. Freitags Abends auf jeden Fall eine Stunde Mathe mit meinem Vater, ansonsten (vor Klassenarbeiten) auch noch nach der anderen Nachhilfe. Donnerstags abends nach der Nachhilfe (ab meinem 13. Lebensjahr) direkt zum Jazz-Tanz (20 bis 21.30 Uhr), vor Auftritten auch Dienstags abends. Am Samstag Nachmittag kam immer der beste Freund von meinem Vater vorbei, er hat mit mir dann Deutsch geübt. Diktate schreiben, also handschriftlich. Er war darin total super gut, kannte sämtliche Regeln (Kommaregeln usw.). Von ihm habe ich sehr viel gelernt, was ich zum Teil bis heute noch weiß, bis heute noch bei den Briefen bzw. Diktaten anwende. Und Sonntags dann noch mit meiner Mutter, die alles sehr locker sah, in erster Linie Handarbeit, also Textilgestaltung. Aber da sie mir mehr Freizeit geben wollte, hat sie vieles (also auch für meine Schule) selbst gemacht, so dass die Nachhilfe Sonntags dann recht locker war. Allerdings musste ich dafür ja jeden Sonntag Mittag mit meinem Vater zum Sport, im Sommer auf den Sportplatz zur Leichtathletik, gelegentlich mal ins Schwimmbad (aber eher selten) und im Winter auch in die Halle (dort viel an den Ringen, auf der Matte, am Barren, auf dem großen Trampolin usw.). Das war Sonntags Mittags mein absolutes Pflichtprogramm, da ließ er auch nicht locker. Seine Stoppuhr, mit der er beim Laufen meine Zeit genommen hat, die habe ich als Erinnerung ja bis heute aufbewahrt.

    Auch in den Ferien lief es so. Ich durfte immer genau die Hälfte der Zeit total entspannen. In den Sommerferien in den ersten drei Wochen, in den Herbstferien (damals eine Woche) bis Mittwochs und in den Osterferien (damals drei Wochen) für 1,5 Wochen. In dieser Zeit ließ er mich dann auch völlig in Ruhe. In der zweiten Hälfte (auch wenn wir dann im Urlaub, z. B. in Spanien waren) ging dann das Lernen wieder los. Eine Stunde Mathe, Deutsch usw. stand dann täglich an. Dafür nahm er die Bücher sogar mit in den Urlaub. Wir haben uns dann Nachmittags im Hotelzimmer zusammen gesetzt.

    Ja, anders kannte ich es gar nicht. Aber auch, wenn er "zeitweise" etwas streng war, trotzdem bin ich wirklich froh darüber, dass er mich so durch die Schulzeit gezogen hat. Wer weiß, wie meine schulischen Leistungen ohne seinen Druck, ohne seine tägliche Hilfe gewesen wären.

    Er ist ja gestorben (an Darmkrebs), als ich gerade 19 Jahre alt war. Wer weiß, wie mein weiteres Leben gelaufen wäre, wenn er länger gelebt hätte.

    Dass ich Probleme mit dem Rücken bzw. mit der Muskulatur an sich habe und deswegen viel auf Sport, auf Bewegung angewiesen bin, das wussten wir ja schon seit meinem 6. Lebensjahr, seit der schulischen Eignungsuntersuchung. Bis ich Mitte 20 war verlief mein Leben dann ja normal weiter. Die Ausbildung habe ich ja schriftlich ziemlich gut abgeschlossen, das mündliche spielte dann zum Glück keine so große Rolle mehr. Jazz-Tanz habe ich weiterhin gemacht, auch wenn sich die schmerzhafte Muskelerkrankung immer mehr bemerkbar machte. Ab Anfang 20 hatte ich ständige Schmerzen im rechten Oberschenkel, die kein Arzt so richtig erklären konnte. Aber mit Bandage konnte ich die Schmerzen aushalten, hatte dieses Teil dann fast ständig an, insbesondere beim Tanzen. Ich war zwar immer schon ein relativ stiller Mensch, hatte aber dennoch immer ein paar gute Freundinnen, immer ein paar gute Kontakte. Einschließlich meines Freundes, mit dem ich ja seit meinem 18. Lebensjahr zusammen bin (er hat meinen Vater noch kennengelernt).

    Mit Mitte 20 hat sich mein Leben dann von jetzt auf gleich radikal verändert. Als ich auf den Balkon ging und den "blöden" Wasserkasten spontan hochgehoben habe. Der Stich im Rücken, die Bandscheibenvorwölbung, die bis heute geblieben ist. Von der Sekunde an wurde dann alles anders. Ich kündigte sofort beim Jazz-Tanz, zog mich von allen total zurück, konzentrierte mich nur noch auf meinen Freund (der ja auch sehr still und zurückhaltend ist) und ließ keinen mehr an mich ran. Ich baute mir ein völlig neues, total stilles und zurückgezogenes Leben auf. Ich "akzeptierte" die Schmerzen und mein Schicksal, meiner Tante erging es schließlich auch nicht anders und "wartete" im Grunde auf den Tag, an dem ich im Rollstuhl landen würde.

    Etwa 10 Jahre lang lief es dann so weiter. Erst dann wurde ich wieder "wach" und merkte, dass mir mein Leben so eigentlich nicht richtig gefällt. Es bestand nur noch aus Arbeiten und Haushalt, das konnte es doch nicht gewesen sein. Es dauerte dann noch weitere 5 Jahre, bis ich die Schmerzen langsam in Angriff nahm. Ich war inzwischen 40 Jahre, saß immer noch nicht im Rollstuhl und fing erst dann langsam wieder an zu kämpfen, wollte wieder schmerzfreier werden (was ich dann erst Jahre später, mit meinem jetzigen Sportprogramm, wieder geschafft habe).

    Ja, aber mehr schaffe ich irgendwie nicht. Egal wie alt ich werde, ich schaffe es nicht, aus meiner stillen Art herauszukommen. Ich finde es total schön, dass ich bei der Wassergymnastik zwei nette Frauen kennengelernt habe, mit denen ich jetzt alle paar Monate zusammen Essen gehe, mit denen ich mich dann für rund 2 Stunden treffe, mit ihnen mal locker plaudern kann. Mal was anderes sehen und hören kann. Ja, darüber bin ich wirklich total glücklich, dass ich immerhin diese kleine Freundschaft geschafft habe. Aber mehr schaffe ich irgendwie nicht.

    Immer wieder, wenn es darauf ankommt, werden meine Hemmungen so groß, dass ich mich wieder in mein Schneckenhaus (wie ich es immer nenne) zurückziehe. So wie auf der Arbeit. Ich habe mehrere sehr nette Kollegen bzw. Kolleginnen, mit denen man gut reden kann, mit denen man auch immer wieder mal Spaß bekommt (habe dort im Laufe der Zeit schon mehrere gute Gespräche geführt). Ich nehme es mir immer und immer wieder vor, an gemeinsamen Sachen, z. B. Geburtstagen teilzunehmen. Aber jedes Mal, wenn es dann soweit ist, dann legt sich in meinem Kopf sozusagen ein Hebel um und mich verlässt der Mut (ich bleibe dann lieber beim Telefon). Hin und wieder (aber nur selten) nehme ich an einem Geburtstag teil, aber meistens traue ich mich nicht. Ich fühle mich dann immer wie eine "Spaßbremse", wie ein "Eindringling" (weil ich sonst ja auch nicht daran teilnehme), wie ein "fünftes Rad am Wagen", das im Grunde nicht dazu gehört. Aber wenn ich die Anderen dann Lachen höre, dann gibt es mir einen Stich ins Herz (weil ich nicht dabei bin) und wenn mir Kolleginnen danach dann sagen, dass sie mich dabei vermisst hätten, dann bereue ich es jedes Mal, dass ich es mich mal wieder nicht getraut habe, dass mich schon wieder mal der Mut verlassen hat. Ja, diese Situation hat sich auf der Arbeit so schon viele, viele Male wiederholt.

    Ach man, ich hasse meine Schüchternheit und zurückhaltene Art total, komme aber leider kaum dagegen an (ich hoffe, dass ich mich jetzt schnellstmöglich überwinden kann, wieder an der Wassergymnastik teilzunehmen, auch schon aus gesundheitlichen Gründen).

    Aber ich muss sagen, ich finde es schön, dass es hier diese Seiten gibt, dass man sich mal alles so von der Seele schreiben kann.

    Ernährung:
    10 Uhr 1 Scheibe Brot mit Ei.
    13 Uhr 1 Scheibe Bort mit Wurst, 1 Vanille-Quark.
    19 Uhr Salat-Teller (grüner Salat, Gurken und Putenbruststreifen), frischer Schoko-Pudding.......

  • Sonntag, 26. Oktober 2014 (Sport)

    Am Sonntag Mittag war ich so richtig glücklich,

    - als ich beim Training war. Dass ich die Entzündung wieder im Griff habe und ich somit mit dem regelmäßigen Sport (also auch mit dem Training) weitermachen kann.

    - dass wir beim Training wieder interessante Gespräche geführt haben.

    - dass ich die ganze Stunde über, also während des ganzen Trainings über völlig schmerzfrei war. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich hatte befürchtet, dass die Schmerzen früher oder später wieder anfangen würden. Umso glücklicher war ich darüber, dass ich tatsächlich die ganze Zeit über völlig schmerzfrei war. Einfach nur total super!!

    - dass ich fast alle Übungen so gut hinbekommen habe. Der Trainingsablauf war im ganzen wieder total gut.

    Am schwersten fiel mir eine Übung auf dem Rücken liegend. Beine aufstellen, mit dem Oberkörper etwas hochkommen und dann mit dem Oberkörper möglichst weit seitlich zu den Seiten (die Arme nach unten, mit den Händen Richtung Fersen). Nach rechts ging es ja noch, da habe ich ein Stück geschafft, aber nach links hatte ich eine totale Blockade, das ging gar nicht, eine totale Sperre. So eine ähnliche Übung bzw. Bewegung wird auch bei der Untersuchung bei der Chirurgin dabei sein. Wie beweglich man in die einzelnen Richtungen ist. Solche Bewegungen gehören bei der Vermessung des Rückens bei allen Ärzten dazu (das kenne ich bisher zumindest nicht anders).

    Dafür hatte ich die anderen Übungen echt gut im Griff. Es waren einige Liegestütze (auf dem Kasten) dabei, die ich ziemlich gut hinbekommen habe. "Ruderbewegungen" (also Arme/Schultern nach hinten) mit dem Theraband (um die Sprossenwand gewickelt). Mehrere Wiederholungen auf der Hantelbank, wobei ich mit der Zeit dann immer mehr kämpfen musste (es fiel mir von Mal zu Mal schwerer, außerdem war mein rechter Arm mal wieder besser als der linke Arm, ich musste mich wieder total aufs Gleichgewicht, also auf die gerade Stange konzentrieren). Mehrere verschiedene Übungen sowohl auf dem Bauch liegend (Oberkörper hoch) als auch auf dem Rücken liegend ("flaches Fahrradfahren" mit den Beinen usw. sowie Crunches).

    Dann war ich stolz darauf, dass ich die Brücke (also auf dem Rückend liegend) so gut hinbekommen habe. Zuerst mit der 1 kg Hantel auf der Hüfte liegend hoch. Oben dann auf der Stelle laufend. Dann die Hantel weg und langsamer auf der Stelle laufen (die Beine etwas länger oben zu halten), die Beine oben dann auch Richtung Fußende strecken. Ja, diese Übung wäre noch vor ein paar Monaten nicht im geringsten möglich gewesen. Ich bin darüber wirklich total stolz und happy, dass ich auch bei dieser Übung (neben den Liegestützen und der Hantelbank) so gute Fortschritte gemacht habe.

    Nach dem Training tat mir dann zunächst alles weh, nicht von der Entzündung, sondern pure Erschöpfung. Neben beiden Beinen die Oberarme, die Schultern und der obere Rücken (der BWS-Bereich). Ich wollte mich etwas hinlegen, einfach mal total entspannen und bin dann sofort eingeschlafen (für etwa zwei Stunden). Als ich dann wieder aufgestanden bin, war ich wieder völlig schmerzfrei (einschließlich der Beine). Ich freue mich jetzt schon darauf, dass mein Trainingspensum (also auch der morgigen KG) jetzt weiterlaufen kann (auch das Fahrradfahren hier zu Hause will ich in Kürze wieder mit in mein Programm aufnehmen).

    Ja, ich bin wirklich total froh darüber, dass ich diesbezüglich so eine "Kämpfernatur" bin, wie meine Physiotherapeutin schon gesagt hat. Meine Tante, die ja die gleiche Rückenverbiegung, die gleiche Muskelschwäche hat, ist ja schon mit 50 Jahren in Rente gegangen (sie war Sekretärin). Sie hat nie KG oder sonstigen Sport gemacht, hat die Schmerzen immer mit Tabletten unterdrückt. Oder auch mein Cousin, der Sohn meiner Cousine (die Tochter von der Schwester meiner Mutter). Der "Junge" (er ist jetzt 17 Jahre alt) hat auch die gleiche Rückenverbiegung und die Schmerzen geerbt. Sein Problem ist, dass er kein Geld hat. Nach der 6. Klasse hatte er keine Lust mehr auf Schule, ging nur noch gelegentlich dorthin. Nach der 8. Klasse hat er die Schule endgültig ohne Abschluss abgebrochen. Hat natürlich auch keine Ausbildung gemacht, hält sich mit den verschiedensten Gelegenheitsjobs über Wasser (meistens irgendwo im Lager oder an der Kasse). Er kann sich mein Sportprogramm absolut nicht leisten, nimmt nur an der KG teil, die er von der Krankenkasse (bzw. von den Ärzten) bekommt. Auch er nimmt deswegen täglich Schmerztabletten.

    Zum einen bin ich froh darüber, dass ich das von meinem Vater geerbt habe, also das Sport an sich immer schon mein Hobby war. Dass mir das immer schon Spaß gemacht hat. Und natürlich auch, dass ich meine Arbeit habe, die mir Spaß macht (die einzelnen Aufgaben, einschließlich Telefonzentrale, Briefe schreiben, die Buchhaltung, der Postdienst usw.) und mit der ich mir diese sportliche Therapie auf Dauer so leisten kann (denn ansonsten hätte auch ich damit ein ganz großes Problem). Und natürlich, dass ich dafür inzwischen die richtigen Personen (Therapeuten usw.) an meiner Seite habe, mit denen diese Therapie einfach auch Spaß macht, so dass ich mich immer wieder auf die einzelnen Termine freue.

    Mein Freund ist diesbezüglich auch ein totaler "Sturbock". Er hat im rechten Arm ja eine Sehnenscheidenentzündung. Laut Arzt soll er den Arm total viel schonen, hat eine Überweisung zum Orthopäden (wo er keinesfalls hingehen möchte) und soll dort einen Gipsarm bekommen (was er ebenfalls keinesfalls haben möchte). Aber stattdessen nimmt er jetzt jeden Morgen zum Frühstück eine Schmerztablette, führt ansonsten das gleiche Leben wie immer, ist ständig in Action, fährt auch täglich mit dem Auto (wir haben ja schließlich keine Automatik, also alles mit Schaltung). Aber diesbezüglich kann man mit ihm wirklich nicht reden. Sport ist gar nichts für ihn, davon hält er gar nichts. Wenn er im Jahr einmal für 30 Minuten Fahrrad fährt, dann ist das für ihn super viel.

    Für mich wird das bei der Chirurgin erstmal schwer werden, ihr mal wieder diese schmerzhafte Muskelschwäche zu erklären. Kein Arzt kann mir dafür einen Namen sagen, wie gesagt, mehrere Personen in meiner Familie sind davon betroffen und die Ärzte empfehlen immer nur Bewegung, Bewegung, Bewegung, was ja (bei gezielter Bewegung) auch wirklich hilft (bei falscher Bewegung kann man natürlich, so wie jetzt in meinem Bein, auch Schmerzen bekommen). Mir war das beim Arzt so peinlich. Ich mache immer so viel Sport, zumindest im Gegensatz zu vielen anderen Personen, die ich kenne, die gar keinen Sport machen. Ja, und ausgerechnet ich werde dann wegen der Entzündung gefragt, was ich eigentlich mit seinen KG-Verordnungen machen würde, ob ich (wegen dieser Schmerzen) eigentlich keinen Sport mehr machen würde. Ich kam mir in diesem Moment total doof vor, mir war das total peinlich.

    Ich muss mein Leben mit dem regelmäßigen (also fast täglichen) Sport (auch wenn ich demnächst wieder Arbeiten gehe) unbedingt wieder in den Griff bekommen. Ich bin froh, dass ich jetzt wieder weitestgehend schmerzfrei laufen kann. Auf diese Schmerzen (von den letzten Wochen und Monaten) habe ich wirklich keine "Lust" mehr.

  • Samstag, 26. Oktober 2014

    Am Samstag war ich den ganzen Tag über in der Wohnung, habe mich etwas um den Haushalt gekümmert. Ich bin den ganzen Tag über langsam gelaufen, habe darauf geachtet, die Füße beim Laufen bewusst abzurollen.

    Ich fand es schön,

    - dass ich beim Laufen nur Schmerzen im linken Fuß bekommen habe. Der rechte Fuß blieb den ganzen Tag über schmerzfrei. Die linke Ferse habe ich im Laufe des Tages immer mehr gemerkt. Aber immerhin habe ich dadurch gemerkt, dass die Probleme im rechten Fuß wirklich nur mit dem Schongang, also mit dem Humpeln zusammen hängen. Allerdings werde ich dieses langsame, bewusste Laufen nicht so beibehalten können. Ich muss aufpassen, wenn ich normal laufe, dass ich dann nicht sofort wieder ins Humpeln verfalle.

    Eigentlich wollte ich am Samstag wieder mit dem Diät-Samstag ohne Kohlenhydrate beginnen, aber mein Freund hat es gut gemeint und mir Brötchen mitgebracht (er ist vor mir aufgestanden). Er meinte, solange ich Schmerzen habe, solange es mir nicht so gut geht und ich noch den Krankenschein habe, solle ich besser noch normal essen. Insbesondere ja auch, nachdem ich am Freitag den ganzen Tag über diese Kopfschmerzen hatte.

    - dass ich, obwohl ich normal esse und keinen Sport gemacht habe, in der letzten Woche alle paar Tage rund 200 Gramm abgenommen habe. Nach dem Urlaub hatte ich ja 72,8 kg, am Samstag morgen war ich wieder bei 72,2 kg. Ich kann zugucken, wie es immer weiter runter geht. Wenn ich jetzt mit dem Sport weiter mache (und auch wieder mehr auf die Ernährung achte), geht es bestimmt noch schneller weiter runter.

    - dass ich abends daran gedacht habe alle Uhren umzustellen. Das hätte ich fast vergessen. Ich habe zuerst den Wecker für Sonntag gestellt (weil ich ja Sport habe), aber später fiel mir dann erst ein, dass ich ja noch die Uhren umstellen musste. Diese blöde Zeitumstellung (Grins).

    - als wir abends die Sendung mit Florian Silbereisen geguckt haben. Auch wenn ich den selber nicht so gut finde (ich mag seine Stimme halt nicht), die Sendung, also die Sänger fand ich bis auf ganz wenige Ausnahmen total klasse. Insbesondere Voxxclub (die finde ich halt total gut), Ross Antony, Nicole, Chris de Burgh, die TV Startänzer, die sehr guten Turner, die eine super klasse Leistung mit ihrer Akrobatik gezeigt haben und die Sache mit den super süßen Hunden (sowie noch einige weitere Sachen aus der Sendung).

    - als wir anschließend im ersten Programm einen spannenden Krimi, schon mehr einen Psycho-Thriller geguckt haben. Zuerst fing er relativ langweilig an und mein Freund wollte schon umschalten. Da aber sonst eh nichts besonderes lief, ließen wir ihn dann drin. Ja, und dann wurde dieser Film immer besser und spannender. Zum Schluss hin war ich dann so richtig gefesselt, habe beim Finale dann so richtig "mitgefiebert". Ich fand es echt total schön, dass wir ihn ganz geguckt haben. Dagegen haben wir im Laufe der Zeit schon viel langweiligere Filme geguckt. Dass dieser Krimi immer spannender wird, damit habe ich anfangs auch nicht gerechnet. Ich dachte anfangs noch, dass ich im Laufe des Films einschlafen würde, stattdessen habe ich halt immer mehr mitgefiebert und war dabei hellwach.

    - als ich meine Sachen für den Sport sortiert habe. Dabei habe ich mich auch um den USB-Stift, also die Musik gekümmert. Ich habe darauf inzwischen zwar schon einige Lieder kopiert, vielleicht aber auch schon zu viele Lieder. Beim Training, wenn er den Stift in das Radio gesteckt hat, liefen im Grunde fast immer die gleichen Lieder. Zuerst habe ich dann alle Lieder auf meinem Computer gespeichert (damit nichts verloren geht) und habe dann bis auf 12 Lieder alle anderen vom Stift gelöscht (es waren inzwischen über 40 Lieder drauf). Das muss ich für den Sport dann halt hin und wieder ändern. Immer mal wieder andere Lieder löschen bzw. andere Lieder drauf spielen. Mit dem Computer geht das ja immer sehr schnell. Aufs Training freue ich mich jetzt wirklich schon, mal wieder ein bisschen raus hier und etwas Bewegung haben.

    Ansonsten war ich im ganzen sehr ruhig, nicht depressiv, aber sehr ruhig. Ja, es wird wirklich Zeit dass ich hier mal wieder raus komme. Mal was anderes sehen und hören. Auch wenn mir diese Woche für meinen Fuß sehr gut getan hat und ich seelisch auch total runter geschaltet habe, eine Woche zu rund 80 % nur in der Wohnung rumzuhängen, fast nur auf der Couch zu liegen, das ist halt eigentlich nichts für mich. In der nächsten Woche, in der zweiten Woche des Krankenscheins, will ich mal sehen, dass ich langsam wieder in mein normales Leben zurück komme. Anfang November möchte ich dann wieder Arbeiten gehen. Ich habe dann 3 Wochen auf der Arbeit gefehlt, das hat dann wirklich gereicht. Auch wenn ich dann anfangs vielleicht noch etwas langsamer laufen sollte, wenn ich die Schmerzen bis dahin noch nicht ganz im Griff haben sollte, trotzdem möchte ich dann wieder Arbeiten gehen. Mal wieder ein paar Aufgaben haben. Den ganzen Tag hier rumzuliegen, das zieht mich auf Dauer dann doch viel zu sehr runter. Ich werde hier halt immer ruhiger, schon zu ruhig für meine Verhältnisse, hänge viel zu sehr meinen Gedanken nach.

    Ernährung:
    11 Uhr 2 Brötchen (1 x Wurst, 1 x Ei).
    17 Uhr 1 Erdbeer-Quark.
    20 Uhr Lachs-Steak mit Gemüse, Erbsen, Möhren und Spargel (das hatten wir eigentlich für den reinen Diät-Tag eingeplant).
    22 Uhr ein paar Butterplätzchen.

  • Freitag, 24. Oktober 2014

    Am Freitag fand ich es schön,

    - dass unser Auto erst kurz vor dem Ziel kaputt gegangen ist. Das habe ich zwar beim gestrigen Eintrag schon erwähnt, gehört aber eigentlich zu diesem Eintrag bezüglich des Freitags. Wir haben darüber noch sehr viel gesprochen (abends), wie viel Glück im Unglück wir diesbezüglich hatten. Die Schaltung, also die Kupplung ging schon seit einiger Zeit immer schwerer, mein Freund musste die Gänge immer heftiger "reinkloppen". Er schob es allerdings auf seinen Arm, da er ja eine Sehnenscheidenentzündung hat, dafür täglich Schmerztabletten nimmt. Er dachte, dass er dadurch weniger oder teilweise zu wenig Kraft im rechten Arm hätte. Dass die Kupplung an sich kaputt gehen würde, damit hätte er nie im Leben gerechnet. Aber zum Glück waren wir auf der Hauptstraße, konnten im ersten Gang noch an den Straßenrand rollen. Wenn das vor einer Woche an der Nordsee passiert wäre, dort womöglich mitten zwischen den Dörfern, dann hätten wir ein ganz großes Problem gehabt. Ja, aber so ist ja zum Glück alles nochmals gutgegangen. Das war hier am Freitag auf jeden Fall unser Gesprächsthema Nummer Eins!!

    - dass ich die Schmerzen in den Füßen immer besser im Griff habe. Nach dem Einkaufen hatte ich zunächst wieder etwas mehr Schmerzen, aber nur in den Fersen, nicht mehr in der Wade. Ich habe mich zu Hause dann sofort hingesetzt und schon nach relativer kurzer Zeit gingen diese Schmerzen dann wieder ganz weg. Am Freitag habe ich dann allerdings nichts mehr gemacht, wollte keine weiteren Schmerzen mehr riskieren. Ich wollte eigentlich zumindest noch etwas im Haushalt machen, aber das habe ich dann lieber aufs Wochenende verschoben. Gestern, also am Freitag, habe ich dann einen völlig ruhigen Nachmittag und Abend vor dem Fernseher und dem Computer eingelegt.

    - als ich mit meinem Trainer den Sonntagstermin fürs Training festgelegt habe. Auch wenn ich noch etwas eingeschränkt bin, trotzdem freue ich mich schon so richtig darauf. Hier fällt mir langsam die Decke auf den Kopf. Mal wieder etwas raus, etwas Bewegung haben. Das wird meinem Körper sicherlich gut tun (auch wenn es anfangs etwas weh tun könnte, was nach einer Woche totaler Pause durchaus passieren kann, insbesondere was meinen Fuß angeht). Aber umso länger ich hier rumhänge, umso schwerer fällt es mir, mich wieder zu irgendetwas aufzuraffen. Deswegen freue ich mich auf diesen Sporttermin wirklich schon so richtig (und am Montag, also einen Tag später, werde ich dann auch wieder zur KG gehen).

    - als wir abends mehrere schöne und interessante Sendungen im Fernsehen geguckt haben.

    Angefangen mit MDR "Hit auf Hit" (unter anderem mit Andreas Martin, Linda Hesse, Uwe Busse, Olaf Berger und vielen weiteren, bis auf wenige Lieder fand ich alles total klasse), dann im WDR der Kölner Treff mit Bettina Böttinger (dabei insbesondere Yvonne Willicks und Tim Mälzer, die Gespräche fand ich total klasse und interessant) und noch weitere Sendungen.

    - als am späten Abend endlich die Kopfschmerzen etwas nachließen. Ich hatte den ganzen Tag über Kopfschmerzen. Wir wollten nur einen kleinen Einkaufsbummel machen, ich hatte nichts gefrühstückt (also auch keinen Kaffee getrunken), wir wollten unterwegs Brötchen kaufen. Daraus wurde dann ein etwas längerer Einkauf (in verschiedenen Geschäften, zwischendurch saß ich dann ja auch immer wieder im Auto). Ja, und dann halt noch die Sache mit dem Auto, wodurch wir längere Zeit in der Werkstatt waren, über den Kostenvoranschlag (rund 800 Euro) gesprochen haben und den Termin (Mitte nächster Woche) festgelegt haben.

    Etwa gegen 16 Uhr waren wir wieder zu Hause. Unterwegs fingen die Kopfschmerzen an. Erst nur ganz leicht, später wurden sie immer heftiger (wahrscheinlich auch purer Wassermangel). Als wir zu Hause waren, habe ich zwar direkt was gegessen und getrunken (Glas Wasser und große Tasse Kaffee), aber das war wohl zu spät bzw. zu wenig (um den Wasserhaushalt wieder auszugleichen). Ich trank dann auch ein Glas Aspirin (als die Kopfschmerzen mit der Zeit zu heftig wurden), aber es dauerte dann einige Stunden (bis zum späten Abend), ich habe immer mal wieder was getrunken, bis es mir endlich besser ging, bis die Kopfschmerzen endlich wieder weg waren. Deswegen blieb ich den Nachmittag über dann auch lieber ruhig liegen (anstatt wegen dem Haushalt durch die Wohnung zu laufen).

    Ernährung am Freitag:
    16 Uhr (als wir vom Einkaufen zurück kamen) 2 Brötchen (1 x Wurst, 1 x Ei).
    20 Uhr Bratwürstchen mit Kartoffelpürree.
    22 Uhr Waffeln.

  • Donnerstag, 23. Oktober 2014

    Die letzten 24 Stunden waren sehr aufregend für mich (positiv wie negativ). Ich versuche heute mal wieder mit dem Glückstagebuch weiter zu machen.

    Am Donnerstag (bis einschließlich Freitag Mittag) habe ich mich darüber gefreut,

    - dass es meinem Fuß schon deutlich besser geht. Beim ruhigen Sitzen oder Liegen merke ich inzwischen (in beiden Füßen bzw. Fersen) nichts mehr. Das Laufen klappt nach und nach auch immer besser (mit leichtem Abrollen). In der rechten Ferse habe ich dann ein leichtes Ziehen, die linke Ferse tut schon etwas mehr weh, aber kein Vergleich mehr zu letzter Woche. Ich hoffe mal, dass ich schmerzmäßig jetzt das schlimmste überstanden habe. Die Wade tut zwar zeitweise auch noch etwas weh, aber nicht mehr so intensiv, das zieht auch nicht mehr so hoch, nicht mehr hoch bis ins Knie oder den Oberschenkel, sondern nur noch im unteren Bereich der Wade. Ja, ich glaube wirklich, dass ich langsam aber sicher auf dem Wege der Besserung bin.

    Vor dem Termin bei der Fuß-Chirurgin habe ich allerdings ziemlich Angst. Aber da ich keinen Rückschlag haben möchte, werde ich dort wohl auf jeden Fall hin müssen. Die Ursache dafür muss schließlich behandelt werden. Auf ihrer Seite (Internet) steht schon, dass sie sich darauf spezialisiert hat, komplette Vermessungen (3D-Vermessungen) des ganzen Körper durchzuführen. Dann kommt die Sprache natürlich auch auf meinen krummen Rücken und ich muss mal wieder "Rede und Antwort" stehen, seit wann ich KG mache, wann das festgestellt worden ist, was ich sonst noch so gemacht habe usw. Immer wieder alles "aufwärmen" (einschließlich des damaligen Gipskorsetts, der Reha 2010, dem vielen Sport usw.), das hasse ich so sehr. Immer wieder über alles lang und breit reden zu müssen, auch über Sachen, die einem diesbezüglich unangenehm sind. Ja, vor diesem Termin, vor diesem Gespräch und der Untersuchung, was dort auf mich zukommt, habe ich wirklich so richtig Angst.

    - als mich eine Fau aus meiner Gruppe Wassergymnastik angerufen hat. Wir haben den Termin zum gemeinsamen Essengehen verbindlich festgelegt.

    Dabei hat sie mich dann gefragt, wann ich wieder kommen würde. Eigentlich wollte ich den Termin beim Arzt (bei der Fuß-Chirurgin) erst abwarten, danach erst wieder ins Wasser gehen. Aber ich weiß es noch nicht. Mit dem anderen "Sport", also mit der KG und dem Training will ich ja auch in Kürze weitermachen. Alles langsam mit "angezogener Handbremse", aber Hauptsache wieder etwas Bewegung haben. Und auch wieder etwas hier rauskommen. Wenn man tagelang nur auf der Couch rumliegt, dann fällt einem langsam aber sicher die Decke auf den Kopf....

    Und wie die Frau am Telefon schon zu mir meinte, in der Gruppe sind einige Frauen, die irgendwelche Krankheiten haben, also Probleme mit den Knien, mit der Hüfte, mit der Schulter usw. Fast alle sind auf irgendeine Art und Weise krank bzw. eingeschränkt und jeder macht die Übungen so weit mit, wie er (bzw. sie) es kann. Ja, ich muss mal sehen, in Kürze werde ich damit weiter machen. Bei mir ist es wahrscheinlich auch die Unsicherheit. Nach diesem langen Abstand überhaupt mal wieder ins Schwimmbad zu gehen, zu der Gruppe zu gehen und dort dann auch neue, andere Personen kennenzulernen (ich habe ja schon gehört, dass wir mehrere Neue in der Gruppe haben). Ja, diese innere Angst und Unsicherheit muss ich erstmal wieder überwinden.

    - als ich mit unserer früheren Nachbarin (von der letzten Wohnung) telefoniert habe. Ich habe sie angerufen und sie hat sich darüber total gefreut. Unsere letzte Wohnung steht immer noch leer. Es gab zwar schon einige Personen, die sie besichtigt haben, aber alle haben dann aus den verschiedensten Gründen wieder abgesagt. Wir haben dann noch ein längeres, sehr schönes Gespräch geführt.

    - als wir abends mehrere schöne und gute Sendungen im Fernsehen geguckt haben.

    Zuerst mal wieder die "Kochprofis", die ich wieder gut fand. Danach Markus Lanz (auch das fand ich sehr interessant) und anschließend "Nuhr im Ersten", also mit Dieter Nuhr, Ingo Appelt, Thorsten Sträter und weiteren Personen. Es waren mehrere sehr gute Sprüche und Kommentare dabei, so dass ich mehrmals so richtig loslachen musste.

    - als mir abends eine Frau von der Wassergymnastik geschrieben hat. Sie hat mich damit allerdings in ein mächtiges "Gefühlschaos" gestürzt. Das Weihnachtsessen (von der Wassergymnastik) findet Ende November statt. Sie hat mir geschrieben, dass sie mich (da ich nicht ins Schwimmbad gekommen bin) bereits mit dafür angemeldet hat. Zum einen habe ich mich sehr darüber gefreut, dass sie an mich gedacht haben (auch wenn ich nicht zur Wassergymnastik gekommen bin), aber andererseits wollte ich daran eigentlich nicht teilnehmen....

    Vor zwei Jahren, als ich gerade erst im Schwimmverein eingetreten bin, noch ganz neu in der Gruppe war, da war das Weihnachtsessen für mich ganz schön. Dort lernte ich an dem Abend dann mehrere aus der Gruppe halt etwas kennen, kam mit mehreren ins Gespräch. Habe auch direkt gemerkt, mit wem ich gut reden kann, also mit wem ich auf einer Wellenlänge bin und mit wem ich gar keine Gesprächsthemen hatte.

    Letztes Jahr war es dagegen alles andere als toll. Alle, die ich gut kannte, saßen an Tischen, wo kein Platz mehr war. Ich kam dann an den letzten freien Tisch mit Frauen, die ich bis dahin so gut wie gar nicht kannte (mit denen ich nach diesem Abend auch nur noch "Hallo" gesagt habe). Wir fanden keine Gesprächsthemen, waren im ganzen sehr still und haben ständig "gelauscht", über welche Themen sich die anderen Frauen (an den anderen Tischen) unterhalten, um mal wieder ein kleines Gespräch in Gang zu bringen. Alles in allem war der Abend super langweilig, ich war froh, als ich endlich gehen konnte und wollte deswegen in diesem Jahr gar nicht mehr dran teilnehmen. Ich finde es ja nett, dass die Anderen an mich denken, aber ob ich dann wirklich dorthin gehen werde, das weiß ich heute noch nicht. Das werde ich erst kurzfristig (auch je nach Tagesform) entscheiden.

    Als ich am Freitag aufgestanden bin, da hat mein Freund mich überredet, eine kleine Runde mit rauszukommen. Mal raus an die Luft, mal was anderes sehen und hören (kurz Einkaufen fahren). Nun gut, ich bin dann mitgegangen bzw. mitgefahren.

    Anfangs ging es auch noch, da war ich noch relativ schmerzfrei. Aber umso länger ich lief (wir waren rund eine Stunde unterwegs), umso mehr merkte ich die linke Ferse dann doch wieder (jetzt im Sitzen ist sie wieder völlig schmerzfrei). Aber trotzdem hat es gut getan, zumindest mal ein Stündchen hier rauszukommen.

    - dass unser Auto erst kurz vor dem Ziel (vor unserem Haus) kaputt gegangen ist.....

    Mein Freund hat schon seit ein paar Tagen darüber gesprochen, dass die Kupplung immer schwerer geht, er die Gänge immer schlechter rein bekommt. Wir waren dann etwa 2 Kilometer von hier entfernt. Eine Ampel, mein Freund fuhr an, wollte den zweiten Gang einlegen und nichts ging mehr. Der Motor brummte total laut, es stank mächtig und er konnte keinen Gang mehr einlegen. Also an den Straßenrand rollen, Warnblinkanlage an. Den ersten Gang bekam er immerhin rein, Schritt-Tempo konnten wir fahren, aber mehr war nicht möglich. So rollten wir dann etwa 2 Kilometer über eine Hauptstraße. Hier in der Nähe ist eine Tankstelle. Direkt dorthin. Der Kfz-Mechaniker kam sofort raus. Motorhaube auf und ein heftiger Gestank kam raus. Die Kupplung ist kaputt, gerissen. Die Reparaturkosten sollen alles in allem bei etwa 800 Euro liegen. Termin haben wir allerdings erst Mitte nächster Woche bekommen. Aber das Auto mussten wir direkt dort stehen lassen. Mit gerissener Kupplung können wir damit keinen Meter mehr fahren (von der Tankstelle aus waren wir in etwa 5 Minuten zu Fuß zu Hause).

    Mein Freund ist jetzt nur total froh darüber, dass es hier (2 Kilometer entfernt) und heute passiert ist. Was wäre passiert, wenn das letzte Woche irgendwo oben an der Nordsee passiert wäre? Das wäre die reine Katastrophe gewesen. Ja, so hatten wir noch verdammt viel Glück im Unglück...!!!!!

    Gut, dass wir noch den MG, das Cabrio (natürlich geschlossen bei diesem Wetter) haben. Eigentlich nutzen wir es nur als Sommerauto (es hat auch nur Sommerreifen), aber solange das Wetter zum Glück noch stabil ist, werden wir das jetzt erstmal nehmen. Wenn die Kupplung im Winter bei Schnee und Eis gerissen wäre, dann hätten wir ein ganz großes Problem (insbesondere mein Freund, da er ohne Auto nicht zur Arbeit und zurück kommt).

    So, abgesehen von ein bisschen Haushalt (Wäsche sortieren), werde ich auch den heutigen Abend wieder sehr ruhig verbringen. Aber den Sport (auch hier das Fahrradfahren) vermisse ich wirklich inzwischen so richtig. Auch wenn mir diese totale Ruhe auch seelisch mal gut getan hat, trotzdem fällt mir hier langsam aber sicher die Decke auf den Kopf. Ich freue mich wirklich schon darauf, wenn mein normales Leben, mein normaler Alltagsrhythmus endlich wieder weiter geht.

    Am Montag auf jeden Fall wieder zur KG. Ob das Training am Sonntag oder erst nächsten Mittwoch weiter geht, das weiß ich noch nicht. Im Schwimmbad ist am Wochenende eine Großveranstaltung und wir wussten letzte Woche noch nicht, ob wir am Sonntag in den Trainingsraum können. Wenn möglich, würde ich gerne am Sonntag wieder mit leichtem Training starten.

    Im ersten Jahr haben wir immer nur Samstags, also einmal wöchentlich dort trainiert. Das wäre mir inzwischen aber wirklich zu wenig. Im letzten Jahr, also 2013, ging es mir so richtig gut. Da habe ich über Monate das komplette Trainingsprogramm durchgezogen. Montags KG, Dienstags Wassergymnastik, Mittwochs Training, Donnerstags Wassergymnastik, Freitags Ruhetag, Samstags hier eine Stunde (Fahrradfahren und Gymnastik bzw. Hanteltraining) und Sonntags wieder Training. Ja, in diesen Monaten ging es mir so richtig gut, da war ich auch völlig schmerzfrei. Um mir abends etwas mehr Ruhe zu gönnen, habe ich dann schließlich Dienstags im Schwimmbad aufgehört, bin Dienstags lieber auf Fahrradfahren (und Gymnastik) umgestiegen (damit ich abends zeitlich nicht so gebunden bin). Ja, aber an das regelmäßige Training, also zweimal wöchentlich, habe ich mich inzwischen so richtig gewöhnt, darauf möchte ich auch nicht mehr verzichten.

    Ernährung am Donnerstag:
    10 Uhr 2 Brötchen (1 x Wurst, 1 x Ei).
    19 Uhr Möhrengemüse mit Würstchen.
    22 Uhr ein paar Butterplätzen (ein bisschen Nervennahrung bzw. Seelentröster, ganz ohne kann ich im Moment einfach nicht).

  • Mittwoch, 22. Oktober 2014

    Auch am Mittwoch habe ich zu mindestens 90 % nur auf der Couch gelegen. In diesem ruhigen Zustand ist mein Bein praktisch schmerzfrei. Das genieße ich halt so richtig.

    Ich benutze das Schmerzgel von "ThermaCare". Das ist ziemlich neu, muss in der Apotheke bei Bedarf bestellt werden. Kühlend, Schmerzlindernd und Entzündungshemmend. Die Apothekerin hält nichts davon, aber mir hilft es trotzdem. Ich werde es in der nächsten Zeit auf jeden Fall noch anwenden. Drüber ein Verband, das auch ein wenig stabilisiert.

    Wenn die Schmerzen zu stark werden, soll ich Tabletten nehmen (die man im Wasser auflösen kann). Die "Diclac Dispers 50 mg". Ich wurde aber direkt gewarnt, dass ich davon so wenig wie möglich nehmen soll. Man könne davon zwar ruhig 3 Stück am Tag nehmen, aber sie greifen den Magen mächtig an. Dann müsste ich gleichzeitig was für den Magen nehmen (bisher habe ich keine Tablette genommen, habe es auch nicht vor).

    Davon halte ich gar nichts. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen (wie Krebs usw.) ist es ja in Ordnung, aber ich bin ja daran gewohnt, mit Schmerzen zu leben. Auch die ganzen Orthopäden. Alle sagten (schon seit meiner Kindheit), dass Bewegung (Muskelaufbau) gegen die Schmerzen das absolut Wichtigste sei, aber anstatt KG verschreiben sie immer nur Schmerztabletten (meine regelmäßige KG-Verordnung bekomme ich ja auch von meinem Internisten, der mich jetzt krankgeschrieben hat). Alle empfehlen Bewegung, aber verschreiben nur Tabletten. Das kann ich wirklich nicht verstehen.

    Ich kann immer nur wieder sagen, wie froh ich bin, dass ich vor rund 3 Jahren meinen Trainer kennengelernt habe, dass er mir im Internet bei der Suche nach einem Personal-Trainer aufgefallen ist (da ich ansonsten den Schwimmverein, also diese Gruppe Wassergymnastik auch ganz bestimmt nie kennengelernt hätte). Ich kann gar nicht sagen wie schön das war, als ich nach seinem Probetraining nach rund 20 Jahren Dauerschmerzen im Rücken dort rauskam und direkt für ein paar Stunden schmerzfrei war. In dem Moment wusste ich dann schon, dass ich mich für den richtigen Trainer entschieden hatte.

    Sein Training macht auch immer wieder Spaß. Das habe ich am Mittwoch so richtig vermisst, das gehört halt längst zu meinen regelmäßigen Abläufen dazu (im Normalfall jeden Mittwoch und Sonntag), aber diese Woche habe ich es mir mit den Schmerzen wirklich nicht zugetraut. Aber zum Glück weiß er ja, dass auf mich ansonsten immer Verlass ist. In den letzten 3 Jahren habe ich wegen Krankheit keinen einzigen Termin abgesagt (nur wegen Urlaub). Auch wenn ich "etwas" depressiv war bin ich zu ihm gegangen und die Ablenkung bei ihm hat mir dann auch wirklich total gut getan (mit ihm kann man halt auch über alles mögliche total gut reden).

    Bezüglich der Übungen ist er für mich einmalig. Im Laufe meines Lebens (seit meinem 6. Lebensjahr mache ich ja teils mehr teils weniger regelmäßig Krankengymnastik) hatte ich schon sehr viele Physiotherapeuten, aber bei ihm ist alles anders, macht alles viel mehr Spaß. Er lässt sich immer wieder was Neues einfallen. Mit so viel Abwechslung in meiner Therapie hätte ich nie gerechnet.

    Auch sein Vorgehen bei schweren Übungen finde ich total klasse. Zuerst probiert er Übungen (z. B. die richtigen Liegestütze, aber auch andere Übungen), die anfangs noch nicht so richtig klappen. Bei denen mir die Kraft fehlt, ich die Spannung nicht halten kann. Er hat zum Glück sehr viel Geduld (viel mehr als meine bisherigen Physiotherapeuten) und erarbeitet mit mir dann Woche für Woche (und Monat für Monat), Stück für Stück diese Übungen. Er kennt sehr viele "kleine" Übungen, die dann ähnlich sind, die wir dann trainieren. Wenn ich einen Ablauf kann, dann kommt die nächste Stufe. Ja, und irgendwann, im Laufe der Zeit, im Laufe der Monate, schaffe ich dann auch die Ursprungsübung, so wie ich ja inzwischen 3 richtige Liegestütze am Stück schaffe, womit ich vor ein paar Jahren noch gar nicht gerechnet habe, dass ich das überhaupt mal schaffen würde.

    Und so, Stück für Stück, gehen wir halt bei allen Übungen vor. Beim Muskelaufbau der Arme (früher hätte ich mich nie auf die Hantelbank getraut), bei Übungen auf dem Bauch liegend (den Oberkörper kann ich dabei auch mit Atmen immer länger und besser oben halten), beim Hanteltraining in den verschiedensten Varianten, bei Übungen "auf allen Vieren", bei Übungen mit dem großen Gymnastikball (wobei ich dabei immer noch sehr unsicher bin, schnell das Gleichgewicht verliere), bei Übungen fürs Gleichgewicht usw. Ja, dieses Stück-für-Stück erarbeiten von Übungen, bis ich dann das nächste Erfolgserlebnis habe (so wie die Liegestütze), das finde ich bei ihm bzw. bei seinem Training halt immer wieder total klasse. Erst testen, was ich kann, dann kein "Sturz ins kalte Wasser", sondern übungsmäßig eine Stufe niedriger ansetzen, bis ich schließlich alles richtig kann. Ja, diese Geduld und dieses Stück für Stück vorgehen, das finde ich bei ihm immer wieder total super und klasse.

    Ja, das Training habe ich am Mittwoch so richtig vermisst (dass es ausgefallen ist, das war für mich auch wirklich eine große Ausnahme). Ich war nur einmal kurz vor der Türe, also vor der Wohnungstüre (blieb im Haus), bin kurz an den Briefkasten gegangen. Er ist ziemlich weit oben. Ich komme zwar dran, aber auf Zehenspitzen komme ich halt besser dran. Ja, und als ich dann auf Zehenspitzen war, da bekam ich in beiden Fersen einen heftigen Stich. Ja, und das war es dann. Sofort wieder ab in die Wohnung, auf die Couch und die nächsten Stunden wieder Ruhe pur.

    Ich weiß jetzt schon, dass ich das alleine nicht in den Griff bekommen werde. Dafür brauche ich (so wie damals bei den Rückenschmerzen) auf jeden Fall wieder "Hilfe von außen", aber dafür habe ich zum Glück dann ja meinen Trainer und meine Physiotherapeutin. Umso stärker die Schmerzen, umso schlechter kann ich mich alleine zum Sport aufraffen. Ja, aber deshalb bin ich halt froh, dass ich meine regelmäßigen Sporttermine habe.

    Normales, langsames Laufen, die Fersen dabei möglichst ruhig zu halten (also nicht abrollen), das klappt inzwischen schon etwas besser. Also ich meine, dass der Druckschmerz in der Wade beim Laufen nicht mehr so intensiv ist ("nur noch" ein Ziehen, nicht mehr die heftigen Stiche, die ich dort letzte Woche beim Laufen hatte). Deswegen will ich nach einer Woche Pause (also totaler Ruhe) nächste Woche wieder langsam mit etwas Sport beginnen.

    Dann finde ich an meinem Trainer so gut, dass ich mich auf Dauer auf ihn verlassen kann. Auch was seine Motivation betrifft. Natürlich bei den einzelnen Übungen (das gehört beim Training und auch bei der KG irgendwie dazu, dass man immer wieder an seine Leistungsgrenze geht und Übungen nicht nur "andeutet"), aber auch bezüglich Ziele in der Zukunft. Zum einen bezüglich der Übungen (wovon ich vorhin schon geschrieben habe), dass diese Übungen halt Ziele in der Zukunft sind, dass man sie irgendwann mal richtig schaffen möchte, aber bei mir auch bezüglich des Abnehmens. Mich haben im Laufe der Jahre schon so viele Physiotherapeuten "abgeschossen" (das Training mit mir beendet), weil ihnen ein dauerhaftes Training mit einer Langzeitpatientin zu schwer und anstrengend ist (das haben mir so mehrere direkt ins Gesicht gesagt, 10 Wochen Training bzw. KG sind in Ordnung, aber über einen längeren Zeitraum wüssten sie nicht, was sie mit mir machen sollen....).

    Deswegen bin ich wirklich total happy und glücklich darüber, dass ich in meinen jetzigen Therapeuten (also meinem Trainer und auch meiner Physiotherapeutin) Personen gefunden habe, die bereit sind, meine Therapie (also das Training) mit mir auf völlig unbestimmte Zeit (im Grunde "für immer") durchzuführen. Natürlich kommt es dabei (so wie jetzt) immer mal wieder zu anderen "Höhen und Tiefen" und anderen Schwerpunkten, die bei den Übungen beachtet werden müssen. Aber wie meine Physiotherapeutin diesbezüglich auch schon gesagt hat, gerade das macht ihr bei mir ja auch Spaß. Es kommt keine Langeweile auf, es stehen immer wieder andere Übungen im Vordergrund. Nicht nur 10 Wochen Übungen für die Arme, für die Beine usw., sondern Woche für Woche können bzw. müssen wir andere Schwerpunkte legen. Ja, aber durch diese abwechslungsreichen Übungen macht auch mir diese Therapie halt auf Dauer viel Spaß.

    Ja, und bezüglich des Abnehmens (während des Trainings führen wir immer wieder interessante Gespräche über die Ernährung, dabei habe ich schon einiges von ihm gelernt) setzt er mir halt auch immer wieder neue Ziele (als nächstes will ich bis Ende Januar bei etwa 68 kg, also auf jeden Fall unterhalb von 70 kg sein). Aber dadurch gibt er mir auch das Gefühl der Sicherheit, dass auch er das Training auf Dauer einplant, dass es mit seinem Training immer weiter geht.

    Bezüglich der Motivation habe ich bei dem Trainer "Chris Ley", den ich nur aus dem Internet kenne, einen interessanten Eintrag gefunden.

    Was passiert eigentlich wenn du dein Ziel erreicht hast? Couch, Jojo, Party, neues Ziel?

    Hier ein neuer BLOG Beitrag zum Thema Motivation "Und Danach?"

    http://chris-ley.de/und-danach-teil-1/

    Ja, und in den letzen Satz (von seiner Kundin) kann ich mich so richtig gut reindenken. Auch ich möchte halt trotz dieser blöden Entzündung schnellstmöglich weiter trainieren (zumindest speziell für Arme und Rücken), auch wenn ich vor den Übungen für die Beine (speziell für die Fersen) wirklich Angst habe.

    Ja, aber wie gesagt, so viele Schmerzen, wie ich schon ausgehalten habe, werde ich die Sache mit den Füßen jetzt auch noch schaffen (wie meine Physiotherapeutin schon gesagt hat, ich bin halt eine "Kämpfernatur" und mit der richtigen Hilfe kann man halt alles schaffen).

    Wegen meiner Angst vor dem Zahnarzt habe ich damals (als ich zum letzten Mal beim Zahnarzt war) die Zahnschmerzen rund 1,5 Jahre ausgehalten (das war damals wirklich eine sehr gute Diät, als ich nichts Süßes essen konnte), ein halbes Jahr mit Kopf- und Ohrenschmerzen, wegen einer Nebenhöhlenvereiterung (weil meine Mutter die Schmerzen nicht für voll genommen hat, mit mir als 14jährige erst nach einem halben Jahr zum Arzt gegangen ist, der mich dann umgehend zur OP ins Krankenhaus geschickt hat), mehrere Monate mit heftigen Blinddarmreizungen (bis ich auch damit schließlich ins Krankenhaus kam, meine Mutter hielt es ständig für Ausreden, weil ich Angst vor Klassenarbeiten, vor schlechten Noten, also vor den Schlägen meines Vaters hatte) usw.

    Ja, bis jetzt habe ich alles irgendwie geschafft und ausgehalten (auch damals schon ohne Medikamente), da werde ich die jetzigen Schmerzen in den Füßen auch noch irgendwie schaffen. Heute (am Donnerstag) und morgen (am Freitag) will ich die Füße/Beine weiterhin total schonen, die Tage in erster Linie vor dem Computer und auf der Couch verbringen. Ich will nächste Woche auf jeden fall wieder etwas schmerzfrei laufen können, wieder etwas mit dem Sport beginnen können.

    Ernährung:
    10 Uhr 2 Brötchen (1 x Wurst, 1 x Ei).
    14 Uhr 1 Vanille-Quark.
    17 Uhr 1 Schale Eiskonfekt (das hat mein Freund mir geschenkt, spontan vom Einkaufen mitgebracht).
    20 Uhr Gurkensalat mit Essig/Oel.

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